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13.12.2003 Theater und Ehrungen beim GV Busenbach

"Geächtnislücke" sorgte für Heiterkeit
Ehrungen lngjähriger aktiver Sänger

Seltene Ehrungen gab es beim Gesangverein "Freundschaft"
Busenbach: Norbert Schöpe, Vorsitzender der Sängergruppe Albtal
(re.), und "Freundschaft"-Vorsitzender Martin Vogel (li.)
konnten für 70, 65 und 50 Jahre aktives Singen (ab 2 v.li.)
Richard Reiser, Emil Vogel und Bernhard Vogel auszeichnen.

Die Weihnachtsfeier nutzt der Gesangverein "Freundschaft" Busenbach  jdes Jahr,
um langjährige aktive Sänger zu ehren. Vorsitzender Martin Vogel konnte dazu in
der Turnhalle des TV Busenbach den stellvertretenden Bürgermeister Joachim
Lauterbahch, Waldbronns Ehrenbürger Martin Altenbach und den Vorsitzenden der
Sängergruppe Allbtag Norbert Schöpe begrüßen.
Langjährige, immer noch aktive Sänger des Gesangverein "Freundschaft"
Busenbach wurden in den Weihnachtsfeier geehrt. Die Auszeichnungen
überbrachte Norbert Schöpe, Vorsitzender der Sängergruppe Albtal. Urkunde und
die entsprechende Goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes erhielt
Richard Reiser, der seit 70 Jahren im Männerchor der "Freundschaft" singt. Auf 65
Jahre bringt es Emil Vogel, dem Schöpe die Urkunde und den Ehrenteller des
Badischen Sängerbundes überreichte. Bernhard Vogel gehört seit 50 Jahren als
Sänger dem Verein an. Er erhielt Ehrenausweis, Ehrenurkunde und die
entsprechende Ehrennadel in Gold des Deutschen Sängerbundes. Umrahmt
wurden die Ehrungen und die Weihnachtsfeier durch Männerchor, Chor Joyful und
Frauenchor des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach unter der Leitung von
Matthias Hammerschmidt.

Szene aus der "Gedächtnislücke" mit (v.li.) Daniel Bauer, Anja Maisch, Ralf Bauer und (auf dem Boden) Dorothea Albrecht und Hubert Vogel.

Tradition hat die Theateraufführung beim Gesangverein "Freundschaft"
Busenbach, die immer mit der Weihnachtsfeier verbunden wird. "Weihnachten ist
auch ein Tag der Freude", gab Vorsitzender Martin Vogel das Motto für den Abend aus. "Die Gedächtnislücke" hatten sich die Akteure der Theatergruppe unter der
Regie von Ralf Bauer diesmal vorgenommen. In sechswöchiger Probenzeit stellten
sie dabei eine Aufführung auf die Bühne der Turnvereinshalle, die den zahlreichen
Zuschauern hörbar Freude und Vergnügen bereitete.
Der Erfolg hat sicher zwei Gründe: einmal ist die Theatergruppe seit mehreren
Jahren personell nahezu unverändert. Das macht es leichter, die Rollen typgenau
zu besetzen. Zum Anderen ist die altersmäßige Zusammensetzung nahezu ideal,
denn fast jede Rolle kann auch altersentsprechend besetzt werden, ohne
übermäßig in den Schminktopf greifen zu müssen.
Die Geschichte selbst lebt vordergründig von den zahlreichen, in einem Schwank
üblichen Verwicklungen. Dennoch hat sie ein durchaus ernstes Thema zum
Hintergrund, den Konflikt zwischen Einheimischen und Zugezogenen, wie er in den
zurückliegenden Jahren in vielen Dörfern auch unserer Gegend ausgetragen
wurde.

In der Amtsstube erscheinen (v.li.) Hubert Vogel, Dorothea
Albrecht, bei Danuiel Bauer, Anja Maisch (hinter dem Computer)
und Ralf Bauer.

 

Da geht es um den Ortsvorsteher Franz (Daniel Bauer), der von den Neubürgern
Ludwiga (Dorothea Albrecht) und Heinz-Harald (Hubert Vogel) wegen
Glockenläuten, Krähen der Hähne und dem "Probenlärm" der Musikkapelle
gewaltig unter Druck gesetzt wird. Da ist die neugierige Emma (Johanna Henke)
vom Laden gegenüber und die propere Sekretärin (Anja Maisch), die die
Geschichte am Laufen halten. Mit Anton (Michael Welker), dem Vorsitzenden von
Musikkapelle und Kleintierzuchtverein, gerät der Ortsvorsteher so gewaltig über
Kreuz, dass ihn auch seine resolute bessere Hälfte Helene (Petra Bauer) nicht
mehr versteht. Als dann auch noch der Professor Gottlieb (Arno Neumaier) mit
seiner Schwäche für Hannelore und die heiratswillige Rosalinde (Petra Müller) in
der kleinen Amtsstube auftauchen, hat der trinkfeste Amtsdiener Sepp (Ralf
Bauer), der eigentliche Drahtzieher des Ganzen, alle Hände voll zu tun, um seine
zweckgerichteten Gerüchte zu streuen.
Als Franz schließlich, im Bemühen die Kirchenglocken festzubinden, ein Klöppel
gegen den Kopf donnert, hat er die titelgebende Gedächtnislücke, die letzten fünf
Jahre sind bei ihm komplett gelöscht und alles scheint sich zum Guten zu wenden,
zumal auch Ludwiga und Heinz-Harald die Fronten wechseln und Rosalinde und
Gottlieb sich finden. Nur Franz fällt erneut auf den Kopf, und bei ihm ist wieder
alles wie vorher: er kämpft gegen die ländlichen Gebräuche und braucht wieder
seine zahlreichen Pillen, um einigermaßen den Stress zu überleben. Ein durchaus
offenes Ende also!

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