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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


10.12.1999 Minister Dr. Repnik in Waldbronn


In das „Goldene Buch“ der Gemeinde Waldbronn trug sich Baden – Württembergs Sozialminister Dr. Friedhelm Repniksitzend) ein, aufmerksam beobachtet von (v.l.) Bürgermeister Martin Altenbach, Caritas – Direktor Curt Wiehler und MdL Dr. Erwin Vetter.


Besuch in der Tagespflege:
Sozialminister Repnik in Waldbronn
Fragen der Pflegeversicherung von CDU Frauen- Union und Trägern diskutiert


Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage der Altersverwirrtheit, die derzeit von der Pflegeversicherung kaum erfasst wird. Sie seien bei der Pflegeversicherung vergessen, nicht genug berücksichtigt oder aus Kostengründen einfach ausgeschlossen worden. Alle diese Meinungen wurden angeführt bei dem Gespräch unter Fachleuten in Waldbronn, zu dem die CDU Frauen – Union eingeladen hatte und mit Baden – Württembergs Sozialminister Dr. Friedhelm Repnik hohen Besuch hatte, aber auch sein Amtsvorgänger MdL Dr. Erwin Vetter, der bei dem Thema der Demenzerkrankungen von einer tickenden Zeitbombe sprach, war zu der Veranstaltung in die Caritas – Tagespflege am Waldbronner Rathausmarkt gekommen.
Allein in Baden – Württemberg gebe es derzeit etwa 180 ÖOO Demenzkranke, und diese Zahl wird bis 2010 um ein Drittel zunehmen, wenn sich Erkrankungsrisiko und Heilungschancen nicht wesentlich ändern. Wenigstens 40 Minuten Betreuungsaufwand sollten bei Leistungen aus der Pflegeversicherung berücksichtigt werden, war der Tenor einer Bundesratsinitiative Baden-Württem-bergs, so Minister Dr. Repnik. Die Regierungsparteien hielten das zwar für richtig, aber derzeit nicht für bezahlbar. Trotzdem müsse weiter Druck gemacht werden, fordert Kurt Wiehler, Geschäftsführer des Caritasverbands Ettlingen. ,,Wir von der Frauen-Union werden sicher nicht locker lassen", sagte ihm die Kreisvorsitzende Ursula Hohl zu und Adelheid Kiesinger vom Arbeitskreis ,,Menschenwürde im Alter" ,nannte weitere wichtige Felder die frühzeitige Therapie, die noch zu wenig eingesetzt werde, die hohe Belastung und das schlechte Ansehen des Pflegepersonals und ein ausreichendes Qualitätsmanagement der Pflegeheime.
Die Heimaufsicht, so der Minister, könne bei konkretem Anlass ohne Voranmeldung Kontrollbesuche durchführen. Der Minister nannte für Baden-Württemberg derzeit 55 000 Dauerpflegeplätze, 2 700 in der Tagespflege und 1 700 in der Kurzzeitpflege. Daneben gebe es 1 000 ambulante Dienste. Fast zwei Drittel aller Heimbewohner leiden im hohen Alter unter Altersverwirrtheit.
Im Kreis Karlsruhe gebe es teilweise Wartezeiten, wenn Angehörige einen Pflegeplatz suchten. das wurde von Trägern eingeräumt. Der Bedarf sei bekannt. Es gebe aber auch private Heimbetreiber, die ihre Pflegeplätze nicht besetzen könnten.