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30.01.2002 Frauenfastnacht in Reichenbach

Impressionen vom Frauenfasching I: Der einleitende Eurotanz, Fitnesstrainerin Elisabeth Anderer und die Kirchenchorfrauen, freundlich beäugt von einem Gartenzwerg des Mütterkreises.

Impressionen vom Frauenfasching I: Der einleitende Eurotanz, Fitnesstrainerin Elisabeth Anderer und die Kirchenchorfrauen, freundlich beäugt von einem Gartenzwerg des Mütterkreises.

Wiedersehen mit der DM "dort obe"

Reichenbacher Frauen feierten Fastnacht

"Wenn a die Währung net die alte, d' Frauenfasnacht bleibt uns erhalte", unter diesem Motto starteten die Frauen der katholischen Frauengemeinschaft wieder einen geballten Angriff auf die Lachmuskeln. Und wie in all den Jahren vorher, war auch heuer wieder der erste Abend (fast) ausschließlich Frauen vorbehalten. Das fast bezieht sich auf die beiden Ortspfarrer Joachim Greulich und Bernd Peisker, Bürgermeister Harald Ehrler, die Musiker Achim Waible und Harald Jung, die ihr Publikum auch mit Schunkel- und Stimmungsrunden gehörig auf Touren brachten, sowie fleißige Helfer hinter der Bühne, die zur Fronarbeit "abkommandiert" waren.
Gleich bei der Eröffnung sangen die Frauen von "vielen schönen Moneten", die sie dabei durch einen Shredder jagten. Aber, so ihr Fazit: "Wir Frauen schaffen das schon mit dem Euro, wir bringen den schon unter die Leute!" Vorsitzende Anita Asperl alle Närrinnen im Saal, unter ihnen auch die Dekanatsvorsitzende Martina Kastner und Doris Ischen von der evangelischen Kirchengemeinde, überreichte Pfarrer Greulich einen überdimensionalen Regenschirm und krönte Waldbronns Bürgermeister als Harald I. Die Pausen zwischen den einzelnen Auftritten überbrückte Karola Ziegler als Euromaus.
Wie in den Vorjahren belebten Gruppen die Frauenfastnacht auch in diesem Jahr. Da war der Showtanz der Frauen "Auf Wiedersehen DM, Willkommen Euro" in der Einstudierung von Simone Weber, bei dem schon die erste Zugabe gefordert und gewährt wurde. Oder der gelungene Auftritt der Kirchenchorfrauen, die musikalische Empfehlungen gaben, damit schicke Mode wieder passt. Oder auch der Mütterkreis, die in der Einstudierung von Monika Fehrmann als Gartenzwerge die Bühne bevölkerten. Höhe- und Schlusspunkt auch wieder die "Wendelinos". In den Texten von Elisabeth Anderer und den passenden Melodien von Robert Waible glossierten sie das Geschehen während des Kirchenjahres. Ob Berlin-Fahrt der Frauen, der neue Bürgermeister, der ausgerechnet in Busenbach, aber immerhin in der Reichenbacher Straße wohnt, oder auch der "schöne Harald von Seite 1" als Anspielung auf die Präsenz des Bürgermeisters in den Gemeindenachrichten, nichts war ihnen entgangen und wurde fastnachtlich heiter glossiert. Bei den "Wendelinos" vereinten sich die Vorstandsfrauen Elisabeth Anderer, Roswitha Bichler, Ingrid Dürr, Monika Fang, Ingrid Knörr, Birgit Kunz, Edith Kunz, Ute Thimm und Ilse Weber.
Zwei Geldsäcke (Meta Becker und Elke Kunz) stellten fest, dass sie in der Pfarrgemeinde nicht gebraucht werden und wechselten zur politischen Gemeinde, wo der Bürgermeister "so viele Ideen aber kein Geld" hat. Einen gelungenen Sketch um verdrehte Fremdworte steuerten Margrit Kuderer und Brigitte Kuhnimhof als Putzfrau und Hausmädchen bei. Als "Zeremonienmeister" kam Roswitha Bichler mit ihrem psalmodierenden Ton gut an, vor allem, weil die Närrinnen im Saal die Verse jeweils beenden durften. Sie begrüßte mit ihrem Stab politische Prominenz, glaubte, weil christlich erzogen, an ein Wiedersehen mit der "DM dort obe" und beendete ihren gelungenen Vortrag mit einem gewaltigen Sängerwettstreit im Saal.
Um Alimente ging es in einem gelungenen Sketch mit Birgit Kunz, Edith Kunz und Ilse Weber. Als Pfarrer mit Fieber hatte es Ute Thimm nicht leicht mit seiner Mesnerin Ingrid Dürr, die die Verkündigungen machen sollte. Dass eine "Bischöfliche Seelsorgeeinheit", kurz "BSE", eine Fitnesstrainerin braucht, bewies Elsabeth Anderer. Ihr ausgefallenes Trimmgerät sah sie als Symbol dieser Einheit, "steht fest uffm Bode, un kommt net weiter". Sie nahm sich auch die beiden Pfarrer und den Pfarrgemeinderat fitnessmäßig vor.
Einen Sketch mit überraschendem Ausgang steuerten Ute Thimm und Ilse "beim Frisör" bei. "Tolle Omas" gab es Roswitha Bichler, Magda Kessler und Karola Ziegler zu bewundern. Ein Höhepunkt ohne Worte waren die Szenen um das Denkmal. Was hier im Kurpark ablief, lässt sich nicht beschreiben, das muss man erlebt haben. Mit von der Partie bei dieser komischen Nummer waren Elisabeth Anderer, Roswitha Bichler, Ingrid Dürr, Monika Fang, Magda Kessler, Ingrid Knörr, Birgit Kunz, Edith Kunz und Ilse Weber.
Auch Karline und Thekla (Karola Ziegler und Mechthilde Schall) trieben die Stimmung fast zum Schluss noch einmal hoch mit ihren Erkenntnissen, Erlebnissen und den Bauernweisheiten zum Ende. Zum Finale des viereinhalbstündigen, gelungenen Programms versammelten sich nochmals alle närrischen Akteurinnen auf der Bühne.

Impressionen vom Frauenfasching II: Birgit Kunz und Ilse Weber bei ihren Alimentengesprächen, Thekla Mechthilde Schall und Denkmal Elisabeth Anderer mit Clochard Roswitha Bichler.

Impressionen vom Frauenfasching II: Birgit Kunz und Ilse Weber bei ihren Alimentengesprächen, Thekla Mechthilde Schall und Denkmal Elisabeth Anderer mit Clochard Roswitha Bichler

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