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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


18.07.2001 Ausschuss für Umwelt und Technik: Straßenbahn


Auf der kürzlichen Klausurtagung in Gleiszellen in der Pfalz von Amtsleitern und Gemeinderäten der Gemeinde Waldbronn nahm die neue Straßenbahntrasse in die neue Ortsmitte zum Rathausmarkt breiten Raum ein. Was bisher zunächst eher unter "Vision 2020" gehandelt wurde, erhielt durch die Aussagen von Direktor Dieter Ludwig von KVV/AVG schnell hohe Aktualität.
So befasste sich jetzt bereits der Ausschuss für Umwelt und Technik mit der Materie und vergab einstimmig den Planungsauftrag für diese Trasse an das Ingenieurbüro Horst Hilcher aus Remchingen. Kosten wird diese Planung 281.000 Mark.
In wenigen Jahren soll die Straßenbahn in die Ortsmitte fahren. Auf der Klausurtagung der Gemeinderäte stellte Direktor Dieter Ludwig eine völlig neue Variante vor, die die Chance auf eine schnelle Verwirklichung habe. Sie wird bis Bahnhof Reichenbach auf der bisherigen Trasse bleiben und hinter der Albert - Schweitzer - Schule von der Strecke nach Karlsbad abzweigen und über Friedhof, Talstraße den Rathausmarkt erreichen. Am Ende der Talstraße ist im Wald dann eine Wendeschleife geplant. Vorgesehen ist, dass die S 12, die bisher in Ettlingen endet, dann bis Waldbronn verkehrt. Kosten wird die 2,5 km lange Strecke einschließlich der fünf vorgesehenen Haltestellen rund 27 Millionen DM.
Bürgermeister Harald Ehrler betonte im AUT, dass die Vorplanung die Gemeinde zu erbringen habe. Im Haushaltsplan seien bereits Mittel eingestellt, zudem genieße das Projekt höchste Priorität. Die Planung solle im September oder Oktober der Bevölkerung vorgestellt werden. Dazu sei auch geplant, mit einem Sonderzug Orte anzusteuern, wo die Stadtbahn mitten durch den Ort fahre, und dort sei auch Gelegenheit, mit Bürgern zu sprechen. Danach solle dann das Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Durch die Änderung der Trassenführung sei eine Kostenreduzierung von 70 auf 27 Millionen erreicht worden. Planungsamtsleiter Winfried Krutzsch erläuterte die beiden Abschnitte der Planung und die Zusammensetzung der Kosten.
Die Gemeinderäte zeigten sich von der neuen Planung begeistert, so Joachim Lauterbach (CDU) und wollten den "Schwung aus der Pfalz nicht bremsen", so Franz Masino, zumal die alte Trasse zugunsten Etzenrots erhalten bleibe. Die Planung offensiv zu vertreten verlangte Heribert Purreiter (Bündnis90/DieGrünen), da in der Bevölkerung Ängste vorhanden seien, die es abzubauen gelte.
Ein Antrag von Bernd Bull, einen Abzweig der Spielberger Linie nach Etzenrot zu prüfen, fand keine große Gegenliebe. Günther Bauer (SPD) appellierte an seine Kollegen "auf dem Boden zu bleiben", und auch Bürgermeister Harald Ehrler mahnte: "Bauen Sie keine Luftschlösser!", sagte aber immerhin zu, die Möglichkeit prüfen zu lassen. Den Planungsauftrag für die Straßenbahntrasse durch Waldbronn vergaben die Gemeinderäte dann einstimmig, während der Antrag Bull keine Mehrheit fand.