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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


20.05.2001 Primiz in Busenbach


44 Jahre sollte es dauern, bis die Pfarrgemeinde St. Katharina Busenbach wieder eine Primiz feiern konnte. Dass sie bei strahlendem Sommerwetter von der ganzen Pfarrfamilie mitgefeiert wurde, versteht sich von selbst. Aber auch der Pfarrgemeinderat um seinen Vorsitzenden Herbert Heckenbach war im Vorfeld eifrig tätig, um diesen Tag perfekt vorzubereiten und würdig zu gestalten.
Wie stark diese Primiz auch bei der Bevölkerung Anklang fand, zeigte sich am Sonntagmorgen. Der Weg, den der Primiziant mit der Kapelle des Musikverein "Edelweiß" Busenbach und den Fahnenabordnungen der Busenbacher Vereine nahm, war geschmückt wie an Fronleichnam. Fahnen und Blumen an den Häusern, Birkenbäumchen entlang der Straße wiesen auf das Besondere dieses Tages hin. Vor der Kirche war ein Blumenteppich gelegt, über den der Primiziant zu seiner ersten Heiligen Messe schritt.
Der 1965 geborene Busenbacher Tobias Merz legte 1984 sein Abitur ab und studierte von danach zunächst an der Berufsakademie in Karlsruhe. Von 1988 bis 1993 war er bei der Badenwerk AG in Karlsruhe als Betriebswirt tätig. 1993 begann er in Freiburg und Lyon das Studium der Philosophie und Theologie. Im Dezember 1999 wurde Tobias Merz in St. Peter im Schwarzwald zum Diakon geweiht. Sein Diakonatsjahr verbrachte er in der Pfarrei zur Heiligen Dreifaltigkeit in Offenburg und wurde am Sonntag vor der Primiz im Freiburger Münster zum Priester geweiht.
Die Primizfeierlichkeiten in der Heimatgemeinde von Tobias Merz begannen am Samstag mit dem Abendlob, bei dem in Anwesenheit von Dekan Andreas Hess Primizgewand und Primizkerze geweiht wurden. Am Sonntag holte dann eine Abordnung der Busenbacher Vereine mit ihren Fahnen den Neupriester, seine Familie und Freunde sowie zahlreiche weitere Priester beim Pfarrheim ab. Mit dabei waren unter anderen die Waldbronner Seelsorger Joachim Greulich und Bernd Peisker, die aus Busenbach stammenden Geistlichen Franz Bastian, Alois Weber und Alfred Seiberlich und mit Thomas Ochs auch der Rektor des Collegium Borromaeum in Freiburg. Auch Busenbachs vormaliger Pfarrer Manfred Helfrich war in seine alte Pfarrei gekommen.
Im festlichen Primizgottesdienst, der vom Kirchenchor mitgestaltet wurde, hielt Busenbachs Pfarrer Bernd Peisker die Primizpredigt. Ausgehend vom Primizspruch aus Johannes 19,34 "Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus " stellte Pfarrer Peisker das geöffnete Herz Jesu als Symbol dafür da, was im Tode Jesu geschehen sei. Blut und Wasser seien zugleich auch die Zeichen für die Sakramente. Als sichtbares Zeichen war das Herz Jesu auch über dem Altar zu sehen.
Nach dem Gottesdienst fand vor der Kirche ein Empfang statt, der von der Familie des Primizianten und der Pfarrgemeinde St. Katharina gemeinsam getragen wurde. Aber auch hier waren viele helfende Hände für die einzelnen Stände nötig, die sich auf der gesperrten Grünwettersbacher Straße breit machten. Dabei überbrachte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Herbert Heckenbach nochmals Glückwünsche des Pfarrgemeinderats und betonte, dass sich darüber hinaus die gesamte Pfarrgemeinde über den Tag freue. Für die Busenbacher Vereine gratulierte Günther Bauer zu Priesterweihe und Primiz. Für Busenbach bedeute es eine Ehre und Freude, dass nach 44 Jahren wieder ein Priester aus dem Ort hervorgehe.


Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pfarrkirche St. Katharina Busenbach, als der Primizgottesdienst begann.