Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.944.530



 

Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


12.12.2001 AUT: Rathausmarkt Waldbronn


In die Diskussionen um den Waldbronner Rathausmarkt kommt jetzt Leben. Nach Gesprächen mit zahlreichen Gewerbetreibenden und Eigentümern stellte Bürgermeister Harald Ehrler jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) erste Analysen und vorsichtige Lösungsansätze vor. Er machte aber auch klar, dass das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten besprochen werden soll. Als ersten Schritt habe die Gemeinde ein Büro mit einer Analyse des Ist – Zustandes beauftragt. Ziel müsse es sein, den in die Jahre gekommenen Rathausmarkt attraktiver zu machen.
Angefertigt hatte die Analyse Stadtplaner Patrick Humpert aus Karlsruhe. Leider habe er dabei mehr Schwächen als Stärken gefunden. Der Rathausmarkt sei ein Kunstobjekt, 1980 auf der grünen Wiese neben das neue Rathaus gebaut. Problematisch seien alle Eingangssituationen, die Fassaden deuteten auch nicht auf den Marktplatz hin, und auch Müllcontainer an den Eingangsbereichen ermunterten nicht gerade zum Betreten. Zudem sei weder von der Bergstraße und noch viel weniger von der Talstraße zu erkennen, "was sich drinnen abspielt", da diese Eingänge teilweise unattraktiv gestaltet oder "verstopft" seien. Ein Problem sei auch die Mischnutzung von Gewerbe und Wohnungen.
Der Platz sei zwar liebevoll gestaltet, die Bäume aber zu niedrig und zu viel "Möblierung". Der Vorplatz des Rathauses werde nur die angrenzende Wohnbebauung abgegrenzt. Der Rathausmarkt II öffne sich zwar zur Straße, der Zugang sei aber hier durch die Zufahrt zur Tiefgarage versperrt.
Erste vorsichtige Lösungsansätze zeigte Humpert den Gemeinderäten auf. Die Fassaden müssten freundlicher gestaltet und die Zugänge gestärkt werden, um den Besucher bereits an der Straße abzuholen. Hier sei einmal der Kiosk als Sperre zu diskutieren, zum anderen aber auch die Umgestaltung von Treppenzugängen. Die Plätze müssten zudem verbunden werden, Humpert warf die Idee eines Wasserlaufs mit verschiedenen Brunnen in die Diskussion. Im Rathausmarkt I sollten hochstämmige Bäume gepflanzt werden, um den Blick auf die Schaufenster der Läden freizugeben. Der Vorplatz des Rathauses lasse sich durch eine Loggia zur Wohnbebauung hin abgrenzen.
Beim Rathausmarkt II sollte die Rampe zur Tiefgarage rechtwinklig zur Talstraße gelegt werden, dadurch werde der Platz größer und es entstehe Raum, um vielleicht hier eine gläserne Markthalle zu platzieren.
Grundsätzlich positiv, wenn auch mit unterschiedlichen Gewichtungen, beurteilten die Gemeinderäte die Analyse. So stellte Joachim Lauterbach (CDU) die Verbindung zur kommenden Strukturanalyse her. Prof. Manfred Hübscher (CDU) regte an, in diesem Zusammenhang auch über die Grundversorgung in den einzelnen Ortsteilen nachzudenken. Um die Umgestaltung des Rathausmarkts anschaulicher zu gestalten, solle im Rathaus ein Modell aufgestellt werden. Günter Bauer (SPD) hob hervor, dass die Analyse Schwachstellen deutlich aufzeige. Bei allen weiteren Planungen solle aber die Stadtbahn nicht vergessen werden. Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen) sah nur dann einen Erfolg voraus, wenn es gelinge, die verschiedenen Vorstellungen von Gewerbetreibenden, Eigentümern, Wohnungsinhabern und Nutzern unter einen Hut zu bringen. Von "kosmetischen Korrekturen" sprach Franz Masino (SPD), die Markthalle sei die einzig große Änderung.
Dies aber wollte der Bürgermeister so nicht stehen lassen. Die Pläne seien eine Verbesserung, allerdings müssten bei der Realisierung alle mitziehen. Bernd Bull (CDU) appellierte, möglichst schnell ein Konzept zu entwickeln, das dann schrittweise unter Einbindung aller Beteiligten verwirklicht werden könne. Roswitha Bichler (CDU) fand es positiv, dass bereits in dieser frühen Phase die Öffentlichkeit informiert wurde und zur Diskussion aufgerufen sei.

Lösungsansätze für die Schwachstellen im Rathausmarkt I und II zeigt die Skizze des Büros Humpert auf.