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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


15.12.2001 Theater beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach


Lange Tradition hat schon die Theatergruppe beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach, wie lange kann niemand so genau sagen. Vorsitzender Günter Bauer ist sich aber sicher, dass schon vor dem Krieg beim Gesangverein in Busenbach Theater gespielt wurde. Und diese Tradition hat sich bis zum heutigen Tag gehalten, wie die Weihnachtsfeier jetzt zeigte, als die 13 Akteure starke Theatergruppe mit "Zwei wie Hund und Katz" ihr Publikum bestens unterhielt.
Dass auch bei den Akteuren Kontinuität herrscht, lässt sich daran ablesen, dass Bernd Vogel schon 25 Mal in eine Rolle schlüpfte und Martin Vogel, in diesem Jahr als Souffleur aktiv, schon seit 20 Jahren mit von der Partie ist.
Pluspunkte der Aufführung waren das Tempo, mit dem das Ganze gespielt wurde. Dazu waren die einzelnen Figuren typgenau besetzt und hatten so Raum und Möglichkeit, ihre Figuren saftig – deftig auszuspielen, sehr zur Freude der Zuschauer.
Die Handlung des dreiaktigen Schwanks ist einfach und folgt den Mustern dieser Gattung. Der Reiz liegt aber darin, wie die Busenbacher Akteure unter der Regie von Ralf Bauer ihre Rollen präsentieren. Und es geht munter zu in diesem Dorf, wo Bürgermeister und Pfarrer Zaun an Zaun nebeneinander wohnen, aber wie "Hund und Katz" sind. Herrliche Typen bevölkerten dieses Dorf. Da sind Opa Wilhelm (Ralf Bauer) und Altknecht Karl (Bernd Vogel), die Auslöser der kommenden Verwicklungen, die aber mit allen, auch mit der Magd Lina (Alexandra Bauer) ihre derben Späße treiben. Da ist Bürgermeister Johannes (Daniel Bauer), mit einer schlagkräftigen Frau (Petra Bauer) gesegnet, die gleich mehrere Teppichklopfer auf dem Rücken ihres Mannes zerschlägt und dabei zum Vergnügen der Zuschauer wie eine Furie über die Bühne fegt.
Beschaulicher ging es da beim Pfarrer Sebastian (Michael Welker) und seiner Haushälterin Hedwig (Helga Müller) nebenan zu. Allerdings schluckt der Pfarrer auch jeden Köder, wenn es nur den Anschein hat, es geht gegen den Bürgermeister. In diese Idylle platzen die Feriengäste Klothilde (Dorothea Albrecht) und ihr "Knuthchen" (Hubert Vogel), beides köstliche Typen. Zwischen den beiden Streithähnen steht Feuerwehrkommandant Gustav (Arno Neumaier), der zum Dorfjubiläum eine neue Feuerwehrfahne will, aber: der Bürgermeister zahlt sie nur, wenn sie der Pfarrer nicht weiht, und der Pfarrer weiht nur eine Fahne, die der Bürgermeister nicht gezahlt hat. Als dann Klothildens Knuthchen Opa Wilhelm und Altknecht Karl in die Hände fällt, wird er mit "Heilwasser" aus dem Dorfbrunnen wieder zum Leben erweckt, tatkräftig unterstützt von des Bürgermeisters Töchterchen Bärbel (Anja Maier).
Das Geschäft mit dem Heilwasser läuft prächtig, sogar Pfarrer und Bürgermeister haben sich versöhnt, das 1200 – jährige Dorfjubiläum wird geplant und ein italienischer Opernstar verpflichtet, hinter dem sich aber, auch wieder eine Idee von Opa Wilhelm, Bärbels Freund Michael (Michael Ross) verbirgt. Es kommt, wie es kommen muss: nach dem Boom fliegt der ganze Heilwasserschwindel auf, das viele Geld ist für die Operngala weg, sogar ein Regierungsdirektor (Thomas Henke) kommt aus Stuttgart, um den Fall zu untersuchen, wird aber vom Feuerwehrkommandanten mit Most neutralisiert, und der Pfarrer fürchtet in die Pampa "nach Reichebach" versetzt zu werden. Schließlich löst sich alles in Wohlgefallen auf. Bärbel bekommt ihren Michael, das Geld ist wieder da, Bürgermeister und Pfarrer versöhnen sich erneut, Knuthchen wird seine Klothilde los und spendiert, zu Wohlstand gekommen, der Gemeinde die neue Feuerwerfahne und ein Feuerwehrauto dazu, und Opa Wilhelm sowie Altknecht Karl? Sie bekommen ihre heiß ersehnte Kaiser - Wilhelm – Statue auf der Kurparkbrücke.