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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


21.11.1999 Investitur in Waldbronn


Einen Schlüssel für die drei katholischen Waldbronner Pfarreien überreichte symbolisch Dekan Andreas Hess (links) an Die Pfarrer Bernd Peisker und Joachim Greulich.

„Gemeinsam geht’s besser“:
Zwei Pfarrer für drei Pfarreien
Pfarrer Hans Joachim Greulich und Pfarrer Bernd Peisker mit Investitur in Amt eingeführt



Am Christkönigsfest wurden die Pfarrer Joachim Greulich und Bernd Peisker offiziell in ihr Amt eingeführt. Die Investitur nahm im Auftrag von Erzbischof Dr. Oskar Saier Dekan Andreas Hess aus Ettlingen vor. Umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Kirchenchor Reichenbach – Etzenrot, Instrumentalisten und der jungen Koreanerin Won Sun Park an der Orgel. Die Leitung hatte Herbert Dambach. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang im Pfarrzentrum Ernst Kneis an.
Vor eineinhalb Jahren habe in Waldbronn ein Suchprozess mit dem Leitbild „Seelsorgeeinheit“ begonnen, sagte Dekan Hess zu Beginn des Gottesdienstes. Drei Gemeinden sollten dabei unter der Leitung von zwei Pfarrern stehen. Dank und Anerkennung sprach der Dekan in diesem Zusammenhang den Pfarrgemeinderäten aller drei Pfarreien aus, die den Weg nicht nur geduldig mitgingen, sondern ihn auch aktiv gestalteten, und die deshalb auch gemeinsam mit den Pfarrern, dem Dekan und den ehemaligen Pfarrern Ernst Kneis, Anton Anderer und Franz Bastian in die Reichenbacher Pfarrkirche einzogen.
Die Seelsorgeeinheit könne heute schon ein Stück weit gefeiert werden. Mit dem Tag der Investitur gehöre Waldbronn zu den Vorreitern, die gemeinsamer Seelsorge Gestalt geben. Dieser Mut habe sicher auch Bedeutung für die politische Gemeinde, in die der Friede aus den Pfarrgemeinden hineinstrahle.
Die Predigt hatte Pfarrer Bernd Peisker unter das Wort des Evangeliums zum Christkönigsfest gestellt mit dem Bild des Richters, der die Schafe von den Böcken scheidet, bei dem die entscheidenden Sätze aber auf der Nächstenliebe liegen, die in Christus begründet sei.
Bei der Investitur verlas der Dekan dann die Urkunde des Freiburger Erzbischofs, mit der die Seelsorger Joachim Greulich und Bernd Peisker gemeinsam zu Pfarrern der drei Waldbronner Pfarreien ernannt wurden. Beide bezeugten vor dem Dekan und der Gemeinde ihren Glauben. Symbolisch überreichte ihnen Dekan Hess einen Schlüssel für ihre neuen Pfarreien.
Martin Zaich, Busenbachs Pfarrgemeinderatsvorsitzender, hieß im Namen der drei Pfarreien die Pfarrer willkommen. Das Ziel der Seelsorgeeinheit werde man gemeinsam angehen, versprach Zaich ebenso, wie später Dr. Marian Kloza von der Pfarrei Etzenrot.
Der anschließende Empfang wurde durch das Ehepaar Köhler an Klavier und Fagott musikalisch mit einer Sonate von Corelli eingeleitet. Hubert Kuderer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender aus Reichenbach, begrüßte besonders Bürgermeister Martin Altenbach, die Geistlichkeit mit dem Dekan an der Spitze, die Rektoren der drei Waldbronner Schulen, Armin Bitterwolf von der Musikschule Waldbronn, Schuldekan Leo Oechsler und die Vorsitzende des Dekanatsrats Hildegard Ochs aus Marxzell. Als wesentliche Aufgaben der nahen Zukunft nannte Kuderer den Ausbau der Seelsorgeeinheit und die Wahl der Pfarrgemeinderäte im Frühjahr. Beiden Pfarrern bot er die Zusammenarbeit an und wünschte Gottes Segen für ihre Arbeit, die unter dem Motto stehen sollte: „Es kommt nicht darauf an, woher der Wind bläst, sondern wie man die Segel setzt!“
Dekan Andreas Hess nahm in seinem Grußwort den Gedanken der Seelsorgeeinheit nochmals auf. Christen hätten immer Gemeinschaften gebildet, denen die Erfahrung zu Grunde liege „Gemeinsam geht’s besser!“ Geistlicher Rat Ernst Kneis stellte seinen Nachfolgern vor Augen, dass sie heute eine Ehe mit der Gemeinde eingingen. Für die evangelischen Christen überbrachte Pfarrerin Sabine Jestadt nicht nur Grüße, sie dankte auch für die bisherige Aufgeschlossenheit und die Zusammenarbeit, die mit Freude und Kreativität verbunden war.
Bürgermeister Martin Altenbach stellte ebenfalls zunächst die Ökumene in den Mittelpunkt. In der heutigen gesellschaftlichen Situation sei die Kooperation von kirchlichen und weltlichen Institutionen noch so gefragt gewesen. Für die drei Waldbronner Schulen überbrachte Rektor Helmut Waldmann im Beisein der Rektoren Ingeborg Jörg und Peter Hepperle Glückwünsche. Den Reigen schloss Fritz Müller für die Waldbronner Vereine.
Pfarrer Joachim Greulich dankte für die Gestaltung der Investiturfeier. Mit dem heutigen Tag sei auch formal der gemeinsame Weg in die Zukunft geöffnet worden.