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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


26.02.2001 Rosenmontag in Etzenrot


Schon zum fünften Mal haben sich in diesem Jahr die Etzenroter Vereine zusammengetan, um mit einer Rosenmontagsveranstaltung Freude zu bereiten. Inzwischen ist aus den Anfängen ein mehr als viereinhalb Stunden dauerndes närrisches Feuerwerk geworden, dessen Highlights durchaus aus Etzenrot selbst stammen, unbeschadet der vier "Gastauftritte". Als Hausband sorgte an diesem Abend "Club Holiday" für die musikalische Untermalung und spielte im Anschluss an das Programm noch zum Tanz auf, und auch von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht.
Durch die Rosenmontagsveranstaltung der Etzenroter Vereine führte wieder souverän Reinhard Müller als Sitzungspräsident. Er sagte nicht nur an und dankte den einzelnen Gruppen und Akteurinnen oder Akteuren, indem er den Saal donnernden "Etzen" - "Rot" animierte oder für gelungene Auftritte eine Etzenroter Rakete steigen ließ, er überbrückte mit viel Witz kurze Pausen und begrüßte im Gesellschaftshaus auch einige Prominente, unter ihnen Bürgmeisterstellvertreter Helmut Völkle und die "vielleicht zukünftigen Obrigkeiten" Heribert Purreiter und Herbert Masino.
Bei der Programmgestaltung und Vorbereitung war das Ganze eine gemeinschaftliche Aktion der Etzenroter Vereine, wobei jeder nach seinem Vermögen zum Gelingen das Abends beitrug. Die "Gäste" aus Reichenbach und Auerbach - davon noch später - klinkten sich jedenfalls nahtlos ins närrische Geschehen ein und rundeten die Veranstaltung auf ihre Weise ab. So eröffnete die Tanzgarde des Musikverein "Lyra" Reichenbach in der Einstudierung von Christina Gartner mit ihrem Gardetanz schwungvoll die Etzenroter Narrenparade. Für Stimmung sorgten auch die Musiker der "Russegugge" von der Fastnachtsgesellschaft Auerbach, schon seit einigen Jahren gern gesehene Gäste in Etzenrot mit ihrer musikalischen Leiterin Manuela Bürkle. Vom Gesangverein "Concordia" Reichenbach waren die "Froschteichsänger" gekommen und Achim Waible als "Vinzenz", mittlerweile ein Etzenroter. Über beide viel zu schreiben, hieße Eulen nach Athen tragen, sie sorgten für gewaltig Stimmung unter den Narren.
Aber auch die Etzenroter Gruppen wurden von den Närrinnen und Narren im Saal umjubelt. Das begann mit der von Sabrina Linder betreuten Kindergruppe und ihrem Tanz aus dem "Dschungelbuch" mit den kleinen Bärchen, setzte sich mit einem gekonnten Jazztanz der Etzenroter Ballettschule Bartelt fort und endete beim Männerballett des TSV Etzenrot in der Einstudierung von Jutta Müller. Anton hatte in dem gelungenen Tanz viele "Antonias" zu betreuen, die teilweise mit sehr strammen Wadeln daherkamen. In einem zweiten Tanz lehnte sich das Männerballett an die legendäre Gruppe "YMCA" an und landeten auch damit einen Volltreffer. Der Dank an Jutta Müller von den Aktiven war mehr als berechtigt, zumal die Truppe sich am 10. März in Waghäusel einer Ausscheidung für Männerballette stellt.
Damit wären wir dann schon bei den Auftritten in der Bütt im weitesten Sinn. Den undankbaren Part des "Eisbrechers" hatte Gerhard Anderer Übernommen. Als "Dame des horizontalen Gewerbes" berichtete er von staatlichen Prüfungen, die abgelegt werden müssen, damit ein Steuerbescheid erstellt werden kann, brachte aber in durchaus guter Narrentradition auch Kritik an Gesetzesvorhaben an zu "seinem Thema" an. Das "Vorstandstrio" des Musikverein "Harmonie" Etzenrot mit Jürgen Götz, Uli Stefanski und Ralf Wittmann kreierten das Etzenroter Faschingslied und sangen vom "Aufstand in Etzenrot" zum Thema "am Wasserreservoir wird der Funkturm wohl grenzenlos sein". Marina Hucker, Sabrina Linder und Christiane Schempp lästerten beim Kaffeeklatsch über ihre Männer, die Reichenbacher und ihre Nachbarn. Als "Weinkönigin Appolonia" brillierte Corinna Müller in der Bütt, die die "Schuri" schließlich durch ihre Trinkfestigkeit überzeugte. Einen gelungenen Sketch boten schließlich Marina Hucker als Ärztin sowie Christiane Schempp und Anton Hucker als Ehepaar, wobei aber offenbar nur die Frau etwas zu sagen hatte.
Eine Nummer für sich waren Corinna Müller und Christiane Schempp als "zwei alte Damen unterwegs", die sich auf einer Bank auch über die heikelsten Probleme unterhielten. Als "Slatko und Jürgen aus dem Container" sorgten mit einer Playbacknummer Harald Höger und Christian Müller von der Freiwilligen Feuerwehr Etzenrot für Stimmung. In einer gekonnten Doppelbütt, jeweils vom anderen Teil des Publikums angefeuert, stellte Detlef Müller fest, "Humor ist Männersache", was naturgemäß von seiner Angetrauten Corinna Müller lebhaft bestritten wurde.
In Etzenrot umgehört hatten sich wieder die "Dorfschlappen" in der Gestalt von Sabrina Linder und Christiane Schempp. Von der Kandidatenvorstellung über ihren neuen Bisam - Mantel bis zum "Funkturm hinter dem Mond", der statt dessen durch einen Supermarkt ersetzt werden sollte, ließen sie fast kein Thema aus. Zum Finale, das alle Akteure nochmals auf der Bühne versammelte, leiteten Tobias Müller und Oliver Ochs als Antonia und Anton aus Tirol mit gekonntem Playback über. Die Stimmung im Saal zeigte, dass die Rosenmontagssitzung der Etzenroter Vereine wieder ein Volltreffer war.


Für Stimmung sorgte das Männerballett des TSV Etzenrot. Sie werden am 10. März in Waghäusel bei einer Ausscheidung für Männerballette antreten. Turbulent ging es beim Arztbesuch zu mit (v.l.) Christiane Schempp, Marina Hucker und Anton Hucker. Ein Ass in der Bütt war Corinna Müller (kleines Bild).