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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


17.02.2001 "Concordia" - Rakete bringt sogar Mond zum Lachen


Mit einem über vierstündigen närrischen Programm guckte die Reichenbacher "Concordia" nicht in den Mond, wie es in ihrem Motto heißt, sondern landete höchst irdisch einen Volltreffer. Dazu trug auch Franz "Sales" Becker mit seiner Sitzungsleitung bei. Die musikalische Untermalung legte die Kapelle "Phoenix" unter das närrische Geschehen, das in diesem Jahr noch zweimal wiederholt wird. Während der Samstag, der 24. Februar weitgehend ausverkauft ist, gibt es für die Zusatzveranstaltung am Freitag, den 23. Februar noch Karten.
Ein Prunkstück der "Concordia" - Fastnacht waren auch in diesem Jahr wieder die zahlreichen Gruppen und Garden. Gleich zur Eröffnung legte die Garde in der Choreografie von Gesine Anderer einen schmissigen Gardetanz auf die Bühnenbretter im Kurhaus. Aber auch der Nachwuchs, die Kindergarde unter Gaby Bechtel als Chinesen und die Jugendgarde in der Einstudierung von Nicole Zeyer mit ihrer Halloween - Party konnten gefallen und lockten die Närrinnen und Narren aus der Reserve. Als Indianer kam in diesem Jahr die neu formierte Frauentanzgruppe, diese Darbietung hatte ebenfalls Nicole Zeyer einstudiert. Einen schon fast professionellen Schautanz legte gegen Ende die gemischte Tanzgarde in der Einstudierung von Kathrin Anderer mit ihren Szenen aus dem alten Rom aufs Parkett. Den Schlusspunkt setzte dann die derzeit größte "Concordia" - Formation, die Gaudi Gugge mit ihren 90 Akteurinnen und Akteuren. Sie sorgten nach ihrem Einmarsch nicht nur für eine schier ohrenbetäubende Geräuschkulisse, sie heizten zum guten Ende die Stimmung im Saal nochmals gewaltig an. Zusammengehalten wird das Ganze von Franz Eisele, dem musikalischen Leiter der "Concordia Gaudi - Gugge".
In der Reihe der Gruppen, die bei der "Concordia" - Fastnacht schon Tradition haben, dürfen aber auch die "Froschteichsänger vom Kurparksee" nicht fehlen. Mit ihren Stimmungsliedern Mit ihren Stimmungs- und Mitsingliedern brachten sie alles im Kurhaus in närrischen Schwung. Kein Wunder, dass Klaus Bechtel, Kurt Bechtel, der Leiter der Truppe, von dem auch die Texte stammen, Jonny Kurvers und Edelbert Schuster auch außerhalb Waldbronns eine gefragte Fastnachtsattraktion sind. Am Klavier wurden sie von Hedy Bischoff, am Akkordeon von Alexander Horsch begleitet.
Die zweite Traditionsgruppe der "Concordia" ist der Narrenchor. Die 19 Sänger, begleitet von Alois Horsch am Klavier und Winfried Fang mit der Gitarre nahmen sich in den Texten von Kurt Bechtel und Edelbert Schuster Überregionales und Lokales vor. Nach der Daum - Affäre entdeckten sie die Dauerbaustelle in Reichenbach und sangen: "In der Kronenstraße wird gebaut, wie's weitergeht, das bleibt ein groß Geheimnis" - wie auch die bevorstehende Bürgermeisterwahl. Nicht fehlen im närrischen Repertoire durfte natürlich der Eistreff mit seinem politischen Hin und Her vor dem Bürgerentscheid. Viel Hoffnung ruht hier auf dem neuen Schultes, der dann sagt: "Hier geht's lang!" und feierten schlussendlich Martin Altenbach, den scheidenden Schultes, ehe sie noch auf närrische Weise die Frage nach dem Essen und den folgenden Gesundheitsproblemen stellten.
In der Bütt machte Edelbert Schuster in diesem Jahr den "Eisbrecher". Er nahm sein närrisches Auditorium mit in die Zukunft in seiner "Null - Liter - Galaxie - Rakete", die sich aber auch als Zeitmaschine verwenden ließ. Im Jahr 2010, wo er wieder landete entdeckte er erfreut, dass das Kurhaus immer noch steht, Waldbronn aber inzwischen auf Grund seiner guten Finanzen Karlsruhe eingemeindet hatte und jetzt "Karlsbronn" heißt. Auch die "Concordia" - Fastnach-ter entdeckte er in der Zukunft, die dabei ebenfalls einiges sich anhören muss-ten. Der Lindenbräu mit eigener Brauerei sei für Waldbronn "nix Neues", stellten die beiden Putzfrauen Jutta Kleiner und Andrea Kreichgauer fest, denn im Gemeinderat "braut seit Jahren jeder sein eigenes Süppchen". Der Eistreff werde trotz der Stimmen der CDU saniert. Viel zu berichten hatten sie sich auch aus ihrem ehelichen Alltag, wobei BSE für ihre Männer keine Gefahr darstelle: "Es kann sich nur dort ausbreiten, wo Hirn da ist!" Zum Schluss beschlossen sie aber, sich gemeinsam um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben und hatten auf ihren T-Shirts auch schon das passende Motto: "Wir für Waldbronn".
Norbert Ried als Masseur wünschte sich beim Faltenkneten "wärst Du doch nur Bäcker worn!" Mit seiner "Wohlstands - Vollmassage" brachte er ganz Waldbronn zum Zittern, um schließlich zur "Super - Fit - Behandlung" zu schreiten. "Ignaz" Wolfgang Kraft und "Gottlieb" Helmut Völkle, zwei altgediente Fastnachtsrecken der "Concordia", sicherten in diesem Jahr als Feuerwehrmänner das Kurhaus, berichteten aber auch von den Waldbronner "Brennpunkten" wie Rathaussanierung, Anruf - Sammel - Taxi und philosophierten über die Bürgermeisterwahl "Ich sag nicht so und ich sag nicht so ..!" Den Schlusspunkt in der Bütt setzte wieder "de Vinzenz mit de Kapp", der in diesem Jahr vor allem von seinen unzähligen Hobbys im Wanderverein, beim Angeln oder Fallschirmspringen und den Erlebnissen dabei erzählte. Achim Waible hat mit dem "Vinzenz" eine Figur geschaffen, die mittlerweile auch weit über das Kurhaus hinaus bekannt ist.


Achim Waible als "Vinzenz mit seiner Kapp", die Jugendgarde mit einer Halloween - Party und Kurt Bechtel von den Froschteichsängern bei der Eigenbehandlung mit einem besonderen Getränk.