Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.729.873

Volltextsuche



 

14.12.2003 Lieder- und Theaterabend

"Chaos GmbH und Co." ließ Zuschauer jubeln
Lieder- und Theaterabend beim Gesangverein "Concordia"
Reichenbach

Mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Sängerbundes für 50
Jahre aktiven Chorgesang ausgezeichnet wurde Siegfried Völkle
(li.), für 25 Jahre hielt Paul Müller (re.) die Silberne Ehrennadel des Badischen Sängerbundes. Die Ehrung überbrachte Günter Bauer (Mitte), stellvertretender  Vorsitzender der Sängergruppe Albtal.

Vor Weihnachten tritt der Gesangverein "Concordia" Reichenbach seit vielen
Jahren mit einem Lieder – und Theaterabend an die Öffentlichkeit. Vorsitzender
Helmuth Bichler begrüßte unter den zahlreichen Zuschauern und Zuhörern
besonders Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach, Rektor
Peter Hepperle, Musikschulleiter Armin Bitterwolf sowie von der Sängergruppe
Albtal den zweiten Vorsitzenden Günter Bauer und Frauenvertreterin Inge
Beutelsbacher.
Gestaltet wurde er in diesem Jahr vom Kinderchor und vom Jugendchor "The
Voices", beide unter der Leitung von Julia Isele, mit je zwei Liedvorträgen, sowie
vom Frauen-, Männer- und Gemischtem Chor, die erstmals unter der Leitung von
Edwin Knaus standen. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, den neuen
Chorleiter vorzustellen und seinem Vorgänger Hans Jürgen Isele für die über 20-
jährige Arbeit zu danken.
Günter Bauer, stellvertretender Vorsitzender der Sängergruppe Albtal, konnte
danach langjährige aktive Sängerinnen und Sänger auszeichnen. Auf 50 Jahre
Chorgesang kann Siegfried Völkle zurückblicken, er erhielt Ehrenausweis,
Ehrenurkunde und die entsprechende Ehrennadel in Gold des Deutschen
Sängerbundes. Für 25 Jahre im Chor erhielt Paul Müller die Silberne Ehrennadel.

Sabrina Linder und Manuel Luchena in Aktion.

"Chaos GmbH & Co." stellte die Theatergruppe des Gesangverein "Concordia"
Reichenbach in diesem Jahr auf die Bretter der Kurhausbühne. Und "Chaos" wurde
genug produziert, hieß doch der Untertitel "Wir stellen um auf Computer". Die gut
aufgelegten Mitglieder der Theatergruppe erreichten mit dem Stück hervorragend
ihr Zuschauer im Kurhaus Waldbronn.
Die noch verhältnismäßig junge Truppe hatte unter der Regie von Achim Waible,
der sich manchen szenischen Gag ausgedacht hatte, sichtbar intensiv geprobt und
erzielte mit ihrem frischen, natürlichen Spiel so manchen Lacher, oft gab es sogar
Szenenapplaus. Dazu trug auch bei, dass die Akteure auf der Bühne mit ihrem
Spiel den Typ genau trafen, den sie im Stück darzustellen hatten.
Im Stück dreht sich alles um ein eigentlich aktuelles Thema, die Umstellung auf
EDV und den damit oft verbundenen Arbeitsplatzabbau. Und das kündigt sich auch
Toilet Werbung an, einer kleinen Werbeagentur, in der sich mit Willi Saft (Christian
Müller) ein eiskalter Vertreter der Zentrale eingenistet hat, um die Filiale auf
Computer umzustellen. Filial-Chef Dr. Schönbrot (Roger Waible) ist davon ebenso
wenig begeistert wie seine Angestellten, die naturgemäß um ihre Arbeitsplätze
fürchten.

Szene mit (v.li.) Christian Müller, Sabrina Linder, Beate Anderer, Verena Gremsperger, Roger Waible und Mauel Luchena.

Vorzimmerdame Gisela Herdamit (Verena Gremsperger), Antje van Ültje (Beate
Anderer), Hollandimport vom Schreibzimmer, und Azubi Uschi Schneider
(Alexandra Bauer) organisieren den Protest unter dem Motto "Frauen Power", der
aber immer wieder in sich zusammenbricht, sobald eines der höheren Tiere den
Raum betritt, und in "Bürogymnastik" umschlägt. Tatkräftig unterstützt werden sie
dabei von Hausmeister Helmut "Helmi-Baby" Malewski (Manuel Luchena).
In Fahrt kommt die Computerisierung –und der Schwank- dann richtig mit Trudi
Megabyte (Sabrina Linder), die ihre coolen Sprüche gekonnt ins Publikum feuert
und Willi Saft deutlich abblitzen lässt. Prompt verlieben sich Trudi und Helmi und
beschließen –abgezockt- eine eigene Firma zu eröffnen. Aber auch Dr. Schönbrot
winkt die Liebe, verlobt er sich doch —beflügelt von kummervollen
Schnapskonsum- mit Antje van Ültje.
Ins Lot bringt dann der von allen gefürchtete Besuch von Oberboss P. W. Smith
(Manuel Kunz) aus New York wieder Einiges. Er feuert Willi Saft und den
alkoholseligen Dr. Schönbrot, macht den Hausmeister zum Chef und bestellt bei
der Firma "Trudi und Helmi" gleich eine neue Computeranlage für die Filiale, und
verabschiedet sich dann mit "Weiter so!" von den Angestellten, die darob
mindestens genauso zufrieden schienen wie die Zuschauer, die den Akteuren mit
lang anhaltendem Beifall dankten.

[<< Übersicht]