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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


06.10.2001 72-Stunden-Aktion des BDKJ Reichenbach


"72 Stunden – ohne Kompromiss" stand auf den orange – roten T – Shirts der Reichenbacher KaOTen, einem Team des "Katholischen Offenen Treffs" wie der richtige Name heißt, die sich zur Teilnahme an der 72 – Stunden – Aktion des BDKJ Erzdiözese Freiburg entschlossen haben. Die Reichenbacher Gruppe nahm zwar vom KaOT aus teil, lief aber unter dem Verbandsnamen "Kolpingjugend". Im Dekanat Ettlingen waren es insgesamt neun Gruppen, die sich an dieser Aktion beteiligten, bei der es immer um eine Aufgabe im sozialen Bereich und für die Gemeinschaft ging.
Schon bald nach dem Beschluss, bei dieser Aktion aktiv zu werden, liefen die Vorbereitungen an. Zwar wusste niemand, wie die Aufgabe konkret aussehen würde, die Verantwortlichen auf Diözesan- und Dekanatsebene hielten hier absolut dicht, dennoch wurden gleichsam "auf Verdacht" rund 50 Firmen angeschrieben, angerufen, angefaxt oder angemailt und um Unterstützung der Aktion gebeten. Erfreulich dabei, wie Volker Schwab erzählte, es kamen keine Absagen. "Die Waldbronner Firmen zeigten sich spendenfreudig!" Das Team war auch schnell zusammen. Um den Aktionsbeauftragten Klaus Becker scharten sich neben den 15 KaOTen noch Bürgermeister Harald Ehrler und –nach Bekanntwerden der Aufgabe- Kindergartenleiterin Sigrid Ochs.
Damit ist aber auch fast schon verraten, wo der Schwerpunkt der Aktion in Reichenbach lag. Als Aufgabe wurde nämlich gestellt, den Außenbereich des Kindergartens St. Elisabeth Reichenbach auf Vordermann zu bringen. Und niemand anderes als Bürgermeister Harald Ehrler, der zur Aufgabenstellung mit nach Ettlingen gekommen war, verkündete den ihrer Aufgabe entgegenfiebernden KaOTen dann den Auftrag. Und von da an lief die Uhr.
Konkret ging es um folgende Teilaufgaben: das Spielhaus sollte instandgesetzt und mit Farbe aufgefrischt werden, ein Spielgerüst aus Holz brauchte dringend einen neuen Schutzanstrich und der Sand im Spielbereich war auszutauschen. Dazu sollten noch die Wände der überdachten Spielhalle gestaltet werden. Ganz schön viel für 72 Stunden, sollte man denken.
Aber dank der guten Vorarbeit gingen die Arbeiten zügig voran. Besonders hoben Beate Anderer und Volker Schwab die Kooperation von Waldbronner Firmen, aber auch darüber hinaus, hervor. Viele seien überrascht gewesen, dass sich Jugendliche für solch eine soziale Aufgabe engagieren. LKW und Bagger für den Sandaustausch wurden gestellt, immerhin waren hier rund 20 t Sand zu bewegen. Nachbarn boten von sich aus an, ihre Einfahrt zu nutzen, um besser an den Spielbereich heranzukommen. Parallel dazu begann eine Gruppe das Spielhaus zu renovieren, das sogar mit Musterziegeln für das Kirchendach neu eingedeckt wurde, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer hatte hier vermittelt und auch selbst zugegriffen, die Bänke wurden schließlich komplett erneuert. Auch Pinsel und Farben wurden weitgehend gestellt. Ein Schmuckstück wurde die Halle mit den munteren Fußballspielern an der Wand. Aus gespendetem Markisenstoff konnte zur Nachbareinfahrt sogar ein Sichtschutz in freundlich – hellen Farben gebastelt werden.
Über mangelnde Zuwendung während der 72 Stunden brauchten sich die Teammitglieder auch nicht zu beklagen. Freiwillige Helfer von außerhalb verstärkten zeitweise das Team, Bürgermeister Harald Ehrler kam vorbei und schaute nach dem Fortgang der Arbeiten, und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Waldbronner Gastronomen versorgten die KaOTen mit Warmem zum Mittag, Bäcker lieferten Brezeln und Wecken für Frühstück und Nachmittagspause.
Als Fazit zogen Beate Anderer und Volker Schwab schon am Samstag, rund 24 Stunden vor Beendigung der Aktion: "Wir sind fast fertig, nur noch Restarbeiten stehen an, die Hauptbrocken sind weg!" Der Außenbereich des Kindergartens St. Elisabeth in der Reichenbacher Josef – Löffler – Straße jedenfalls war nach diesem Einsatz fast nicht mehr wieder zu erkennen, wie auch Kindergartenleiterin Sigrid Ochs lobte, die sich aber nicht nur auf eine Beratungsfunktion beschränkte, sondern auch selbst mit Hand anlegte.

Fast fertig war das Spielhaus, als sich Bürgermeister Harald Ehrler vom Fortgang der Arbeiten überzeugte.