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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


03.06.2001 Primiz in Etzenrot


Zum zweiten Mal innerhalb von vierzehn Tagen konnte eine der drei Waldbronner Pfarrgemeinden einen Primizgottesdienst feiern. War vor zwei Wochen in der Pfarrgemeinde St. Katharina Busenbach die Freude groß, als Tobias Merz seinen ersten Gottesdienst feierte (wir berichteten), so war am Pfingstsonntag Etzenrot der Mittelpunkt. Die Freude in der Pfarrgemeinde Herz - Jesu war um so größer, als mit Reinhart Fritz erstmals ein Neupriester aus der Gemeinde selbst Primiz feiern konnte.
Zum Primizgottesdienst zog der Neupriester unter den Klängen des Musikverein "Harmonie" Etzenrot und begleitet von den Fahnenabordnungen der Etzenroter Vereine in die Pfarrkirche ein. Unterstützt wurde er bei seinem Gottesdienst durch die beiden Waldbronner Seelsorger Joachim Greulich und Bernd Peisker, die ehemaligen Etzenroter Pfarrer Ehrenbürger Meinrad J. Lehmann und Manfred Helfrich, Pfarrer Johannes Brandt aus Lantershofen, Direktor Dr. Philipp Müller aus St. Peter, P. Leonhard Sexauer OSB aus der Abtei Mariastein, die beiden Neupriester und Kurskollegen von Reinhart Fritz, Tobias Merz und Michael Teipel sowie Diakon Marcus Gut aus Bad Säckingen. Mit beim Einzug dabei auch Pfarrerin Reinhild Prautzsch von der evangelischen Kirchengemeinde Waldbronn, die auf ausdrücklichen Wunsch von Reinhart Fritz die Lesung übernommen hatte und so in ökumenischer Gemeinsamkeit an der Liturgie beteiligt war. Der Gemeindegottesdienst wurde mit gestaltet durch den Kirchenchor Reichenbach - Etzenrot unter der Leitung von Willi Becker, Andreas Rütschlin, Rottenburg, an der Orgel und Martina Scherer als Kantorin.
Die Predigt hielt P. Leonhard Sexauer aus der Schweizer Benediktiner Abtei Mariastein, auf ausdrücklichen Wunsch des Neupriesters als Gemeinde- und nicht als Primizpredigt. Er knüpfte an das Pfingstwunder an. Mit dieser "Initialzündung" habe eine "Erfolgsstory ohne Gleichen" begonnen. An Pfingsten aber solle sich jeder fragen, wo ihn der Heilige Geist hinstellen wolle. Wo diese Frage beantwortet werde, sei Kirche lebendig. Nach dem Primizsegen, erteilt von allen drei Neupriestern, dankte Reinhart Fritz allen, die mit dazu beigetragen haben, dass dieser Gottesdienst gefeiert werden konnte.
Die Pfarrgemeinde mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Ulrike Kunz an der Spitze, war schon lange aktiv, um den Tag der Primiz vorzubereiten. Überlegt wurde das Primizgeschenk und man einigte sich auf ein Messgewand, das in der liturgischen Pfingstfarbe Rot gehalten und vom Primizianten beim Gottesdienst bereits getragen wurde. Prächtig geschmückt waren die Kirche und ihre Umgebung. Den Weg vor dem Hauptportal zierte ein farbenfroher Blumenteppich, nach dem Gottesdienst fand vor der Kirche ein Empfang statt, den ebenfalls der Musikverein umrahmte, und bei dem viele die Gelegenheit wahrnahmen, dem Neupriester ihre persönlichen Glück- und Segenswünsche auszusprechen.
Am Nachmittag war dann im Saal des Gesellschaftshauses ein Empfang bei Kaffee und Kuchen zu dem Vorsitzende Ulrike Kunz zahlreiche Gäste und Mitglieder der Pfarrgemeinde begrüßen konnte. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag durch den Gesangverein "Constantia" Etzenrot unter der Leitung seines Dirigenten Mathias Behrends mit vier Liedvorträgen.
Pfarrer i.R. und Geistlicher Rat Ehrenbürger Meinrad J. Lehmann erinnerte daran wie das Ehepaar Fritz nach Etzenrot kam. Der seinerzeitige Ettlinger Chorleiter Ludwig Karle, ein gebürtiger Etzenroter, habe den damals noch in Spessart wohnhaften Vater des heutigen Neupriesters für die verwaiste Organistenstelle empfohlen. Bald danach sei das Ehepaar Fritz auch nach Etzenrot gezogen: "Und nun wissen Sie, warum die Primiz heute in Etzenrot und nicht in Spessart stattfindet!" so der ehemalige Etzenroter Seelsorger. Reinhart Fritz, so erinnerte sich Pfarrer Lehmann weiter, sei 1971 sein erster Täufling in der Osternacht gewesen. Bewegt bekannte Pfarrer Lehmann, dass dieser Tag der Primiz ein "gewaltiger Höhepunkt" in aeinem langen Priesterleben sei.
Freude drückte Pfarrerin Reinhild Prautzsch aus, dass vom Primizianten ausdrücklich die liturgische Beteiligung der evangelischen Kirchengemeinde gewünscht wurde. Sie nannte es wichtig, dass man sich mit anderen Traditionen vertraut mache, um sie besser verstehen zu lernen und so den Weg im Einklang mit sich selber gehen zu können. Für die Etzenroter Vereine gratulierte Manfred Bucher. Von ihnen erhalte Reinhart Fritz ein Messgewand in Weiß, das aber nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte.
Für die katholische Frauengemeinschaft gratulierte Margarethe Becker, für das Deutsche Rote Kreuz Georg Ultsch. Dort war Reinhart Fritz nicht nur in der Bereitschaft aktiv, er führte für eine Interimszeit auch den Ortsverein. Für die Schulkameraden überbrachte Achim Ziegler Glückwünsche.


Bis auf den letzten Platz besetzt war die Etzenroter Pfarrkirche, als Reinhart Fritz seine erste Heilige Messe mit der Heimatgemeinde feierte (Bild links). Geistlicher Rat und Etzenrots langjähriger Pfarrer Meinrad Lehmann überreichte dem Neupriester einen Teil der Bronzereliefs der Etzenroter Kirchentür, die Pfarrer Lehmann selbst gestaltet hatte.