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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


20.06.2001 Kurparksee wird saniert


Ein Problemkind ist seit langem der Kurparksee. Vor allem während der warmen Jahreszeit strömen von ihm Gerüche aus, die nicht gerade für einen Kurpark typisch sind. Sie sind aber auch ein Zeichen dafür, dass es mit der Was-serqualität im Kursee nicht zum Besten bestellt ist. Zurückzuführen ist diese Mi-sere auf mehrere Ursachen. Der geringe Zufluss macht den Kursee praktisch zu einem stehenden Gewässer. Entenkot und das eingeworfene Futter faulen auf dem Grund des Sees vor sich hin, Pflanzen gibt es so gut wie keine in dem Ge-wässer. Die Fontaine bringt zwar etwas Sauerstoff in den See, aber nicht ausrei-chend.
Bei der Überprüfung möglicher Sofortmaßnahmen, unter anderem war zeitweilig auch eine zweite Fontaine im Gespräch, stieß die Gemeinde auf die Firma Steu-ernagel, die für solch problematische Gewässer ein System entwickelt hat, das sich andernorts bereits bewährt hat. So rückten vergangene Woche ein Bagger und Arbeiter der Gemeindegärtnerei im Kurpark mit einem Bagger an, entfernten den gröbsten Schlamm vom Untergrund, um dann Pflanzen einbringen zu kön-nen.
Vor Ort war auch Bürgermeister Harald Ehrler. um sich über die Arbeiten und die Wasserqualität im Kursee zu informieren. Dabei erläuterte Wolfgang Steuernagel dem Bürgermeister zunächst die Ausgangssituation. Die Sanierungsmaßnahmen im Kurparksee seien dringend erforderlich, da der See zur Zeit biologisch inaktiv ist. Das äußere sich unter anderem in der schlechten Wasserqualität bis hin zu einem Umkippen des Wassers, Algenteppichen und großen Ansammlungen von sich im Fäulniszustand befindlicher Biomasse als Schlamm am Gewässergrund. Außerdem ist der Gestank, der durch den anaeroben Fäulniszustand entsteht, recht erheblich.
Aus diesem Grund habe sich die Gemeinde entschlossen, eine entsprechende Sanierungsmaßnahme mit dem System "Biwacon“ einzuleiten. Als begleitende Maßnahmen werden entsprechend geeignete Wasserpflanzen, sozusagen als natürlicher Biomasse - Entsorger oder Pflanzenklärung einzusetzen. Des weite-ren wurde soll mit Warntafeln auf ein Verbot hingewiesen werden, die Enten zu füttern. Der permanente Eintrag durch diese zusätzlich in den See gekommenen Nährstoffe in Verbindung mit den Exkrementen der Enten sei der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass "zum Überlaufen" gebracht habe.
Da in dem See keine natürliche Wasserumwälzung stattfinde, müsse die Entsor-gung der überschüssigen Nährstoffe komplett über die Wasserbiologie mit Mikro-organismen und Bakterien sowie Kleinstlebewesen erfolgen, die die Reinigungs-arbeit verrichteten. An diesem Punkt kam das innovative System "Biwacon" der Firma "Wolfgang Steuernagel, Bio - Umwelttechnik" ins Spiel. Dieses System Biwacon bringe die Seebiologie wieder ins Gleichgewicht. So komme es im Zusammenspiel mit den anderen begleitenden Maßnahmen wie Bepflanzung, Fütterungsverbot, Belüftung zu einer Aktivierung der gesamten Seebiologie.
Dabei hat die Firma Steuernagel schon vor einigen Jahren entdeckt, dass spe-zielle Wellenlängen mit bestimmten Frequenzen eine äußerst positive Wirkung auf Zellen ausüben., da sie die Leistung, Aktivität und Gesundheit, sowie die Vermehrungsbereitschaft aller Arten von Zellen fördern.
So wurde von Steuernagel das System "Biwacon" entwickelt. Im Prinzip ist es ein Sender, der diese speziellen Signale an seine nähere Umgebung, in diesem Fall an die im Wasser befindlichen Lebewesen abgibt. Die biologischen Stoffwechsel-vorgänge werden dadurch wesentlich verbessert und unter anderem die im Schlamm gebundenen Nährstoffe optimal verarbeitet. So werden die Fäulnispro-zesse reduziert und die gewünschte Verrottungsprozesse gefördert. Pro 0,5 Hektar wird mindestens ein "Biwacon" System zur Aktivierung der Biologie benö-tigt.
Die vorher im Schlamm gebundenen Nährstoffe werden durch die biologische Aktivierung für Pflanzen verfügbar gemacht und können direkt aufgenommen und verwertet werden.
Das bedeutet aber, die Nährstoffe, die früher im See als Schlamm angefallen sind und mit teuren Ausbaggerungsmaßnahmen entsorgt werden mussten, werden jetzt durch die Aktivierung von "Biwacon" als Pflanzen - Biomasse durch die in den See integrierten Pflanzen und deren gutes Wachstum größtenteils gebunden. Nährstoffe, die so als pflanzliche Biomasse anfallen, sind relativ leicht und preis-wert zu entsorgen.
Damit einher geht im Laufe der Zeit eine wesentliche Verbesserung der Wasser-qualität. Der Spaziergänger nimmt ja nur einen winzigen Teil, nämlich die opti-sche Wasserqualität wahr. Um diese aber dauerhaft zu gewährleisten, bedarf es einer kompletten ganzheitlichen Sanierung, die auch die Altlasten, sprich den Schlamm einbezieht.


Bürgermeister Harald Ehrler (links) ließ sich von Wolfgang Steuernagel von der gleichnami-gen Biotechnik - Firma den ph-Wert einer Wasserprobe erläutern. Der Stab auf dem Boden ist der Sender des "Biwacon" - Sys-tems.