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10.12.2003 AUT beriet Regenwasserkanal Busenbach

Regenwasserkanal Busenbach wird ausgeschrieben
Bei Klammbachverdolung wird unterirdisch gebaut

Mit dem 2. Bauabschnitt des Regenwasserkanals Busenbach hatte sich der
Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats zu befassen. Dipl. Ing.
Helmut Müller stellte zunächst die Entwurfsplanung für den Abschnitt Ettlinger
Straße vom geplanten Kreisel beim Neubaugebiet "Im Neuen Heubusch" bis zur
Friedhofstraße vor.
Nachdem im September der l. Bauabschnitt des Regenwasserkanals Busenbach
zwischen Klammbachverdolung und Reichenbacher Straße fertiggestellt werden
konnte, sollen im nächsten Jahr die beiden Abschnitte des II. Bauabschnittes
ausgeführt werden. Für den Abschnitt Ettlinger Straße zwischen Reichenbacher
Straße und Ostendstraße sowie der Friedhofstraße hat das Ingenieurbüro Müller
eine Entwurfsplanung erarbeitet. Danach sind in der Reichenbacher-/Ettlinger
Straße Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von 500 - 800 mm zu verlegen.
Daran angeschlossen werden das Niederschlagswasser aus der Trennkanalisation
"Im Neuen Heubusch", das Außenbereichswasser nordöstlich des Baugebietes,
sowie die zwei Seitengräben entlang der Ettlinger Straße.
Die Kanaltiefe liege im Mittel bei etwa 3 m. Aufgrund der beengten Verhältnisse in
der Ettlinger Straße durch vorhandene Ver- und Entsorgungsleitungen ist damit zu
rechnen, dass der vorhandene Mischwasserkanal auf einer Länge von ca. 40 m
umgelegt werden muss. Für die Dauer der Arbeiten werde eine Vollsperrung
erforderlich, so dass angestrebt wird, die Kanalbauarbeiten mit den
Straßenbauarbeiten des Kreisverkehrsplatzes im Rahmen der Erschließung für den
neuen Heubusch zu koordinieren. Hier allerdings sei man auf die Zustimmung der
Straßenbauverwaltung angewiesen.
Für das Außenbereichswasser nördlich des Baugebietes ist in der Friedhofstraße
auf einer Länge von ca. 200 m (hintere Zufahrt Friedhof) ein Regenwasserkanal mit
400 mm Querschnitt zu verlegen. Die Kanaltiefe liege hier bei 2,50 m.
Die Gesamtkosten mit Bau- einschließlich Nebenkosten bezifferte Dipl. Ing. Müller
für den Abschnitt Ettlinger Straße/Friedhofstraße auf 537.000 €.
Der Ausschuss für Umwelt und Technik billigte die Entwurfsplanung und beauftragte
die Verwaltung, die Arbeiten auszuschreiben.

Plan der Klammbachverdolung

Auf dem Plan ist die vorgesehene Klammbachverdolung
dargestellt, die Rohrtriebsverfahren erstellt werden soll.

Beim Sachstandsbericht über die Klammbachverdolung führte Dipl. Ing. Müller aus:
Auf Höhe Wiesenstraße Nr.1 mündet die Klammbachverdolung mit 1000 mm und
der Regenwasserkanal Talstraße mit 1200 mm in ein Rohr mit einem Querschnitt
von 1000 mm. Dieser hydraulische Engpass habe in der Vergangenheit schon
mehrfach zu Überstauungen und damit zu Überflutungen der angrenzenden
Grundstücke geführt.
Da das Landratsamt und die Gewässerdirektion die Klammbachverdolung aber
nach wie vor als Gewässer ansehen, gelten strengere Bemessungsregeln als bei
Kanalisationsnetzen. Für beide Haltungen der Verdolung bis unterhalb der Straße
"Im Reh" sei ein erforderlicher Querschnitt von 1400 mm ermittelt worden.
Aufgrund der großen Grabentiefe bis 9 m und wegen des aufgeschütteten
Geländes sei eine Verlegung der Rohre in offener Bauweise zu gefährlich und
technisch nicht machbar. Aus diesem Grund soll die Verlegung grabenlos im
sogenannten Rohrvortriebsverfahren erfolgen. Entsprechende
Baugrunduntersuchungen hätten diese Möglichkeit bestätigt. Bei dieser Technik
werden die Rohre von einer sogenannten "Pressgrube" aus unterirdisch
vorgepresst und mündeten in einer "Zielgrube" und würden dort durch ein
Schachtbauwerk mit der vorhandenen Verdolung verbunden. Die ursprünglich
vorgesehene "Huckepacklösung" mit der jetzigen Klammbachverdolung scheitere,
weil man hier unmittelbar an den Grundstücken entlang fahren müsse, teilweise
sogar in die Grundstücke hineinkomme.
Nach einer groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die rund 165 m
lange Vortriebsstrecke und die beiden Zuführungskanäle mit 25 m in 1100 mm und
20 m in 1200 mm auf rund 1 Mio. €. Ein Film erläuterte das Rohrvortriebsverfahren.
Ob die offene Grabenlösung tatsächlich nicht möglich sei, wollte Bürgermeister
Harald Ehrler wissen. Das sei schon nicht möglich, weil das Wasser bereits in einer
Tiefe 4 bis 6 m ankomme und dann hochgepumpt werden müsste. Auf eine Frage
von Joachim Lauterbach (CDU)  erklärte Müller, dass die Entscheidung bei den
Rohren noch nicht gefallen sei. Stahlbetonrohre oder mit Glasfaser verstärkte
Kunststoffrohre seinen möglich, wobei die Kunststoffrohre den Vorteil geringerer
Rauhigkeit haben, so dass das Wasser besser abfließen könne.

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