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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


07.07.1999 AUT beriet über Friedenstraße


Ausschuss für Umwelt und Technik:
Neugestaltung der Friedenstraße beraten

Beraten wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik des Waldbronner Gemeinderats die Umgestaltung und Aufwertung der Friedenstraße im Ortsteil Reichen-bach. Anlass sind die umfangreichen Tiefbauarbeiten in dieser Straße, bei denen der Abwasserkanal größer dimensioniert und die Wasserleitung erneuert wird. Dabei stellte sich heraus, dass von der bisherigen Straße „nicht mehr viel übrig bleibt“, wie Dipl. Ing. Helmut Müller in der Sitzung erläuterte. Aus den Reichen des Gemeinderats kam deshalb die Anregung, auch den Oberbau der Straße neu zu gestalten.
Bürgermeister Martin Altenbach stellte zu Beginn fest, dass trotz anders lautender Gerüchte nur in einem Fall Privateigentum in Anspruch genommen werden müsse, und hier sei man sich mit dem Grundstückseigentümer einig. In allen anderen Fällen, vor allem ab dem Neuen Weg bis zur Zwerstraße, seien Vorgärten auf Gemeindegrund ausgedehnt worden. Hier werde man mit den Grundstücksbesitzern Gestattungsverträge abschließen. Weiter gab der Bürgermeister bekannt, dass sich in der Bürgerversammlung die überwiegende Mehrheit der Anwohner gegen Bäume ausgesprochen habe.
Dipl. Ing. Helmut Müller als planender Ingenieur stellte die geplanten Maßnahmen im Detail vor. Die Friedenstraße solle über die gesamte Länge niveaugleich ausgebaut werden, also keine Bordsteine mehr erhalten. Die Fahrbahn erhalte im Schnitt eine Breite von 6 m, beidseitig seien Rinnen mit jeweils 50 cm geplant, die anschließenden Gehwege, durch Pflasterung von der Fahrbahn deutlich abgesetzt, sollen zwischen 1,20 und 1,50 m breit werden. Beim Blumengeschäft am Eingang der Friedenstraße sollen die Bäume aus den Stellflächen entfernt werden, um durch dann neue Pflasterung diesen Bereich deutlich als Stellflächen auszuweisen.
Ab dem Neuen Weg bis zur Zwerstraße könnten einige Bäume vorgesehen werden, so Müller, da dort eine Ausbaubreite von 10 m zur Verfügung stehe. In die Fahrbahn ragende Baumscheiben drosselten zudem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Weiter stellte Müller mehrere Musterleuchten vor, die zum neuen Bild der Friedenstraße passen.
Kritisch äußerte sich Müller zu der Anregung , an den Einmündungsbereichen Pflasterbänder vorzusehen. Die unterschiedlichen Abrollgeräusche könnten vor allem während der Nachtstunden zu Belästigungen führen.
Vom Grundsatz her gut fand Joachim Lauterbach, CDU, die Planung, sei es doch die erste Straße in Waldbronn, die ohne Bordsteine auskomme. Im Bereich der Einmündungen und der Geschäfte sollte eine andere optische Gestaltung vorherrschen. Trotz der guten Begrünung in der Friedenstraße plädierte der CDU - Gemeinderat für 5 - 6 Bäume in Abstimmung mit den Anwohnern, die aber „billiger zu haben sein müssten als für 10.000 DM pro Stück“.
Marianne Müller, SPD, erinnerte an den schon zehn Jahre alten Wunsch ihrer Fraktion, Straßen neu zu gestalten. Das Konzept sei „sehr akzeptabel“. Sie sei zwar sehr für Bäume, doch solle man den Bürgern nichts aufzwingen, was sie nicht haben wollen. Dennoch sollte die Verwaltung mit den Anwohnern nochmals reden, da die Friedenstraße „ohne Bäume eine nüchterne Straße“ werde. Heribert Purreiter vom Bündnis 90/Die Grünen sah es als erklärte Absicht, Straßen nach Baumaßnahmen um zu gestalten. Zu einer optischen Aufwertung gehöre aber auch das „offenbare Reizthema“ Bäume. Er war gegen ein grundsätzliches Nein. Sie sollen dort gepflanzt werden, wo es finanziell nicht so aufwendig sei. Mit den Eigentümern solle deshalb die Verwaltung nochmals sprechen und dann das Thema nochmals im Gemeinderat behandeln.
Wendelin Masino, SPD, präzisierte die Baumpflanzungen. Zwischen Neuem Weg und Adolf-Kolping-Straße stelle sich das Thema durch die vielen Bäume in den Vorgärten nicht. Danach sollten aber Bäume gepflanzt werden, wenn die Anwohner zustimmen.
Einstimmig gebilligt wurde schließlich vom Ausschuss für Umwelt und Technik die Planung. Auch für eine moderne Leuchte machten die Gemeinderäte einen Vorschlag. Bürgermeister Martin Altenbach wies abschließend noch darauf hin, dass über die Art der Pflasterung in der nächsten Sitzung des Gemeinderats entschieden werde.

Arbeiten vergeben
Im AUT informierte Bürgermeister Martin Altenbach die Gemeinderäte über eine Eilentscheidung. Für den Aufzug, der im neuen Kindergarten „Schwalbennest“ eingebaut werden muß, wurde für 60.320 DM der Auftrag an Fachfirma vergeben. Am 5. Juli vergeben wurden die Bauarbeiten für die Mittelinsel, die am Ortseingang von Reichenbach in Höhe der neuen Bäckerei Nußbaumer gebaut wird. Die Maßnahme kostet 34.300 DM, Baubeginn wird am 23. August sein.

Spielplatzsand findet Verwendung
Aus hygienischen wird der Sand in den Kinderspielplätzen der Gemeinde Waldbronn regelmäßig ausgetauscht. Im Augenblick findet das Tauschmaterial, so Bürgermeister Martin Altenbach auf der Ausschuß - Sitzung, Verwendung beim Neubau des Kindergartens „Schwalbennest“, allerdings nicht beim künftigen Spielplatz, sondern tiefer unten zur Auffüllung der Fundamentgräben. Die Gemeinde könne so einige Mittel einsparen.