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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


18.12.1999 Musikschule Waldbronn


Stimmungsvoll war der mit „Lyrik und Musik im Advent“ überschriebene Abend, zu dem die Musikschule Waldbronn in den Kulturtreff eingeladen hatte.


Musikschule Waldbronn:
Musik und Lyrik im Advent



„Stets kehrt dem Dunkel in der Welt das Licht zurück“, unter diesem Motto hätte der diesjährige Abend mit „Musik und Lyrik im Advent“ stehen können, der wieder weit über 100 Zuhörer in den Saal des Kulturtreff Waldbronn lockte. Bereits zum dritten Mal hatte die Musikschule Waldbronn am Samstag vor dem vierten Adventssonntag zu einer eher besinnlichen Stunde in der oftmals vorweihnachtlichen Hektik. Und auch diesmal gilt wieder, dass die Zuhörer ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten. Musik und Lyrik hielten eine wunderbare Balance, glitten nie ins Sentimental - Süßliche ab.
Die beiden Rezitatorinnen Annegret Hansjürgens und Elke Müller-Diercksen spannten mit Prosa und Lyrik einen „winterlich - lyrischen“ Bogen. Sie verwendeten dabei Texte von Matthias Claudius, Else Lasker – Schüler, Yvan Goll, Wolfgang Borchert, Joseph von Eichendorff, Guido Zernatto, Hans Venatier und, als besonderes Bonbon aus dem Vorjahr als Zugabe, die Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch.
Die fünf Musiker, Armin Bitterwolf und Karl – Heinz Dörr, Gitarre, Ulrich Enters, Blockflöte, Walter Mederus, Cello, und Toni Reichl, Violine, hatten wieder ein Programm zusammengestellt, das musikalisch den Bogen von der Gegenwart bis in die Barockzeit spannte. Da es für die Waldbronner Besetzung nur wenig Originalliteratur gibt, griffen Toni Reichl und Armin Bitterwolf selbst zur Feder und arrangierten für ihr Ensemble. So gleich das Eröffnungsstück „Toy Soldiers“ vom M. Jay im Satz von Toni Reichl, aber auch die Weihnachtsweise „Ihr Hirten erwacht“ und das „Largo“ von Antonio Vivaldi, für die Armin Bitterwolf den Satz besorgte. Gelungen auch das „Pastorale“, eine sizialianische Weise, bei dem sich im Satz Armin Bitterwolf und Toni Reichl zusammengetan hatten.
Nicht fehlen durfte im diesjährigen Programm auch der „Waldbronner Ländler“ von Toni Reichl, im vergangenen Jahr erstmals als Zugabe gespielt. Ergänzt wurde das musikalische Programm durch eine „Siciliana“ von Kreß und „Nina“ von Ciampi, beides Komponisten der Barockzeit. Gut in das Programm fügte sich auch das „Pastorale“ von Arcangelo Corelli ein. Den Schlusspunkt setzte das „Klöpflstückl“ von Siegfried Singer.
Am Ende machte sich dann der Beifall des Publikums vehement Luft und zeigte, dass auch heuer „Musik und Lyrik im Advent“ genau richtig austariert waren. So konnten sich die Zuhörer dann an drei Zugaben erfreuen, zwei Musikstücken und, wie schon erwähnt, der Weihnachtsgeschichte in schönstem Plattdütsch.