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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


25.08.1999 VHS erhält Bilder von Mia Leinberger


Zwei Bilder schenkte Mia Leinberger – Rehmann (Mitte) der VHS Waldbronn. Geschäftsstellenleiterin Jutta Krämer und VHS – Leiter Herbert Masino nahmen die Bilder der be-kannten Künstlerin entgegen.

Volkshochschule Waldbronn:

Mia Leinberger schenkte VHS Bilder


Ein „Stilleben“ und ein „Blumenbild“ übereignete die bekannte Karlsruher Male-rin Mia Leinberger – Rehmann der Volkshochschule Waldbronn. Beide Werke werden ihren Platz im „Mia – Leinberger – Zimmer“ im Erdgeschoss des Kul-turtreff Waldbronn finden, wie Leiter Herbert Masino betonte. Er wies auch darauf hin, dass im Kulturtreff Räume nach bekannten Künstlern benannt wur-den, die eine Beziehung zu Waldbronn haben. Als Beispiele nannte er das „Meinrad – Lehmann – Zimmer“ und den „Peter – Paal – Raum“. Gleichzeitig dankten er und Geschäftsstellenleiterin Jutta Krämer für die Übergabe der bei-den Bilder.
Wie die 1917 geborene Künstlerin erzählte, fand sie bei einem ihrer letzten Besuche das „Mia – Leinberger – Zimmer“ einfach noch zu leer und entschloss sich spontan, den beiden Bildern, die dort bereits hängen, noch zwei weitere hinzuzufügen. Dabei ist eines der bisherigen Bilder Lieblingsbild, wie sie versi-chert, den „Hasenstall“ habe ihr Bürgermeister Martin Altenbach anlässlich ei-ner Ausstellung im Kurhaus „abgeluchst“. Bei der Übergabe hatte sie allerdings noch eine freie Wand ausgemacht, an der demnächst ein Bild von ihr hängen soll. Nach Wunsch von Herbert Masino soll es ein Motiv aus den Heimatstuben sein, in denen Mia Leinberger im Herbst Motive suchen und künstlerisch fest-halten will.
Ihre Beziehung zu Reichenbach schildert die Künstlerin lebendig und tempe-ramentvoll. In Freiburg geboren kam sie mit einem Jahr nach Reichenbach, dem Geburtsort ihrer Mutter. Hier verbrachte sie bis zum 18. Lebensjahr ihre Kindheit und Jugend. Sie lernte zunächst Schneiderin, legte die Meisterprüfung ab, und da es schon von früher Kindheit an ihr Wunsch war, zum Theater zu gehen, wurde sie Kostümbildnerin mit abgeschlossener Prüfung. Gerade über ihre Reichenbacher Jugendjahre weiß Mia Leinberger noch manche Ge-schichte zu erzählen, die es wert wäre, aufgeschrieben zu werden.
Aber bereits 1941 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Nach Kriegsende schlossen sich weitere Studien bei Rolf Lang, Au-gust Kutterer und Oskar Hagemann an. Studienaufenthalte führten sie nach Südfrankreich, England und Italien. Studienreisen, die intensiv zum Malen ge-nutzt wurden, hatten ihre Zielorte in Deutschland, Frankreich, Jugoslawien, Spanien, Nordamerika, Senegal, Türkei und vor allem Nordafrika, wo Djerba eines ihrer Lieblingsziele war. In Kürze bricht sie zu einer Malreise in die Arde-che auf.
Mia Leinberger kann auf eine stolze Reihe von Ausstellungen in Deutschland, in Karlsruhe, Frankfurt, Freiburg Bauschlott und Ludwigshafen, um nur einige zu nennen, und im Ausland unter anderen Paris, Nancy und Athen zurückbli-cken. Immer wieder wurden von ihr Bilder angefordert, gerade auch zu Grup-penausstellungen. 1969 erhielt sie bei der Ausstellung „Floralies Internationa-les“ die Medaille der Stadt Paris, 1976 durfte sie sich über die Medaille des „Cercle international de l’Art Contemporain“ freuen.
Die Volkshochschule Waldbronn jedenfalls, und das machten Jutta Krämer und Herbert Masino deutlich, schätzt sich glücklich, Werke einer so berühmten Künstlerin, die zudem noch ihre Wurzeln in Reichenbach hat, in ihrem Domizil, dem Kulturtreff, zu haben. Sie werden mit dazu beitragen, das „Mia – Leinber-ger – Zimmer“ zu einem besonderen Anziehungspunkt zu machen.