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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


22.12.2000 Musikschule Waldbronn: Musik und Lyrik im Advent


Stimmungsvoll gestaltet war wieder der Abend der Musikschule unter dem Motto "Musik und Lyrik im Advent" mit (von links) Elke Müller-Diercksen, Ulrich Enters, Toni Reichl, Karl-Heinz Dörr, Armin Bitterwolf und Walter Mederus.


Musikschule Waldbronn:
Musik und Lyrik im Advent
Weihnachtliche Weisen und Texte



"Lyrik und Musik im Advent" war eine Veranstaltung der Musikschule Waldbronn überschrieben, die am Freitag vor Weihnachten trotz, oder gerade wegen der vorweihnachtlichen Hektik die Zuhörer so zahlreich in den Saal des Kulturtreff lockte wie noch in keinem der Vorjahre. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Musik und Lyrik hielten eine wunderbare Balance, nie glitten sie ins sentimental - süßliche ab.
Elke Müller-Diercksen hatte besinnliche Texte und Lyrik ausgesucht von modernen Autoren aber auch das altbekannte "Markt und Straßen stehen verlassen.." von Theodor Storm fanden sich in ihrem Programm. Sie breitete vor ihren Zuhörern einen adventlichen Teppich mit Prosa und Lyrik aus aller Welt aus. Ein Höhepunkt dabei war sicher die Geschichte "Die Herberge" von Hans Bender, die die altbekannte Herbergssuche nicht nur in unsere Zeit sondern auch in unsere Landschaft transponierte. Die weiteren Texte stammten von Bertold Brecht, Georg Heym, Wang We, Guido Zernatto, Christian Morgenstern, Hans-Magnus Enzensberger und Christian Mägerle.
Die fünf Musiker, Armin Bitterwolf und Karl – Heinz Dörr, Gitarre, Ulrich Enters, Blockflöte, Walter Mederus, Cello, und Toni Reichl, Violine, hatten wieder ein Programm zusammengestellt, das musikalisch den Bogen von der Gegenwart bis in die Barockzeit spannte. Da es für die Waldbronner Besetzung nur wenig Originalliteratur gibt, griffen Toni Reichl und Armin Bitterwolf selbst zur Feder und arrangierten für ihr Ensemble. Eröffnet wurde der Abend mit der Pastorelle "Mozart" einer Weise aus Südtirol. Ihm folgte im Satz von Toni Reichl "Am Ofenbankerl", dem von Arcangelo Corelli ein "Largo" folgte. In die Moderne wies dann Felix Bernards "Winter Wonderland", das Armin Bitterwolf für zwei Gitarren eingerichtet hatte. Henri Purcells "Weihnachtsmusik" passte so recht zu diesem Abend, ebenso wie Joseph Haydns "Trio op. 11/4", aus dem die fünf Musiker, übrigens allesamt Lehrer an der Waldbronner Musikschule, die Sätze Adagio und Presto interpretierten.
Einer österreichischen Handschrift um 1800 war das "Hirten-Menuett" entnommen. Im Satz von Armin Bitterwolf erklang das "Largo" von Antonio Vivaldi. Eine sizilianische Weise erklang mit dem "Pastorale", die Armin Bitterwolf und Toni Reichl für das Ensemble des Abends eingerichtet hatten. Ausklang des Abends waren die "Seehauser Weihnachtsmusik" von Wolfi Scheck und das "Klöpfstückl" von Siegfried Singer. Für den lebhaften Beifall, der auch spontan nach den einzelnen Stücken gegeben wurde, bedankten sich die fünf Musiker und die Rezitatorin mit Zugaben.