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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


19.12.2001 Jahresrechnung 2000


Mit einem umfangreichen Zahlenwerk hatten sich die Waldbronner Gemeinderäte vor der Haushaltsplanberatung zu befassen. Bei der Feststellung der Jahresrechnung 2000 wurden einige kritische Anmerkungen angebracht, vor allem aber der Verwaltung für ihre Arbeit gedankt. Vorgestellt wurde die Jahresrechnung durch Norbert Meyer, den stellvertretenden Leiter des Rechnungsamtes.
Ebenfalls einstimmig wurde der Jahresabschluss für den Eigenbetrieb "Gemeindewerke Waldbronn" festgestellt, über die Verwendung des Ergebnisses entschieden, der Jahresverlust von 3.542,33 DM wird auf neue Rechnung vorgetragen, und die Betriebsleitung entlastet.
Danach schließt der Verwaltungshaushalt 2000 in Einnahmen und Ausgaben mit 57.144.925,24 DM ab, was gegenüber der Haushaltsplanung ein Plus von 1.847.925,24 DM darstellt. Der Vermögenshaushalt wurde mit 6.540.187,43 DM festgestellt und liegt damit um 4.926.812,57 DM unter der Haushaltsplanung. Meyer streifte die Einnahmequellen, aus denen sich der Verwaltungshaushalt speist. Hier sind es vor allem die Grund- und die Gewerbesteuer sowie der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.
Der hohe Sturmholzanfall durch den Orkan "Lothar" führte dazu, dass in 2000 im Gemeindewald ein Überschuss von 433.969,33 DM erwirtschaftet wurde. Die Personalausgaben betrugen rund 8.836.000 DM, das sind 15,46 Prozent des Verwaltungshaushalts, bereinigt um die kalkulatorischen Kosten sind es 19,55 Prozent. Dem kirchlichen Kindergärten überwies die Gemeinde 742.688,47 DM um den Abmangel des Betriebsdefizits zu decken, der Trägerverein Jugendtreff erhielt 252.664,84 DM.
Von den ursprünglich geplanten 4,5 Mio. DM stieg die Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt auf 7.212.658,87 DM. Planmäßig verlaufen seien die Tilgungsleistungen, die ursprünglich geplante Darlehensaufnahme von 4,063 Mio. DM war nicht notwendig, die Rücklagen mussten nur in Höhe von 1,617 Mio. DM (geplant: 2,79 Mio.) in Anspruch genommen werden. Den Schuldenstand bezifferte Meyer zum Jahresende 2000 auf 19.944.777,24 DM, das entspricht einer pro Kopf-Verschuldung von 1.630,01 DM. Den Schulden stehen Rücklagen in Höhe von 8.971.659,61 DM entgegen.
Bürgermeister Harald Ehrler nannte es positiv, dass auf eine Kreditaufnahme verzichtet werden konnte und die Rücklagenentnahme geringer ausfiel als geplant. Roland Bächlein (CDU) sah den Grund für die Steigerung der Rücklagen in verschobenen Investitionen. Als Beispiel nannte er den nicht durchgeführten Sandaustausch auf den Kinderspielplätzen, dies sei ein "Sparen an der falschen Stelle". Vorsicht sei bei den Personalkosten anzumahnen, wo inzwischen die 20 Prozent – Grenze fast erreicht sei. Günter Bauer (SPD) fand es positiv, dass trotz Senkung der Hebesätze bei Grund- und Gewerbesteuer die Zuführungsrate gestiegen sei. Positiv sei auch der Anstieg der Schülerzahlen bei der Musikschule zu bewerten. Abschließend wies Bauer darauf hin, dass den Schulden von 19 Mio. Rücklagen von knapp 9 Mio. gegenüberstehen. "Zustimmung zu einem positiven Abschluss" signalisierte Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen). Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) nahm Rücklagen und Schulden etwas genauer unter die Lupe. Nach einem starken Anstieg der Schulden ab 1994 sei ab 1997 ein kontinuierlicher leichter Rückgang festzustellen.
Erläuterungen zum Jahresabschluss der "Gemeindewerke Waldbronn" gab Rechnungsamtsleiter Josef Manz. Er erläuterte die >Gewinn- und Verlustrechnung ebenso wie die Bilanz und gab bekannt, dass der Wasserverlust in 2000 bei 5,4 Prozent gelegen habe.