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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


26.10.1999 Wasserschutzgebiet Alb - Pfinz


sitzend von links: Karl-Heinz Müller, Christof Stallmann (Kinder- und Jugendheim Sperlingshof), BM Martin Altenbach, BM Wolfgang Gehring (Keltern), BM Wolfgang Oechsle (Remchingen), BM Rudi Knodel (Karlsbad); stehend von links: BM a.D. Alfred Seeger (Karlsbad), BM a.D. Ebel (Singen), Ortsvorsteher a.D. Walter Rohrer (Karlsruhe-Wettersbach),


Zweckverband Wasserversorgung Alb – Pfinz:
Wasserschutzgebiet Pfinztal beantragt


Der Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz beantragte federführend für die beteiligten Gemeinden die Ausweisung eines Wasserschutzgebietes Pfinztal beim Landratsamt Enzkreis. Von den Bürgermeistern aller beteiligten Gemeinden wurde der Wasserzweckverband jetzt ermächtigt, das Wasserschutzgebiet zu beantragen, das eine Fläche von rund einem Quadratkilometer umfasst. Gleichzeitig entfällt das vorhandene Wasserschutzgebiet Axtbachtal, da die Wasserfassungen der Rohrwiesenquelle und der vorderen, mittleren und hinteren Blumenstielquelle von den Betreibern, der Gemeinde Karlsbad, der Gemeinde Straubenhardt und des Zweckverbandes Mannenbach-Wasserversorgung zur Zeit nicht mehr genutzt werden, sondern nur als Notwasserversorgung dienen.
Wie bei der Unterzeichnung zu erfahren war, sollen folgende Brunnen in das Wasserschutzgebiet aufgenommen werden: vom Wasserversorgungsverband Oberes Pfinztal die Brunnen 1 und 2 im Gewann Ober Bruch auf der Gemarkung Ellmendingen beim Kinder- und Jugendheim Sperlingshof der Brunnen II, im Gewann Ringau auf der Gemarkung Ersingen. Einbezogen werden sollen auch die beiden Brunnen im Gewann Brunhelden der Gemeinde Remchingen – Wilferdingen. Der Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz will die insgesamt vier Tiefbrunnen in den Oberen Wiesen in Wilferdingen und den Frauenwaldwiesen in Nöttingen einbezogen wissen.
Federführend ist der Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz. Er versorgt die Einwohner der folgenden Orte mit dem notwendigen Trinkwasser (in Klammer die jeweilige Zahl der Einwohner): Karlsbad – Auerbach (1866), Karlsbad – Mutschelbach (1788), aus Karlsruhe die Höhenstadtteile Grünwettersbach (4115), Hohenwettersbach (1998), Palmbach (1727), Stupferich (2795), Pfinztal – Kleinsteinbach (2202), Remchingen – Darmsbach (604), Remchingen – Singen (3664), Waldbronn – Busenbach (5325) und Waldbronn – Reichenbach (5120) mit zusammen 33.202 Einwohnern.
Für die Seewiesenquellen wurde am 18. Februar 1970 der Antrag beim Regierungspräsidium gestellt. Die bau- und wasserrechtliche Erlaubnis zur Errichtung von 4 Tiefbrunnen zur Förderung von Grundwasser wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe mit Bescheid vom 18. Juli 1974 erteilt. Die Erlaubnis ermöglicht eine Grundwasserförderung von maximal 8.640 m3 pro Tag, dies entspricht 2.200.000 m3 pro Jahr bzw. 100 l/s. Am 13. Oktober 1977 fand die erste Ortsbegehung mit dem Wasserwirtschaftsamt Freudenstadt und dem Geologischen Landesamt Freiburg statt.
In der Folgezeit wurden verschiedene hydrogeologische, isotopenhydrologische und geoelektrische Untersuchungen vom Zweckverband in Auftrag gegeben. Zweck war, die genaue Abgrenzung der Schutzzone II zu erhalten. Grund war der mögliche Standort einer Siedlungsabfalldeponie des Enzkreises im Bereich „Bärengrund“ der Gemeinde Remchingen. Im Rahmen der raumordnerischen Beurteilung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe im Februar 1993 wurde dann aber ein anderer Standort als günstigste Lösung festgestellt.
Nach einem letzten Markierungsversuch (Färbversuch) im Sommer 1995 und geoelektrischen Untersuchungen im Februar 1998 konnte letztendlich im Frühjahr 1998 Einigung zwischen den Verbandsgutachtern und dem Geologischen Landesamt Freiburg hinsichtlich der Abgrenzung der einzelnen Schutzzonen erzielt werden. Die Verbandsversammlung stimmte der Schutzzoneneinteilung am 29. April 1998 zu und beauftragte das Ingenieurbüro Leuze in Karlsruhe mit der Erstellung der Schutzgebietsunterlagen.
Da im vorgesehen Wasserschutzgebiet auch die Wasserfassungen des Kinderheims Sperlingshof und des Wasserzweckverbandes Oberes Pfinztal liegen wurde der Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz vom Landratsamt Enzkreis gebeten, die Schutzgebietsunterlagen für den gesamten Bereich federführend zu erstellen. Ebenso bedarf es der Zustimmung der Gemeinde Karlsbad, der Gemeinde Straubenhardt und des Zweckverbandes Mannenbach-Wasserversorgung, da das bestehende Wasserschutzgebiet Axtbachtal, wegen Stilllegung der Rohrwiesenquelle und der Blumenstielquellen, aufgehoben werden soll.