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31.12.2003 Wasserrohrbruch zu Silvester

Arbeiten, wenn andere feiern
Auch Silvester / Neujahr für Bereitschaftsdienste keine Feiertage

Ein Wasserrohrbruch wird behoben

Ein Wasserrohrbruch in Höhe des Waldbronner Freibads musste am
Silvester-Nachmittag behoben werden.

Während in vielen Häusern noch letzte Vorbereitungen für den Jahreswechsel
getroffen wurden, während bei der Festhalle Waldbronn die Läuferinnen und Läufer
ihrem Vergnügen nachgingen und von den drei Strecken des Silvesterlaufs
zurückkehrten, waren Viele für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger tätig. In der Regel denkt dabei jeder sofort an Krankenhäuser, Gastwirte, Polizei, Rettungskräfte,
Straßenbahnführer und ..und .. und. Aber auch in der Gemeinde und ihren
Zweckverbänden gibt es solche Bereitschaftsdienste.
So waren an Silvester wenige Meter von der Festhalle entfernt Arbeiter damit
beschäftigt, einen kapitalen Wasserrohrbruch in der Hauptleitung unter der
Stuttgarter Straße zu beheben. Dort war aus einem Leck der Leitung Wasser
bereits bis an die Oberfläche gedrungen. Silvester hin, Silvester her, der
Bereitschaftsdienst musste anrücken, die Straße aufbrechen und bis zur
Wasserleitung in etwa 1,60 m Tiefe ausbaggern, für die Arbeiter ein durchaus
ungemütlicher Job in der Kälte und Nässe.
Dazu kamen noch Sicherungsmaßnahmen, denn der Verkehr konnte an der Stelle
des Rohrbruchs nur noch einspurig fließen. Bei Tag kein Problem, aber bei Nacht
musste die Stelle mit einer Baustellenampel abgesichert werden. Darauf machte
eine Streifenwagenbesatzung des Reviers in Ettlingen vorsorglich schon mal
aufmerksam und kam später auch, um die ordnungsgemäße Anbringung der Ampel
zu kontrollieren.
Spannend dabei war nur, wie Wassermeister Kronenwett sagte, wie groß das Loch
ist. Bei einem kleineren Schaden lässt sich das Leck mit einer Rohrschelle dichten.
Den Arbeitsaufwand dafür bezifferte Kronenwett auf rund eine Stunde, ohne die
Zeit fürs Baggern. Ist aber ein größerer Teil der Wasserleitung zerbröselt, dann
muss ein Stück herausgeschnitten und durch neues Rohr ersetzt werden. "Dann
kann es spät in der Nacht werden, bis wir fertig sind", so seine Prognose. Dass
wegen eines weiteren Schadens die Arbeiten sich an Neujahr fortsetzten, sei nur
der Vollständigkeit halber erwähnt. Und solche Einsätze an Feiertagen sind
durchaus keine Seltenheit. Waldbronns Wassermeister weiß von einem
Weihnachtsfest vor einigen Jahren, wo Heilig Abend, Erster und Zweiter Feiertag
jeweils ein Wasserrohrbruch behoben werden musste.
Bürgermeister Harald Ehrler schaute, von der Festhalle kommend, ebenfalls bei
den Arbeiten vorbei. Er nahm die Gelegenheit wahr und dankte dabei für viele
schnelle Einsätze zu oft ungewöhnlichen Zeiten im abgelaufenen Jahr. Solche
Notfälle keinen keine festen "Arbeitszeiten". Vielen Mitbürgern sei oft nicht bewusst,
dass gerade auch an Sonn- und Feiertagen. wo andere gerne zu Hause bei ihrer
Familie sitzen, mit Freunden feiern oder ihre Freizeit genießen, die verschiedensten
Bereitschaftsdienste in Gemeinde und darüber hinaus oft für ihre Mitbürger im
Einsatz seien.
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