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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


25.03.2001 Musikverein "Harmonie" Etzenrot: Konzert zum Frühlingsanfang


Den Löwenanteil des Programms bestritt das Blasorchester unter seinem neuen Dirigenten Michael Weber.


Musikverein "Harmonie" Etzenrot:
Gelungenes Konzert zum Einstand des neuen Dirigenten
Jugendspielgemeinschaft, Waldschule und Blasorchester gemeinsam
Gute Resonanz der zahlreichen Zuhörer



Am Sonntag nach dem Frühlingsbeginn lädt der Musikverein "Harmonie" Etzenrot schon traditionell zu seinem Jahreskonzert ein. War es die Spannung auf den neuen Dirigenten oder hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass in Etzenrot gute Blasmusik gemacht wird, der Saal im Gesellschaftshaus war jedenfalls sehr gut besucht, als die Jugendspielgemeinschaft das Konzert eröffnete. Vorstand Jürgen Götz konnte unter den Anwesenden auch den Präsidenten des Blasmusikverbandes Karlsruhe Michael Weber, den Ehrenvorsitzenden des Bezirks Albtal Erich Müller und Musikschulleiter Armin Bitterwolf begrüßen.
Danach hatten dann aber zunächst die jungen Musiker das Wort. Die Spielgemeinschaft Etzenrot - Spielberg besteht jetzt im siebten Jahr, wie Ralf Wittmann, der durchs Programm führte, erläuterte. Sie ist inzwischen zu einem ausgeglichen besetzten Ensemble herangewachsen, das aber, wie bei Jugendkapellen üblich, starkem Wechsel unterworfen ist. Wie in den schwungvoll und fetzig gespielten Titeln zu hören, hat die Spielgemeinschaft in Evelyn Bauer eine junge und dynamische Dirigentin, unter deren Leitung es den Jungmusikern hörbar Spaß macht zu musizieren.
Sie begannen ihr Programm mit dem Marsch "E Pluribus Unum", dem sie die "Liechtensteiner Polka" folgen ließen. Danach dann kamen mit "Old Time Rock and Roll", "Selections from Tarzan" Melodien und Rhythmen, die hörbar mehr auf der Wellenlänge der Jungmusiker lagen. Selbstredend, dass reger Beifall der Lohn für die gezeigten Leistungen war und die jungen Musiker ohne eine Zugabe nicht von der Bühne kamen.
Gute Kooperation gepflegt wird seit Jahren zwischen dem Musikverein "Harmonie" Etzenrot und der Waldschule. Gleichsam als Dank dafür, dass immer wieder Musiker des Vereins in der Schule Instrumente vorstellen, war jetzt der Schulchor gekommen und sang unter der Leitung von Oberlehrerin Gisela Boje Frühlingslieder, Kanons und ein Quodlibet. Auch die Kinder der Waldschule mussten eine Zugabe geben, um sich für den lebhaften Applaus zu bedanken.
Das Blasorchester des Musikverein "Harmonie" Etzenrot eröffnete unter seinem neuen Dirigenten Michael Weber seinen Programmteil mit "Trumpet Tune and Air" von Henry Purcell im Arrangement des Dirigenten. Und bereits bei diesem Stück fiel positiv auf, dass der noch junge Dirigent die Musiker sorgfältig auf den Charakter der Stücke eingestimmt hat. Da stimmte nicht nur die dynamische Abstufung, da waren auch die Klangfarben stimmig bis hin zu den exakten Schlusspunkten. Zumal sich für das Etzenroter Blasorchester die Jugendarbeit auszuzahlen beginnt, nicht nur in der Quantität, es sind mehr Musikerinnen und Musiker als in den Jahren zuvor, auch die Qualität zeugt von einer guten Jugendarbeit.
Dies zeigte sich auch im zweiten Stück, der viersätzigen "Peer Gynt Suite Nr. 1" des Norwegers Edvard Grieg in der Bearbeitung von James Curnow, wo die Stimmungen sehr gut musikalisch eingefangen waren. Aus der "Jazz Suite Nr. 2" von Dimitri Schostakowitsch folgte dann der eingängige "The second Waltz", eine Auftragskomposition für Militärkapellen. Beendet wurde dieser erste teil mit einem Medley aus Leonard Bernsteins Welterfolg "West Side Story", arrangiert von Manfred Schneider.
Seinen zweiten Teil eröffnete das Blasorchester dann mit dem englischen Militärmarsch "The Dam Busters" nach einer Filmmusik von Eric Coates. Nach Mexico entführte die 1998 entstandene Filmmusik von James Horner mit dem Titel "The Mask of Zorro". Die 70er Jahre schließlich lebten unter dem Titel "ABBA Gold" mit den Welthits dieser Gruppe nochmals auf. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte ein "Csardas", mit dem die Musiker an ihren ehemaligen Dirigenten Karl Pfortner erinnerten, hatte er doch genau dieses Stück für den Musikverein Etzenrot arrangiert.
Nach den gezeigten Leitungen und dem Beifall der Zuhörer war es schnell klar, dass die Musikerinnen und Musiker "Überstunden" machen mussten. Mit zwei Zugaben bedankten sie sich auf ihre Weise für den lebhaften Applaus. Zunächst spielten sie, ebenfalls von Karl Pfortner, "Seventy Six Trombones" und danach eine Bearbeitung des Evergreens "Tränen lügen nicht" und beschlossen so einen rundum gelungenen Konzertabend.



Eingeleitet wurde das "Konzert zum Frühlingsanfang" durch die Jugendspielgemeinschaft Etzenrot - Spielberg unter der Leitung von Evelyn Bauer.