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20.12.2003 Musikschule: Musik und Lyrik im Adent

Besinnliche "Musik und Lyrik im Advent"
Musikschule lud zum siebten Mal in Kulturtreff ein

Musik und Lyrik im Advent

"Musik und Lyrik im Advent" mit (v.l.) Elke Müller-Diercksen,
Annegret Hansjürgens, Ulrich Enters, Toni Reichl, Karl-Heinz
Dörr, Armin Bitterwolf und Walter Mederus.

„Lyrik und Musik im Advent" war eine Veranstaltung der Musikschule Waldbronn
überschrieben, die am Samstag vor dem 4. Advent trotz, oder gerade wegen der
vorweihnachtlichen Hektik so viele Zuhörer in den Saal des Kulturtreff lockte, dass
wirklich jeder Platz besetzt war. Das hohe Niveau dieser vorweihnachtlichen
Veranstaltung zieht jährlich immer mehr Zuhörer an. Musik und Lyrik hielten eine
wunderbare Balance, nie glitten sie ins Sentimental-Süßliche ab.
Die beiden Rezitatorinnen Annegret Hansjürgens und Elke Müller-Diercksen
spannten mit Prosa und Lyrik einen besinnlichen Bogen. Sie verwendeten dabei
lyrische Texte von Rainer Maria Rilke, Guido Zernatto, Ingeborg Drewitz und
spannten den Bogen weiter über Josef von Eichendorff, Monika Cämmerer, Klaus
Groth bis zu Jesse Thoor. Die Prosatexte stammten von Robert Walser und mit
"Der Tanz des Räubers Horrificus" von Karl Heinrich Waggerl. Eine Tradition aber
hat sich bei dieser Musik und Lyrik im Advent schon verfestigt: ohne die
Weihnachtgeschichte auf Plattdeutsch kommt Annegret Hansjürgens nicht von der
Bühne.
Bei der Musik fühlte man sich stellenweise an die gute alte Stubenmusik erinnert.
Das begann bereits bei der Besetzung. Die Lehrkräfte an der Waldbronner
Musikschule Armin Bitterwolf und Karl-Heinz Dörr, Gitarre, Ulrich Enters,
Blockflöte, Walter Mederus, Cello, und Toni Reichl, Violine, musizierten stilsicher
und klar. Da es für die Waldbronner Besetzung nur wenig Originalliteratur gibt,
griffen Toni Reichl und Armin Bitterwolf selbst zur Feder und arrangierten für ihr
Ensemble. Sie begannen mit "Weihnachts-Boarischer" und blieben mit den
folgenden Stücken, einem "Hirtenmarsch", dem "Eiszapfen Boarischer" und dem
"Menuett aus Welschnofen", einer wunderschönen Bauernmusi, im Alpenraum. Sie
spannten dann den Bogen weiter mit einfachen weihnachtlichen Weisen, aber der
"Abendsegen" aus Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel"
erklang ebenso, wie ein "Largo" von Arcangelo Corelli oder Antonio Vivaldi. Von
Toni Reichl stammt die "Reichenbacher Weihnacht", original auf diesen Abend und
diese Besetzung zugeschnitten.
Die Zuhörer waren jedenfalls am Ende so begeistert von dem stimmungsvollen
Abend, dass die Musiker nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne kamen, die
"Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch" war die dritte Zugabe. Der anschließende
Punsch im Foyer gab dem Ganzen noch die gemütliche Abrundung.
Musikschulleiter Armin Bitterwolf bedankte sich am Schluss des Abends bei den
Zuhörern und den Bäckereien Fricke, Herbert und Richard Nußbaumer für das
gesponserte Gebäck.

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