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26.10.2003 Evangelischer Kirchenchor gab Konzert

"Ich will verkünden dein Lob"
Evangelischer Kirchenchor gestaltete festliches Konzert

Evangelischer Kirchenchor und Instrumentalisten gestalteten
unter der Leitung von Detmar Tetzlaff ein festliches Konzert im
Evangelischen Gemeindezentrum.

Die Barockmusik bildete die Klammer des festlichen Konzerts, mit dem der
evangelische Kirchenchor Waldbronn einmal mehr auf sich aufmerksam machte.
Der Barockmusik war aber auch der gesamte erste Konzertteil gewidmet, während
im zweiten Teil mehr die Romantik dominierte bis hin zu Max Reger und Camille
Saint-Saens. Das Konzert, mit dem Detmar Tetzlaff seinen 26 Sängerinnen und
Sängern deutliche musikalische Ziele setzte, zeugte aber auch von der intensiven
und exakten Probenarbeit, die hier geleistet wurde.
Mit Antonio Vivaldis "Gloria" für Chor und Orchester begann ein höchst erfreulicher
Konzertabend. Zum Vortrag kamen das "Gloria in excelsis Deo" und "Cum sancto
spiritu". Dabei waren Toni Reichl und Thomas Schröckert (Violine), Gotthard
Böhnel (Viola), Walter Mederus (Violoncello) und Daniel Wimmer (Trompete)
aufmerksam mitgestaltende Begleiter. Vom gleichen Komponisten stammte das
"Nisi dominus", das Catherine Tetzlaff, begleitet von den Streichern und Gerit
Reichl an der Orgel, mit warmem Alt interpretierte.
Auf sich allein gestellt war der Chor dann bei Gallus Dressers "Ich bin die
Auferstehung und das Leben". Bei diesem Werk ebenso wie bei "Lobet den Herrn,
alle Heiden" eines Anonymus aus Thüringen breitete Detmar Tetzlaff mit dem Chor
einen musikalisch schön gewebten Teppich vor den Zuhörern aus, zumal gerade
die vierstimmigen a-capella-Werke von Tetzlaff und dem Chor fein ausziseliert
waren. Von Heinrich Schütz erklang danach "Lobt Gott mit Schall, ihr Heiden all",
ehe Daniel Wimmer und Gerit Reichl mit der dreisätzigen Sonate in D-Dur von
Henry Purcell für einen Höhepunkt vor der Pause sorgten. Was sich hier bereits
andeutete, vollendete sich in Telemanns "Sonate D-Dur" , die in einem jubelnden
Zwiegespräch zwischen Trompete und Orgel gipfelte, bei dem Daniel Wimmer mit
staunenswerter Sicherheit und Klarheit im Ton die eng mensurierte Barocktrompete
zum Klingen brachte und Gerit Reichl ihm eine mehr als adäquate Begleiterin an
der Orgel war.
Mit einer kleinen Rarität wartete Tetzlaff nach der Pause auf. Von Michael Haydn,
dem Bruder des bekannteren Joseph, erklang "Nunc dimittis" für Chor, zwei
Violinen, zwei Hörner und Basso continuo, und weil diese Zusammensetzung
zumindest nicht alltäglich ist, erklang dieses Werk nochmals als Zugabe.
Danach spielten Susanne Wich und Frank Bechtel zuerst ein leichtfüßig
daherkommendes "Menuett für zwei Hörner" von Wolfgang Amadeus Mozart und
danach ein "Duett für zwei Hörner" von Otto Nicolai, das deutlich hörbar den
musikalischen Geist der Romantik atmete.
Danach interpretierte der Chor von dem 1901 verstorbenen Komponisten Joseph
Rheinberger den vierstimmigen Satz "Preis und Anbetung". Von Max Reger
stammte "Herr führe mich auf dem Pfad deiner Gebote" nach dem Psalm 119.
Weitgehend im Piano gehalten und mit schöner Spannung gesungen wurde das
vierstimmige "Ave Verum" des französischen Komponisten Camille Saint-Saens.
Vom gleichen Komponisten stammte "Tollite hostias", bei dem der Chor von der
Orgel unterstützt wurde.
Den Schlusspunkt setzte dann von Georg Friedrich Händel "Ich will verkünden dein
Lob" für Streicher, Chor und Orgel. Reicher Beifall belohnte alle Ausführenden für
das abwechslungsreiche und auf hohem Niveau stehende Kirchenkonzert.

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