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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


24.04.2001 Netzwerk Waldbronn: Architekturstudenten stellten aus


Die städtebauliche Entwicklung Waldbronns war Thema eines Wettbewerbs, den Studenten von Prof. Alex Wall von der Universität Karlsruhe als Semesterarbeit gestalteten. Acht Entwürfe waren dann zum Schluss im Un-tergeschoss des Waldbronner Rathauses ausgestellt, die städtebauliche Visio-nen und Anregungen für Waldbronn in Hülle und Fülle lieferten.
Über den Arbeiten brütete zunächst ein Preisgericht, dm sich die Architekten Hagen Schwenk und Michael Weindel als Fachpreisrichter angehörten. Sach-richter waren von der Gemeindeverwaltung Winfried Krutzsch und Jürgen Hem-berger. Das Preisgericht vervollständigten Janine Klinke und Astrid Schmenig vom Lehrstuhl Alex Wall an der Universität Karlsruhe. Sie setzten mit Abstand die Arbeit von Julian Richardt und Michael Romanowski an die Spitze, Drei wei-tere Arbeiten setzte die Jury gemeinsam auf Platz drei. Dotiert war der erste Platz mit 600, die dritten Plätze mit 300 DM.
Die ersten Preisträger stellten Waldbronn als Freizeitort in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Die zahlreichen Einrichtungen sind allerdings nur schwach, wenn ü-berhaupt miteinander verbunden. Richardt und Romanowski schufen deshalb einen "Freizeitring", der besonders für Fußgänger die einzelnen Einrichtungen in nähere Beziehung zueinander bringt. Aber nicht nur die Verbindung wollten sie verbessern, auch die optische Wahrnehmung der einzelnen Einrichtungen sollte verbessert werden. Sichtbeziehungen sollten entstehen und der Kurparkeingang von der Kreuzung Pforzheimer- und Stuttgarter Straße her geöffnet werden. Kern des gesamten Freizeitrings soll ein unbebautes Grundstück im "Rück" sein, auf dem Platz ist für Streuobst, das aber auch für Ausstellungen oder als Stand-ort für einen Zirkus dienen kann. Gewerbe und Wohnbebauung dagegen siedeln sie jenseits der Stuttgarter Straße im Gewann "Fleckenhöhe" an. Das Preisge-richt lobte denn an dieser Arbeit nicht nur die Idee, sondern auch die Schlüssig-keit des Gesamtkonzepts und den Grad der Durcharbeitung. Kriterium war weiter die Umsetzbarkeit und die Aufwertung, die es für Waldbronn bedeuten könne.
In den weiteren ausgezeichneten Arbeiten wird eine bessere Anbindung des Kurbereichs erreicht, indem der Platz zwischen der albtherme und der Klinik Waldbronn neu gestaltet wird, dem Kurpark ein neues Kurhaus mit Haus des Kurgastes südlich der Kurappartements hinzugefügt wird. In einem anderen Entwurf ist die städtische Ausbildung der Talstraße mit der Straßenbahntrasse das zentrale Motiv. Untersucht wurden in einer weiteren Arbeit Gebiete in Wald-bronn, die trennend wirken. Dazu schufen die Studenten ein Verkehrskonzept und eine Mischung der Funktionen bei der Bebauung des "Rück", wo die Ge-bäude quer zur Talstraße mit vielen durchgrünten Erholungsräumen dazwischen angeordnet sind.
Dies seien Ideen, Entwürfe, darauf machte Astrid Schmenig aufmerksam. Was davon überlebe und realisiert werde, müsse die Zukunft zeigen. Waldbronns Kommunalpolitiker jedenfalls haben durch diese Arbeiten zahlreiche Denkanstö-ße für die Ortsgestaltung in der Zukunft erhalten. Gerade dem ersten Preis kann dabei eine hohe Aktualität zukommen, steht doch die Weiterentwicklung des Kur- und Naherholungsortes Waldbronn zeitnah auf der Tagesordnung des Ge-meinderats.


Besser hervorgehoben werden sollen die Zugänge zu den einzelnen Freizeiteinrichtungen, wie hier auf der Idee für einen Zugang zum Kurpark.