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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


19.09.2001 "Brunnenplatz" erhielt Zuschlag


Die Namensgebung für den neuen Platz in der Reichenbacher Ortsmitte stand jetzt im Waldbronner Gemeinderat auf der Tagesordnung. Entstanden war der Platz als Folge der Kanal- und Straßensanierung in der Friedenstraße. Noch unter Bürgermeister Martin Altenbach kam die Idee auf, im Zuge dieser großen Baumaßnahme die Einmündung der Kronen- in die Stuttgarter Straße zu verschwenken. Einmal konnte damit die Kreuzung beim Gasthaus "Engel" entschärft werden, zum anderen schuf man Platz, um eventuell an der Einmündung Stuttgarter- in die Pforzheimer Straße einen Kreisel bauen zu können.
Gegen mannigfache Widerstände zogen Gemeindeverwaltung, Planer und Gemeinderat das Bauvorhaben durch. Bei den Abstimmungen dazu ging das Für und Wider oft quer durch die Fraktionen und Gruppierungen. Nachdem die Maßnahme aber jetzt abgeschlossen ist, zeigte sich, dass die Gemeindeverwaltung mit ihrer Idee richtig lag, denn im Herzen Reichenbachs ist ein Platz entstanden, der zur Aufwertung des Ortsmittelpunkts beiträgt.
Im Vorfeld hatte die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Reichenbach Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der Namensfindung zu beteiligen und gab mit "Lindenplatz", "Kronenplatz", "Dorfplatz" und "An der alten Weide" selbst vier Namen vor. Jeder konnte aber auch eigene Vorschläge unterbreiten.
Dem Gemeinderat lag nun eine Liste mit 302 Vorschlägen zur Entscheidung vor. Eindeutige Favoriten der Bürgerinnen und Bürger waren dabei "Brunnenplatz", "Dorfplatz", "Kronenplatz" und "Lindenplatz". Aber auch "Kirchplatz", "Martin-Altenbach-Platz" und Pfarrer-Kast-Platz" fand sich unter anderen bei den Vorschlägen.
Die Aussprache des Gemeinderats eröffnete Helmut Völkle (CDU) mit einem Ja der CDU zum "Brunnenplatz". Der Name sei auch historisch gesichert, da an dieser Stelle früher Wasser für Mensch und Tier geschöpft wurde. "Brunnenplatz" sei ein guter Bezug, so Franz Masino (SPD). Wasser spiele in Reichenbach schon seit jeher eine besondere Rolle, erinnerte er an die Thermalbohrung aber auch daran, dass das Symbol für Wasser auch im Reichenbacher Wappen vorkam. "Als Nicht – Einheimischer werde ich mich dezent zurückhalten", so Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen), mit "Brunnenplatz" könne er aber durchaus leben. Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) sah die Gemeinde mit dem Namen auf der sicheren Seite und hoffte, dass der derzeitige Brunnen dort auch stehen bleibe. Bürgermeister Harald Ehrler wies vor der Abstimmung noch darauf hin, dass der neue Name nur für den Platz gelte, die bisherigen Straßenbezeichnungen und die Hausnummern der Anwohner änderten sich nicht. Dem neuen Namen stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.