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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


29.08.2001 Waldbronner Woche: Varieteabend


Seit drei Jahren gibt es in der Waldbronner Woche den Varieteabend. Organisiert wird er von dem gebürtigen Waldbronner Andy Gebhardt, selbst ein Jongleur von hohen Graden. In diesem Jahr allerdings machte >Gebhardt selbst eine Pause, und überließ die Bühne seinen Kolleginnen und Kollegen. Und was sie zu bieten hatten, begeisterte das Publikum im schon Tage vorher ausverkauften Saal des Kulturtreff Waldbronn.
Als Conferencier stimmte Andreas Römer zunächst das Publikum auf die Darbietungen ein, trieb dabei Scherze mit einzelnen Zuschauern –"Heinz bleibt sitzen, höchstens Barbara darf aufstehen"- und kündigte die Künstler an. Dass aber Römer viel mehr zu bieten hat, bewies er mit seinen virtuosen Nummern als Bauchredner. Ob er Zwiesprache hielt mit einer Zigarette –"Mach mich nicht an"-, die er dann im Jackett von Hartmut, einem Zuschauer, ausdrückte, ohne natürlich eine Spur zu hinterlassen, oder mit seinen Puppen, einem Krokodil und später Käpt'n Hansen, das Publikum wusste nicht, ob es mehr über die gelungene und humorvolle Darbietung lachen oder ob der Virtuosität staunen sollte.
Mit im Programm waren auch zwei leibhaftige Weltmeister der Zauberkunst. "Junge, Junge" aus Stuttgart eroberten diesen Titel 1997 mit ihrer verblüffenden Nummer vom "Engländer in New York", in die sie so ziemlich alle Bereiche der Magie gepackt hatten und dies mit spielerischer Leichtigkeit präsentierten. Schuhe wechselten blitzschnell ihre Farbe, Geld wurde gestohlen und aus einer brennenden Geldbörse wieder hervorgezaubert, der Kopf wurde um 360 Grad gedreht und durch einen Kasten mit Dolchen "durchbohrt", die wie aus dem Nichts plötzlich in der Hand des Akteurs lagen. Was Wunder, dass das Publikum vor Begeisterung ebenso tobte wie beim zweiten Auftritt von Junge, Junge" mit ihrer Nummer "Hut hoch drei".
Aber auch Bruce Wilson, ein Schotte, gewann mit seinen Jonglagen schnell die Herzen der Zuschauer, zumal sie leicht und charmant präsentiert wurden. Zeigte er im ersten Teil, was mit einem –oder auch zwei- Diabolo alles anzustellen ist, so erwies er sich im zweiten Teil als "Herr der Ringe". Vierte im Bunde war die Griechin Dorice Arsenopolou. Sie zauberte zunächst mit einem Bauchtanz mit Schleiern orientalisches Flair auf die Bühne des Kulturtreff, um sich im zweiten Teil mit Tuchakrobatik bis in die Höhe des obersten Gebälks im Kulturtreff zu schwingen. Auch hier schauten die Zuschauer fasziniert und staunend der Gewandtheit zu, mit der die Künstlerin ihr "Arbeitsgerät" beherrschte.
Insgesamt ein Abend, bei dem die Zuschauer wieder ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten. "Weltklasse" war denn auch eines der am meisten gehörten Urteile über diesen "zauberhaften" Abend. Unter dem Beifall aller überreichte zum Schluss Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle den Künstlern Blumen und Weinpräsente.

Andreas Römer mit seinem sprechenden Krokodil, seinem Bodyguard. Tuchakrobatik bis unter die Decke des Kulturtreff zeigte Dorice Arsenopolou.