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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


31.07.1999 Lions - Club spendete Skulptur


Lions - Club Waldbronn übergab Skulptur
Erratischer Kopf blickt über das Albtal
Skulptur von Martin Matschke fand Heimat im Kurpark


Die Skulptur von Martin Matschke „Kopf Erratisch ‚94‘“ hat seit dem vergangenen Wochenende ihre endgültige Heimat im Waldbronner Kurpark gefunden. Zwischen Kurhaus und Musikpavillon grüßt nun das Kunstwerk die Besucher gleich am Eingang zum Kurpark. Ermöglicht hatte die Aufstellung der Lions – Club Waldbronn, die namhafte Spende eines Mitglieds hatte dies ermöglicht. Waldbronns Lions - Präsident Dr. Reinhard Bott eröffnete die kleine Feier zur Übergabe im Kurpark und hieß neben den anwesenden Lions – Mitgliedern auch Bürgermeister Martin Altenbach und den Bildhauser Martin Matschke willkommen.
In Geschichte und Werden der Skulptur führte Dieter K. Keck ein. Die Skulptur die jetzt im Kurpark Waldbronn aufgestellt wurde, von Martin Matschke, habe in den vergangenen Jahren einen interessanten Weg hinter sich gebracht. Vom Bildhauer und Maler Martin Matschke wurde der Block aus türkischem Marmor im Jahre 1994 im Steinbruch Burrer bei Maulbronn sehr intensiv bearbeitet. Dies geschah im wesentlichen mit Maschinen, - die Sägeschnitte blieben als die charakteristischen Schichtenflächen sichtbar und, kontrastierend dazu, wurde mit starken Schleifmaschinen die Kopfstruktur mit einer glatten Oberfläche verdeutlicht.
Nach der Bearbeitung wurde der Block im Frühjahr 1995 im Freigelände der Kochmühle, im Albtal aufgestellt, in der Nähe des Mühlbaches, ausgerichtet nach Süden. Dies geschah im Vorgriff der Ausstellung „Skulptur in Natur“ von Martin Matschke, die 1997 von der Galerie Mühlenkeller in der Kochmühle durchgeführt wurde. Dabei war diese Skulptur mit einer Höhe von ca. 1,85 m und einem Gewicht von rund 1850 kg das sichtbare Kernstück, um die sich weitere Arbeiten im Freigelände gruppierten.
Der Titel der Skulptur „Kopf erratisch ,94'“, so Keck weiter, verdeutliche den Werdegang dieses Steines, seien doch erratische Blöcke Findlinge, - vom Eis verschleppte Gesteinsblöcke in ehemaligen vergletscherten Gebieten,-d.h. der Kopf ,94 sei als verschleppter Gesteinsblock jetzt auf seinem Standort zur Ruhe gekommen! Dies im wahrsten Sinne der Bedeutung der Begriffe: da am jetzigen Standort mit Sockel und anschließender Pflasterfläche der Block unverrückbar verankert wurde!
Der Maler und Bildhauer Martin Matschke, so Dieter K. Keck, lebte und wirkte bis 1997 in Spielberg und zog dann mit seiner Familie in das schon seit Jahren vorbereitete Wohn- und Atelierhaus in der Nähe von Asti, im italienischen Piemont.
Die Skulptur habe jetzt ihren endgültigen Standort gefunden. Sie verdeutliche durch ihre Symbolkraft das Spannungsfeld zwischen menschlichem Schaffen und der umgebenden Natur, deren Bestandteile wir auch seien.
Für die Vorbereitung und Durchführung der Transport- und Aufstellarbeiten dankte Dieter K. Keck den Firmen Siffermann - Hochbau und Baustoff-Schwab. Diese neue, künstlerische Bereicherung des Kurparks, so Dieter K. Keck, sei einem Waldbronner Bürger als Spender zu verdanken, der die Skulptur für die Gemeinde Waldbronn erwarb, wobei der Künstler Martin Matschke auf einen Teil des Verkaufserlöses verzichtete. Dieser Betrag komme der Lions-Hilfe Waldbronn e.V. im Nachgang zur Ausstellung „Helfen durch Kunst" 1998 als Spende zugute. Aus diesem Grund habe der Lions - Club Waldbronn auch die Organisation der Aufstellung im Kurpark übernommen. „Der Platz ist wohl gewählt,“ so Dieter K. Keck abschließend, „erhaben über dem Kurpark, zugänglich von allen Seiten. Wir wünschen ihm, dass er jetzt seine endgültige Bleibe gefunden hat!“
Dr. Reinhard Bott führte den Gedankengang vom erratischen Block als Findling bei der eigentlichen Übergabe an die Gemeinde weiter. Er sei gleichzeitig ein Symbol für die vielen Neubürger, die inzwischen in der Gemeinde Waldbronn fest verankert sind. Diesen Gedanken griff auch Bürgermeister Martin Altenbach auf, als er auf den eigentlich heimischen Sandstein hinwies. Der Findling stelle ein Symbol für die Neubürger dar. Der Platz, so der Bürgermeister, sei gut gewählt. Die Sicht auf den „Kopf erratisch 94“ werde in Kürze noch besser, wenn die geplante Wegnahme einiger Mammutbäume im Kurpark realisiert werde. Dem Lions – Club dankte er für diese Kunstspende, die nach dem wandernden Paar beim Kursee eine weitere Bereicherung des Kurparks bedeute.