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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


27.02.2001 Fastnachtsumzug in Waldbronn


Rund 76 Gruppen und Wagen mit annähernd 1.000 Mitwirkenden zogen am Faschingsdienstag mit "Helau" bei bestem Narrenwetter durch Waldbronns Straßen. Zug und Sonne entsprechend säumten auch viele Narren die Straßen. Vor allem die zahlreichen Kinder am Wegesrand hatten alle Hände voll zu tun, die reichlich ausgeworfenen Süßigkeiten einzusammeln, aber nicht nur sie, auch an die großen Narren war gedacht. So zog der närrische Gaudiwurm also, aufgestellt von Waltraud Anderer von der Gemeindeverwaltung Waldbronn, von Busenbach aus los, flankiert von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und DRK Reichenbach.
Eröffnet wurde der Waldbronner Gaudiwurm wie in den vergangenen Jahren schon vom Fanfarenzug des Jugendrotkreuz Busenbach gefolgt von der Abordnung des ECV Ettlingen mit der Lauerturmgarde, den Roten Funken und den freundlichen "Dohlenaze", alle seit Jahren gern gesehene Gäste in Waldbronn. Ein "heißes Eisen" der Waldbronner Kommunalpolitik fasste der Brieftaubenverein Reichenbach mit seinem Wagen an: "Ohne Turm und elektrisch funken, ist Etzenrot naturverbunden" und hatten auch den Vorschlag parat: "Damit der Turm net stört, kommt er zur Hälfte ind Erd".
Wandervögel waren beim Schwarzwaldverein Waldbronn unterwegs, mit einem Verpflegungswagen voraus, gezogen von den beiden Vorsitzenden. Beim Thema Schwarzwald blieb auch die nächste Gruppe mit den "Gertelbach - Dämonen" aus Bühlertal, eine Gruppe mit schönen Masken und malerischen Zottelumhängen. Die Jugendfeuerwehr Reichenbach hatte Christoph Daum und seine Haarprobe mit ihrem Wagen thematisiert. Der Gruppe der katholischen Frauengemeinschaft St. Wendelin folgten die "Niesatzer Würzele", eine bunte Hästrägergruppe. DRK und Gesangverein Etzenrot beklagten: "Der Rathausplatz musste her, dahinter steht das Haus nun leer" und fragten, wer wohl Bürgermeister wird. Diesem Gemeinschaftswagen folgten die Ettlinger Rebhexen, auch so etwas wie Stammgäste beim Waldbronner Umzug. Für musikalischen Schwung im Umzug sorgte an dieser Stelle die Kapelle "Desperados". Futuristisch gewandet kam der Turnverein Busenbach als Mondfahrer daher.
Die Reichenbacher Kleintierzüchter verbanden auf ihrem Wagen gleich zwei aktuelle Themen: "BSE und Bürgermeisterwahl sind für jeden eine Qual" und boshaft "BSE ist gar nicht schlimm, denn es ist in jedem drin". Ebenfalls seit Jahren in Waldbronn die "Bühler Quetscheteufel" mit ihrem "feurigen" Wagen. Eine Fußgruppe schickte der Tennisclub Waldbronn auf den närrischen Parcours. Einen gewaltigen Wagen hatte der TSV Reichenbach, von dem die gesamten Muppets - Figuren vereint grüßten. Aus Bühlertal waren die "Talwölfe" mit ihren großen Augen und furchterregenden Zähnen nach Waldbronn gekommen. Für musikalische Stimmung sorgte danach der Musikverein Wolfartsweier. Die Waldbronner Hexen mit ihren Masken und schönen Gewändern. Die Narrenzunft "Bühlot - Schrättle" mit wunderschönen blau - gelben Häs und ebenso stilvollen Masken.
Als fesche Zigeunerinnen kam entsprechend dem Tanz bei der Frauenfastnacht der Mütterkreis Reichenbach daher. Der Kapelle des Musikverein Busenbach ging eine Clowngruppe voraus. Mit flauschig weichen Gewändern und schönen Masken gaben die "Schmußemonster" aus Bühlertal dem Zug alemannisches Kolorit. Mit großer Abordnung war auch die Fastnachtsgesellschaft Auerbach wieder nach Waldbronn gekommen. Zwei Garden, die "Russegugge" und der Wagen des Elferrats zogen im Zug mit. Von Harry Potter ließ sich der Schützenverein Waldbronn auf seinem Wagen ein neues Schützenhaus zaubern, und damit ja nichts schief geht, folgten noch viele Harry Potters dem Wagen. Das Jugendrotkreuz aus Reichenbach warb für den Blutspendetermin am 5. März mit dem Slogan "Ob Maul- und Klauenseuche oder BSE, ihre Blutspende, wir nehmen's gern wie eh und je".
Mit sechs Gruppen insgesamt war der Musikverein "Lyra" Reichenbach im Zug präsent. Nach der Jugendkapelle, die Kindertanzgruppe, die Jugendgarde, die Tanzmäuse in ihren weißen Matrosenuniformen, danach dann die Kapelle und der Elferrat auf dem Wagen. Malerisch sahen die "Felsenteufel" aus Bühlertal aus in ihren grauen Häs mit den roten Überwürfen, den wilden Masken und dem düster - grauen Wagen. Der TSV Etzenrot hatte sich wieder ein lokales Thema vorgenommen und sah Etzenrot als "Zünglein an der Waage" bei der Bürgermeisterwahl, warnten aber auch an die richtige Adresse: "Gemeinderäte, seid auf der Hut, ein Funkturm in Etzenrot, das geht nicht gut!" Allerhand Unfug mit ihren Besen trieben auch wieder die AH - Hexen des TSV Reichenbach. Eine bunte Gruppe zog für die Jugend des Schwarzwaldverein Grünwettersbach mit im Zug, auch sie hatte den Proviantwagen nicht vergessen.
Der Gesangverein "Concordia" Reichenbach schickte gleich sechs Gruppen ins Rennen. Angeführt von der Kinder- und der Jugendgarde, dem Frauenchor und den Rot - Grünen - Funken. Gewaltig für Stimmung sorgte auch wieder die gewaltige "Concordia Gaudi - Gugge", die vor dem Prunkschiff des Elferrats herzog. Dieser Reichenbacher Abordnung folgten aus Schielberg die "Weiberbacher Klosterjäger" auf ihrem Wagen und die Landfrauen. Aus Bad Rotenfels waren die "Domänenwaldgeister" gekommen. Für das Ettlinger Lokal "Ins Bett" warb wieder ein Wagen, dem die "Woogsee Trolle" folgten und anschließend eine Gruppe, die sich "Black Poisson" nannte. "Griewewürscht" verteilten wieder die drei Gruppen des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach. 100 Jahre Männerchor und 10 Jahre Frauenchor war das Motto auf dem Wagen, dem der Frauenchor als muntere, bunt gewandete Vögel folgte, komplettiert vom Männer- und vom Jungen Chor.
"Was essen wir in der Zukunft?" fragte der Obst- und Gartenbauverein Reichenbach und lieferte die Antwort gleich mit: "Kein Rind, kein Schwein, wir stopfen nur noch Bananen rein". Um ihre These zu untermauern verteilten sie Bananen an die Zuschauer des Zugs. Mit einer großen Gruppe war die Gartenschule für geistig Behinderte aus Ettlingen nach Waldbronn gekommen, alle bunt und fastnachtlich gewandet und mit einem etwas wackelnden Euro auf dem Kopf. Ihnen folgten die "Ettlinger Moschdschelle" mit ihren freundlichen Maskengesichtern. Der Musikverein Ittersbach sorgte dann dem Zugende zu wieder für musikalische Untermalung des Zugs. Gut vertreten auch wieder der MSC Reichenbach gemeinsam mit dem MSC Malsch, der einen modernisierten römischen Kampfwagen gesandt hatte, während aus Reichenbach der "Rest vun domols" kam, aber der MSC schickte auch per Plakat auf dem Rücken symbolisch die drei Bürgermeisterkandidaten ins närrische Rennen. Auf die Waldbronn - Seite im Internet machte ein Wagen aufmerksam mit dem Motto "Wir pfeifen auf die Schule - wir surfen lieber im Internet". "Wie ist es schön, beim Umzug heute mit zu ziehn" fand die Kolpingfamilie Ettlingen. Auf die Platzmisere beim "Aldi - Platz" machte die AH - Abteilung des FC Busenbach als leidgeprüfte Betroffene aufmerksam. Den ICE für Pfaffenrot forderte am Schluss des Zuges der Gesangverein Pfaffenrot.
Die Zuschauer waren sich jedenfalls nach dem 45 - minütigen Vorbeimarsch einig, einen schönen Zug gesehen und viel Spaß gehabt zu haben. Bereits vor dem Zug, aber noch mehr danach, herrschte reger Betrieb bei den Straßenfesten in der Busenbacher Kinderschul- und der Reichenbacher Stuttgarter Straße. Dort hatten Vereine die Möglichkeit, an einem Stand die Besucher zu bewirten, wenn sie sich zuvor am Umzug beteiligt hatten.


Als bunte Gruppe zog der Frauenchor des Gesangverein "Concordia" Reichenbach mit im Zug.