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15.10.2003 AUT vergab Kanalreparatur

Kanalsanierung Stuttgarter Straße
Stutzenreparaturen wurden vergeben

Mit der Reparatur schadhafter Anschlussstutzen in der Stuttgarter Straße befasste sich der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner jüngsten Sitzung. Die Einbindung des Hausanschlusses in das öffentliche Kanalrohr bezeichnet man in der
Entwässerungstechnik als Anschlussstutzen. Bis ca. Ende der 80er Jahre kannte man für diese herzustellende Verbindungen weder Formstücke noch Kernbohrgeräte.
Vielmehr wurde zur Herstellung eines Hausanschlusses das Kanalhauptrohr quasi mit Hammer und Meißel aufgestemmt, der Rohranfang des Hausanschlusses
hineingesteckt und mit Mörtel oder Beton ummantelt. Zahlreiche Untersuchungen
zeigen, dass Hausanschlussstutzen das häufigste Schadensbild in der öffentlichen
Kanalisation darstellen.
Auch die TV-Untersuchungen zwischen 1990 und 1998 im Rahmen der
Eigenkontrollverordnung bestätigen dies. Entsprechende Beispiele wurden in der
Sitzung anhand von Fotos gezeigt. Zum einen führen undichte Stutzen durch
Exfiltration und Infiltration des Abwassers zu Verunreinigung des Grundwassers, zum anderen stellen zu weit einragende Hausanschlussstutzen ein Abflusshindernis dar.
Da absoluter Handlungsbedarf besteht, wurde zunächst im Hauptsammler Stuttgarter Straße (DN 500-800 mm) die Reparatur von ca. 125 Anschlussstutzen öffentlich
ausgeschrieben. Ausgeschrieben wurde das sogenannte Verpressverfahren und
anschließende Verspachtelung durch den Einsatz von entsprechenden Fräs- und
Spachtelrobotern.
Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung haben 7 Fachfirmen
Ausschreibungsunterlagen angefordert und 6 Firmen zum Eröffnungstermin am
18.09.2003 ein Angebot abgegeben. Nachdem ein Angebot wegen Abweichung von den vorgesehenen technischen Spezifikationen als nicht gleichwertig ausgeschlossen werden musste, schlug die Verwaltung dem Ausschuss für Umwelt und Technik vor, den Auftrag an die Firma Achatz aus Straubenhardt zum Angebotspreis von 55.359,02 € zu vergeben.
Wie Frank Zündorf, Leiter des Ortsbauamts und Dipl. Ing. Helmut Müller erläuterten, stehen Im Haushaltsplan 2003 Mitte! in ausreichender Höhe zur Verfügung. Sie machten aber auch klar, dass das Auftragsvolumen etwa. 5 % des gesamten Sanierungsbedarf bei den Hausanschlussstutzen darstellt. Seitens der Verwaltung wird daher empfohlen, die Sanierungen in den nächsten Jahren sukzessive fortzusetzen.
Für die Arbeiten werde keine Vollsperrung der Stuttgarter Straße erforderlich, sondern es wird nur an den Teilen, an denen die Anschlussstutzen erneuert werden, eine Fahrbahnverengung erforderlich.
Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik stimmten der Vergabe
einstimmig zu.

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