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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


30.09.2001 Evangelische Kirchengemeinde verabschiedete Pfarrerin


Abschied nahm am Erntedanksonntag die evangelische Kirchengemeinde Waldbronn, aber nicht nur sie, von Pfarrerin Sabine Jestadt. In den Dank für die Erntegaben war auch der Dank für die vier Jahre gewoben, die die Pfarrerin in Waldbronn wirkte. In den Gottesdienst eingebunden waren zudem fast alle kirchlichen Gruppen.
An der Orgel begleitete Guido Bähr die Gemeindelieder. Im Wechselgesang mit Martina Scherer wurde ein Psalm gesungen. Die Kinder brachten ein Erntedankspiel und mit einer Instrumentalgruppe unter Leitung von Wolfgang Seibold wurde ein Gemeindelied gestaltet. Mit zwei Liedern trug der Kirchenchor unter der Leitung von Detmar Tetzlaff zur Gestaltung des Gottesdienstes bei. Vor allem das zweite Lied, ein Gospel, veranlasste die Gottesdienstteilnehmer zu spontanem Applaus und Pfarrerin Jestadt stellte in der ihr eigenen Art spontanen Art fest: "Jetzt, wo ich gehe, fangt ihr an zu swingen!"
In vielen Grußworten schwang die Bewunderung für die Pfarrerin mit, die gemeinsam mit ihrem Mann eine übernommene Patenschaft ernst genommen hat und den Kindern eines verstorbenen Mitbruders aus Heidelberg die Wärme einer Familie erhalten will. In diese Bewunderung verknüpft war auch die Hoffnung, dass alle möglichst bald zu einer Familie zusammenwachsen.
Ihre Predigt zum Erntedankfest, wohl ihre letzte Predigt in Waldbronn, stellte Pfarrerin Jestadt zwischen Dank und durchaus kritischen Tönen zu Hektik und Katastrophen unserer Tage, von denen auch die Landwirtschaft nicht verschont blieb. Viele verstehen sich heute als "Schnäppchenjäger im Supermarkt des Lebens". Die "Schätze im Himmel" aus der Bergpredigt aber sind bleibende Werte, denn wer den Himmel verliert, verliert auch die Erde, gab die scheidende Pfarrerin ihrer Gemeinde zu bedenken.
Pfarrerin Sabine Jestadt prÄgte ihre Gemeinde mit großer ökumenischer Weite, stellte Dekan Paul Gromer bei seiner Verabschiedung fest. Davon zeuge auch der voll besetzte Kirchenraum an diesem Tag. Der Kirchenbezirk Alb – Pfinz nehme Abschied auch vom Ehemann Peter Kerner, der in vielfältiger Weise Dienste im Kirchenbezirk geleistet habe. Für die Kirchengemeinde Waldbronn dankte Gerda Ischen als Vorsitzende des Ältestenrats. Anfängliche Kritiker der Wahl seien schnell zu Bewunderern geworden, zumal Pfarrerin Jestadt für jede Altersstufe den richtigen Ton getroffen habe und so auch Kirchenfernen das Wort Gottes nahe brachte. In den Dank bezog sie auch Peter Kerner mit ein, der in vielfältiger Weise in der Gemeinde gewirkt habe.
Den Dank für die politische Gemeinde überbrachte Bürgermeister Harald Ehrler, der es bedauerte, dass er nur so kurz mit ihr zusammenarbeiten konnte. Für die drei katholischen Pfarrgemeinden stellte Hubert Kuderer die gute ökumenische Zusammenarbeit heraus. So wurde auf Initiative von Pfarrerin Jestadt das ökumenische Bildungswerk ins Leben gerufen.
Die Pfarrerin war ins Sozialnetz von Gemeinde und Kirchengemeinde tief eingebunden, stellte Dietmar Ulbrich vom Diakonieverein fest. Stets sei sie mit Vorschlägen und Ideen aktiv gewesen. "Wir werden ihr Wirken sehr vermissen", fasste Ulbrich zusammen. Für die Sterngemeinde Potsdam, mit der die evangelische Gemeinde Waldbronn eine Partnerschaft unterhält, überbrachte Gisela Kahle Grüße. H. Leue überbrachte die Wertschätzung der Kirchengemeinde Spielberg, die Pfarrerin Sabine Jestadt während einer einjÄhrigen Vakanz mit betreute.
In ihrem Schlusswort betonte die scheidende Pfarrerin, dass sie ein Gemeinde verlässt, "die ich lieb gewonnen habe". Das Wirken in einer Gemeinde sei auch abhängig davon, was einem an Konstruktivität und Sympathie entgegenbracht wird. Sie dankte vor allem dem Ältestenkreis, mit dem zusammen "Gemeinde gebaut werden konnte" unter seinen Vorsitzenden Hans Meyer und jetzt Gerda Ischen.. Sie hob auch die gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde hervor, und nannte dabei stellvertretend Bürgermeister Harald Ehrler und seinen Amtsvorgänger Martin Altenbach, beide Teilnehmer am Gottesdienst. Auch mit den katholischen Kirchengemeinden habe es ein jederzeit gutes Miteinander gegeben. Der Erntedanktag klang mit einem Gemeindefest in allen Räumen des Gemeindezentrums aus.

Mit einem Bild verabschiedete Gerda Ischen, Vorsitzende des Ältestenkreises, Pfarrerin Jestadt (rechtes Bild). Für den Kirchenbirk Alb – Pfinz verabschiedete Dekan Paul Gromer die Waldbronner Seelsorgerin.