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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


06.10.2001 Anne-Frank-Schule: Schulhofgestaltung


Gemeinsam geht's besser, war das Motto am vergangenen Wochenende bei der Anne – Frank – Schule in Busenbach. Lehrer, Eltern und Schüler packten mutig das Projekt an, den Schulhof neu und naturnaher zu gestalten. Im ersten Durchgang war der obere Schulhof direkt vor der Anne – Frank – Schule jetzt dran. In einem zweiten und dritten Bauabschnitt sollen in den kommenden Jahren der untere Schulhof und der Innenhof folgen.
Eine naturnähere Gestaltung liegt dem Konzept der "Forschungsstelle für Spielraumgestaltung (FFS)" aus Hohenahr zugrunde, das Schule und Gemeinde gemeinsam ausarbeiteten. Da die Kosten für den gesamten Schulhofbereich in diesem Jahr im Haushaltsplan nicht eingeplant waren, werden die Umgestaltungsmaßnahmen jetzt auf mehrere Jahre verteilt.
Die Zielvorgaben aller Beteiligten wurden im Vorentwurf berücksichtigt. Umgesetzt werden sollte der naturnahe Spielbereich im Rahmen einer Bürgeraktion an den zwei Tagen des letzten Wochenendes. Die Schule stieß mit ihrer Bitte auf Mithilfe dabei nicht auf taube Ohren. Rund 100 Eltern, zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer und auch Schüler waren an beiden Tagen in die Aktion eingebunden, die von einem Bauleiter der Forschungsstelle vor Ort fachmännisch betreut wurde.
Die drei vorhandenen Bäume auf dem Schulvorplatz durften natürlich stehen bleiben. Nur ihre Baumscheiben wurden etwas erhöht modelliert und teilweise mit Holzbänken eingerahmt, um auch während der Pausen Sitzgelegenheiten zu schaffen. Und gerade diese Modellierungen machte den freiwilligen Helfern viel Arbeit, mussten doch die Betonsteine an die Rundungen einzeln angepasst werden, und so dominierte an beiden Tagen das Gekreische der Trennscheiben und hüllte das Ganze oft in einen Nebel aus Zementstaub.
Ein besonderes Schmuckstück, das zeigte sich schon im "Rohbau", wird der hintere Bereich des Schulhofs, wo der Hang abgegraben wurde, nachdem dort Sturm Lothar vor fast zwei Jahren schon "Platz" geschaffen und einige große Bäume gefällt hatte. Mit großen Findlingsblöcken aus Sandstein wurde der Hang kreisförmig ausgebildet und dabei entstand eine Mauer, die auch allerlei Tieren Unterschlupf gewährt. Der so entstandene Platz lässt sich auch gut als "Klassenzimmer im Freien" nutzen, aber auch zum Spielen, denn eine Tischtennisplatte wird hier ebenso ihren Platz finden, wie etwas weiter vorne zwischen den Bäumen, weshalb der gesamte Bereich auch den Arbeitstitel "Tischtennisbereich" erhielt. Der Weg aus dem Schulhof zum Brucknerweg ist jetzt teilweise "überdacht" mit einer Weinlaube, die ebenfalls im Rahmen der Aktion entstand.
Und allen Beteiligten hat diese Arbeit sichtlich Spaß gemacht. Da wurden Findlinge in das Gelände eingefügt, die Weinlaube zusammengebaut, Pflaster verlegt und Steine dafür zurechtgeschnitten. Hilfestellung gab eine Waldbronner Baufirma mit Geräten, Baggern und Lastern, mit denen das Material an die Baustelle gekarrt und körperlich schwere Arbeiten übernommen wurden. Einziger Wehmutstropfen bei manchen der Beteiligten: ob der doch ungewohnten Arbeiten zwackte so mancher Muskel, was aber letztlich durch die Freude über das gelungene Werk mehr als wett gemacht wurde.
Rektor Helmut Waldmann zeigte sich von dieser Resonanz überwältigt. Die Kosten für den jetzigen Bauabschnitt dürften bei etwa 80.000 DM liegen, wie er während der Frühstückspause erläuterte. Auch hier waren Eltern aktiv, kochten Kaffee, schmierten Brezeln und verabreichten den durstigen "Bauhandwerkern" Getränke.

Ein Schmuckstück verspricht der hintere Teil des Schulhaofs zu werden mit seiner Sandsteinmauer und der Laube im Hintergrund.