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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


15.06.2001 VHS Waldbronn in Berlin


Erkundet wurde auch der neue Potsdamer Platz.
Die deutsche Bundeshauptstadt ein wenig näher kennen zu lernen, fuhren die Teilnehmer des Kurses 67 der Volkshochschule Waldbronn nach Berlin. Und dieses Vorhaben gelang, wenn auch teilweise etwas anstrengender als gewohnt, denn Reiseleiter und Berlinführer Helmut Zahnleiter hatte es sich zum Ziel gesetzt, "seine Berliner" die alte Reichshauptstadt nicht vom Rundfahrtbus aus erleben zu lassen, sondern geschichtsträchtige Stätten, und davon hat Berlin mehr als genug, unmittelbar zu erfahren.
Eigentlich begann die Berlinfahrt aber schon 14 Tage vorher im Waldbronner Kulturtreff. Dort trafen sich die Teilnehmer, um Details über die Reise zu erfahren. Sie erhielten auch detaillierte Pläne für die "Abendunterhaltung", die mit insgesamt 25 Vorschlägen für die vier Abende von Oper über Schauspiel, Revue, Musical bis hin zu politischen Kabarett für jeden etwas bereithielten, und gleichzeitig für die Vielfalt im kulturellen Leben Berlins zeugten.
Gleich am ersten Abend nach der Anreise stand ein Bummel über den Kurfürstendamm bis zum Adenauer - Platz auf dem Programm. Nach einer kurzen U - Bahnfahrt war das Europa - Center auf dem Tauentzien die nächste Station. Hier wurde vor allem die Wasseruhr bestaunt, gerätselt, wie sie funktioniert und die Zeit abgelesen. Letzter Punkt war dann die Kaiser - Wilhelm - Gedächtniskirche, ehe in gemütlicher Runde nahe beim Hotel der erste Tag ausklang.
Am Sonntag stand dann ein Rundgang durch Kreuzberg auf dem Programm. Dabei lernten die Berlinfahrer die verschiedenen Sanierungsarten und -zeiten aus eigener Anschauung kennen. Besonders beeindruckt waren alle von den geglückten Sanierungen rund um den Chamissoplatz, ehe erstmals Berlin aus etwas luftigerer Höhe vom Kreuzberg -62 m hoch- betrachtet wurde. Gekrönt wird die höchste natürliche Erhebung Berlins mit dem von Schinkel gestalteten Denkmal zur Erinnerung an die Napoleonischen Befreiungskriege. Auch der derzeit einzige Berliner Weinberg wurde nicht ausgelassen, wo der "Kreuz - Neroberger" wächst. Flughafen Tempelhof und Luftbrückendenkmal waren weitere Stationen, die dann mit der U - Bahn angesteuert wurden. Leider machte das Wetter durch das weitere Programmvorhaben -East - Side - Gallery- einen Strich durch die Rechnung. Das Museum für Technik und Verkehr am Gleisdreieck war aber mehr als ein Ersatz.
Brandenburger Tor, Pariser Platz, Unter den Linden, Gendarmenmarkt waren einige Stichpunkte für den Montag Morgen, der schließlich endete am Lustgarten, vorbei am Außenministerium, der Friedrichswerderschen Kirche und dem ehemaligen Staatsratsgebäude und der Neuen Wache. Am Nachmittag wurde dann das neue Regierungsviertel rund um den Reichstag näher unter die Lupe genommen. Auch im Plenarsaal waren die Waldbronner VHS - Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Gast und erfuhren dort in einem Vortrag interessante Details über das Gebäude und die Arbeit des Parlaments. Diesen Termin hatte das Berliner Büro von MdB Klaus Bühler vermittelt. Die Kuppel war zwar leider wegen Reinigungsarbeiten geschlossen, die Terrasse konnte aber nach dem Vortrag besucht werden. und entschädigte mit einem phantastischen Überblick über Berlin.
Der Dienstag begann wieder in der Friedrichstraße. Stationen waren hier das ehemalige Reichsluftfahrtministerium, das heute das Finanzministerium beherbergt, und dem Preußischen Herrenhaus, dem Sitz des Bundesrats in Berlin. Erkundet wurden dann die verschiedenen Zentren des Potsdamer Platzes bis hin zu Sony - Center und den Arkaden. Am ehemaligen Mauerverlauf ging es mit dem Gelände in der Wilhelmstraße, dem ehemaligen Sitz von SD und Gestapo, an dunklen Stellen deutscher Geschichte entlang, die in der "Topografie des Terrors dokumentiert sind. Aber auch das Berliner Abgeordnetenhaus, der ehemalige Preußische Landtag, lag an diesem Weg, der dann am ehemaligen "Checkpoint Charlie" endete. Der Nachmittag gehörte dann einem Einkaufsbummel durch das "Kaufhaus des Westens", das "KdW", auch weil draußen wegen allzu heftiger Regenschauer nichts mehr ging. Am Abend aber hatte sich der Himmel aufgehellt, so dass die große Revue im Friedrichstadt - Palast mit dem beziehungsreichen Titel "Revue Berlin" trockenen Fußes erreicht werden konnte.
Vom Nikolai - Viertel bis zum Alexander - Platz, vorbei am Roten Rathaus und der Marienkirche, führte der Weg am Mittwoch Vormittag. Wer wollte, konnte auch auf den Fernsehturm fahren und bei herrlicher Sicht Berlin aus 203 m Höhe in Augenschein nehmen. Vom Alexander - Platz ging es dann mit der S - Bahn nach Potsdam, wo bereits das Potsdammobil zur Schlösserrundfahrt wartete. Dabei wurden unter der sachkundigen und humorigen Führung von Frau Lang fast alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten der brandenburgischen Hauptstadt angesteuert. Den Schlusspunkt setzte dann ein Spaziergang durch den Schlosspark mit Schloss Sans Souci und dem Chinesischen Teehaus.
Am Donnerstag war dann vor der Rückfahrt mit dem ICE noch Gelegenheit, Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Teilnehmer besuchten eine Ikonen - Ausstellung in der Nikolai - Kirche, das Pergamon - Museum oder auch den Zoo unmittelbar am Bahnhof.
Einig waren sich abschließend alle, dass sie eine interessante Berlinreise erlebt hatten, mit vielen neuen Eindrücken und, wie es einer der Teilnehmer formulierte "mit einer hervorragenden Betreuung".

Treffpunkt auch diesmal unter der Weltzeituhr am Alexanderplatz (linkes Bild). Besuch am Chinesischen Teehaus Friedrichs des Großen im Schlosspark bei Sans Souci in Potsdam.