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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


27.10.2001 Neues Rathaus eröffnet


Nach einem rund einjährigen Intermezzo im ehemaligen Hotel "Am Waldring" hieß es für die Gemeindeverwaltung zum zweiten Mal Akten und Unterlagen in Kisten packen. Das bisherige Rathaus auf dem Marktplatz war umfassend saniert worden. Insgesamt kostete die gesamte Maßnahme 7,8 Millionen Mark, ein Betrag, der sich aber gelohnt hat, denn das neue Waldbronner Rathaus wurde zu einem Schmuckkästlein.
"Wir haben’s geschafft, wir sind drin!" erklärte Bürgermeister Harald Ehrler in seiner Festrede und gab damit den Ausruf vieler Mitarbeiter nach erfolgreichem Umzug in das neue Waldbronner Rathaus wieder. Zufriedene Gesichter gab es aber nicht nur bei den Rathausbediensteten, sondern auch bei den Gästen und Bürgern, die zur Einweihungsfeier für das rundum sanierte Gebäude gekommen waren. Mit den hellen Räumen und einem ganz neuem Raumgefühl sei das Rathaus nach den Umbauten fast nicht mehr zu erkennen, stellte Waldbronns Bürgermeister- Stellvertreter Helmut Völkle in der Eröffnungsrede fest.
Ganz andere Aspekte hatte Bürgermeister Ehrler Blick: "Der eine sät, der andere erntet", hieß seine Rückschau auf die von seinem Vorgänger Martin Altenbach initiierten und zum Großteil durchgeführten Umbaumaßnahmen, und launig legte er noch nach: "Den Ärger haben andre gehabt, ich hab‘ die Freud‘, und das ist gut so!"
Politisch gesehen sei ein Rathausbau eines der brisantesten Themen in einer Gemeinde. Schon der erste Bürgermeister der Gesamtgemeinde Waldbronn, Alfred Ohl, habe bei der Planung des damaligen Neubaus nach der Gemeindereform im Jahre 1972 einiges an "Schlitzohrigkeit" bewiesen. Auf der grünen Wiese, an der Gemarkungsgrenze von Busenbach und Reichenbach, sei damals das neue Rathaus und damit auch der neue Waldbronner Ortsmittelpunkt entstanden.
Dessen Sanierung rund 25 Jahre später entwickelte sich vom "Schneeball" mit rund einer Million Mark für Instandhaltung zur "Lawine" mit rund 7,8 Millionen Mark Gesamtkosten, als im Rahmen der Reparaturarbeiten weitere Mängel und schließlich sogar hohe Belastungen mit Formaldehyd zu Tage traten.
Zudem hatte der Gemeinderat die Idee, die bisher nicht genutzte Dachterrasse in einen Sitzungssaal umzubauen. Dies war ebenfalls in die Planungen mit einzubeziehen. Eine Zielvorgabe war weiter, das Rathaus als offenen Bürgertreff mit kostenlosem Internetzugang, Platz für Ausstellungen und den Sitzungsraum als Bürgersaal zu gestalten. Mit ihren ganzheitlichen, durchdachten Konzept habe die Architektin, Petra Gathmann vom Ingenieurbüro Piontek und Partner aus Ettlingen, maßgeblichen Anteil am Erfolg, erklärte Harald Ehrler.
Schmunzelnd erinnerte diese an die fast 24 Monate dauernde Verhüllung des Gebäudes, wobei die tatsächliche Bauzeit nur ein Jahr betragen habe. "Was dann eigentlich im ersten Jahr der Verhüllung geschehen sei", wollte prompt der Bürgermeister wissen und hatte die Lacher auf seiner Seite. Petra Gathmann verwies auf die umfangreichen Planungsarbeiten deren Ziel unter anderem auch war, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
"Lebensdauer und Nutzerfreundlichkeit bedeuten unter Umständen höhere Investitionskosten, sind aber langfristig betrachtet wirtschaftlicher", betonte die Architektin. Mit der Übergabe eines symbolischen Rathausschlüssels an Bürgermeister Harald Ehrler setzte sie den Schlusspunkt unter die erfolgreiche Sanierungsarbeit am Waldbronner Rathaus.
Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Joachim Greulich klang die Feierstunde, die von der Musikschule Waldbronn umrahmt wurde, mit einer Besichtigungstour durchs Rathaus aus.


Den Schlüssel für das neue Rathaus übergab Architektin Petra Gathmann an Bürgermeister Harald Ehrler, in der Mitte Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle (Bild links), im rechten Bild einige der zahlreichen Gäste.