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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


12.05.2001 Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn


Rückblick hielt die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn bei ihrer Jahreshauptversammlung. Ortskommandant Peter Weißenborn konnte dazu unter den zahlreich erschienenen Feuerwehrleuten Bürgermeister Harald Ehrler, seinen Amtsvorgänger Martin Altenbach, stellvertretenden Kreisvorsitzenden Martin Ehrle, Unterkreisführer Manfred Schwan und den Kreisvorsitzenden des Feuerwehrverbandes Manfred Burkhard begrüßen.
Weißenborn begann seinen Bericht mit einem Dank an alle Feuerwehrleute für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. In den Dank schloss er auch die Gemeinde Waldbronn mit ein. Von den aktiven Wehrangehörigen werde viel verlangt, von zahlreichen Übungen bis hin zu Einsätzen mit Risiken für Gesundheit und Leben, und das alles ehrenamtlich.
Im Jahr 2000 hatte die Waldbronner Wehr insgesamt 82 Einsätze zu leisten, davon waren neun kleinere Brände, 47 Hilfeleistungen mit dem Schwerpunkt bei Ölspuren und 26 sonstige Einsätze, darunter 16 Sicherheitswachdienste bei Veranstaltungen im Kurhaus. Um diese Einsätze leisten zu können, wurde 81 Unterrichte und Übungen mit zusammen 180 Stunden abgehalten. Dazu kamen noch Übungen für Fahrer, Funker und Maschinisten, Alarmübungen und in Atemschutz. Hier allerdings kritisierte der Kommandant, das diese absolut notwendige Fortbildung nur mangelhaft wahrgenommen wurde.
Weißenborn ließ dann die Lehrgänge und Seminare Revue passieren, die von über 60 Feuerwehrleuten besucht wurden. Der Personalstand, so war weiter zu erfahren, liegt derzeit bei 122 aktiven Feuerwehrangehörigen, darunter zwei Frauen, das Durchschnittsalter beträgt derzeit 31,5 Jahre. Dies sei auch ein Zeichen für die "tolle Jugendarbeit", die in den Jugendwehren der Abteilungen geleistet werde. Dort sind zur Zeit 66 Jugendliche, darunter 18 Mädchen aktiv.
Beschaffungen, so der Kommandant weiter, kosteten zwar viel Geld, seien aber zum Schutz der Bürger und der Wehrangehörigen erforderlich. Optimal sei die Unterbringung der einzelnen Abteilungen, nur in Etzenrot seien die sanitären Anlagen dringend sanierungsbedürftig. Die vom Ausschuss erarbeitete Fahrzeugkonzeption sei vom Gemeinderat positiv beurteilt worden.
Schriftführer Ralf Anderer berichtete über die sieben Sitzungen der Gesamtverwaltung. Schwerpunkt war hier die Überarbeitung der Ausrückordnung, um sie in die vom Unterkreis geforderte einheitliche Form zu bringen. Einen positiven Kassenstand konnte Kassier Thomas Becker vermelden. Jugendwart Georg Blöth berichtete von 350 Stunden Jugendarbeit der 66 Mitglieder umfassenden Jugendwehr, in denen sowohl feuerwehrtechnische Grundlagen gelegt wurden, aber auch sportliche und gesellige Inhalte nicht zu kurz kamen. Großen Wert werde auf den Erwerb sozialer Kompetenzen gelegt, da Feuerwehrarbeit nur im Miteinander erfolgreich sein könne. In der Feuerwehrgesamtausschuss wurden Wolfgang Scafati, Etzenrot, und Andreas Brusel, Reichenbach, nachgewählt.
Bürgermeister Harald Ehrler betonte, dass er sich eng mit der Feuerwehr verbunden fühle. Die Wehr als Teil der Gemeinde müsse eng mit Gemeindeverwaltung und Landkreis zusammenarbeiten. Der Leistung der Feuerwehrleute zollte er hohen Respekt und versprach, bei größeren Ereignissen, bei den die Gesamtwehr gefordert sei, mit vor Ort zu sein. Positiv wertete er die Arbeit in der Jugend- und der Alterswehr. Er biete der Wehr eine faire und kameradschaftliche Zusammenarbeit an, auch bei den Planungen für die Zukunft.
Stellvertretender Kreisbrandmeister Martin Ehrle hatte Lob aber auch Ermahnung bereit. Die Jugend, so lobte er, sei das Rückgrat jeder Wehr. Waldbronn habe hier gute Chancen für die Zukunft. Bedenklich sei aber, dass die jährlichen, vorgeschriebenen Übungen für den Atemschutz von einigen nicht eingehalten würden. Ziel müsse es sogar sein, dass alle Wehrangehörige auch Atemschutzträger seien, da heute ein Brandeinsatz ohne Atemschutz nicht mehr möglich sei.
Martin Ehrle überreichte dann im Auftrag von Innenminister Thomas Schäuble das Feuerwehrehrenzeichen in Gold an Hermann Rabold von der Abteilung Etzenrot. Er ist seit 40 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Manfred Burkhard sprach als Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Landkreis Grußworte, ehe er auf Waldbronns scheidenden Bürgermeister Martin Altenbach einging, der bei Übungen und Einsätzen präsent war, Gerätehäuser gebaut und Fahrzeuge beschafft habe, nicht zu reden von der Ersatzbeschaffungen. Deshalb freue er sich, Altenbach die Silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes anheften zu dürfen. Martin Altenbach selbst gab anschließend das Lob weiter an die Mannschaft: "Ein Bürgermeister allein schafft das nicht!" und erinnerte dabei gleich an den schwierigsten Einsatz der Wehren in seiner Amtszeit bei und nach dem Sturm "Lothar".
Zum Schluss konnte Bürgermeister Harald Ehrler noch vier Feuerwehrmänner befördern. Dabei wurden zu Brandmeistern Hubert Anderer, Oliver Bugge und Günther Lorenz befördert, Christian Müller wurde Löschmeister. Alle haben die für die Beförderungen erforderlichen Lehrgänge besucht. Nähe Informationen zu den Einsätzen und Übungen sind auf der Homepage der Waldbronn wehr unter http://www.feuerwehr-waldbronn.de zu finden.

Mit der Silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes wurde Waldbronns ehemaliger Bürgermeister und jetzige Ehrenbürger Martin Altenbach durch Manfred Burkhard (links), Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet (links Bild). Beförderungen sprach Bürgermeister Harald Ehrler (links) aus für Günther Lorenz, Oliver Bugge und Christian Müller, rechts Waldbronns Ortskommandant Peter Weißenborn.