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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


02.12.2000 Prof. Dr. Hans Lenk: "Man of the year 2000"


Bürgermeister Martin Altenbach (links) gratulierte Prof. Dr. Hans Lenk zu seiner Auszeichnung als "Man of the year 2000" und überreichte im Namen der Gemeinde Waldbronn unter anderem einen Waldbronner Taler, aufmerksam beäugt von der Eule, dem Philosophenvogel.


Prof. Dr. Hans Lenk:
"Man of the year 2000"
Waldbronner Mitbürger erhielt hohe Auszeichnung



"Der in Waldbronn seit über 20 Jahren wohnende ehemalige Olympiasieger im Rudern (Achter 1960 in Rom), vielfacher Ehrendoktor und Vizepräsident der Weltgesellschaft für Philosophie, Prof. Dr. Hans Lenk, Philosophieordinarius der Universität Karlsruhe wurde vom American Biographical Institute in Raleigh, North Carolina, USA zum "Man of the year 2000" ernannt". Diese Mitteilung erreichte die Gemeinde Waldbronn in der vergangenen Woche per Email von der Universität Karlsruhe.
Diese Meldung war für Bürgermeister Altenbach Grund genug, Prof. Dr. Hans Lenk in seinem Haus im Neubrunnenschlag zu besuchen, um ihm die Glückwünsche seiner Heimatgemeinde zu überbringen. Perfekt hatte sich der Bürgermeister auf diesen Besuch vorbereitet und nahm bei diesem Anlass Bezug auf das Buch von Prof. Lenk "Kreative Aufstiege". Bei der Darstellung der verschiedenen Typen hatte es ihm besonders der "homo clemens", der tolerante Mensch angetan. Im Gespräch mit Prof. Lenk ging es natürlich auch um seine Sportlaufbahn, und Bürgermeister Martin Altenbach erhielt Gelegenheit, einmal eine echte olympische Goldmedaille in Händen zu halten, die bei Prof. Dr. Lenk aber nicht auf einem Ehrenplatz an der Wand hängt, sondern mit den anderen Medaillen aus einer Art Souvenirschachtel hervorgeholt wurde.
Interessant ist die bisherige Vita von Prof. Dr. Hans Lenk, der seit 20 Jahren in Waldbronn ansässig ist. Geboren in Berlin und aufgewachsen in Ratzeburg studierte er in Freiburg und Kiel Mathematik, Philosophie, Soziologie, Psychologie und später in Berlin noch Kybernetik. Als aktiver Sportler war es für Prof. Lenk klar, dass auch Sportwissenschaft in seinem persönlichen Fächerkanon nicht fehlen durfte.
In dieser aktiven Sportlaufbahn als Ruderer gehörte er zum Deutschen Achter, der 1960 bei den Olympischen Sommerspielen in Rom die Goldmedaille errang. Im Vierer ohne Steuermann und im Achter war Prof. Lenk darüber hinaus zweimaliger Europameister und mehrfacher Deutscher Meister. Danach trainierte er 1965 als Amateurtrainer den Vize - Europameister im Vierer mit Steuermann und 1966 in gleicher Funktion den Weltmeisterachter. Und noch heute, so erzählt er freimütig, gehört Sport bei ihm zum täglichen Stundenplan, in dem mindestens eine Stunde dafür reserviert ist.
Im gleichen Jahr habilitierte er in Philosophie an der Technischen Universität Berlin und drei später auch in Soziologie. Mit seiner Habilitation wurde er Privatdozent und zuletzt Professor in Berlin, ehe er 1969 als Ordentlicher Professor für Philosophie an die Universität Karlsruhe wechselte.
Lang ist die Liste der Gastprofessuren, die Prof. Hans Lenk in alle Erdteile führte, und groß auch die Zahl seiner Ehrendoktorwürden, die ihm von den verschiedensten Universitäten verliehen wurden. Noch heute ist er neben seiner Tätigkeit als Ordinarius für Philosophie an der Universität Karlsruhe als Professor für Planungswirtschaft und Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften Dekan an der Europäischen Fakultät für Bodenordnung in Straßburg. Außerdem übt er die Ämter des Präsidenten der Deutsch - Ungarischen, der Argentinisch - Deutschen und der Chilenisch - Deutschen Gesellschaft für Philosophie aus. Der Weltkongress für Philosophie wählte ihn zum Vizepräsidenten der Fédération Internationale des Sociétés de Philosophie, der Weltdachgesellschaft der philosophischen Vereinigungen.
Von seinen 95 Büchern sind im Jahr 2000 sieben erschienen- in vier unterschiedlichen Sprachen. Fünf weitere sind im Druck oder in der Vorbereitung dazu. Arbeiten von Prof. Dr. Lenk wurden bisher in sechzehn Sprachen übersetzt. Insgesamt umfasst seine Publikationsliste derzeit 1.142 Titel, und folgerichtig heißt es in einer Veröffentlichung der Universität Karlsruhe: "Hans Lenk ist nicht nur einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Gegenwartsphilosophie, sondern ohne Frage der produktivste."