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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


18.10.2000 Gemeinderat billigt Bebauungsplan Kronenstraße


Fertig gestellt werden soll der hintere Bereich der Baustelle entlang der Stuttgarter Straße. Im vorderen Teil wird sich vorerst nichts ändern, da erst das Bebauungsplanverfahren rechtgültig werden muss.


Gemeinderat billigt Bebauungsplan
Einmündung der Kronen in Stuttgarter Straße soll umgestaltet werden


Bei vier Gegenstimmen -paritätisch aus CDU und FWV- und einer Enthaltung billigte der Gemeinderat den Bebauungsplan "Umgestaltung Einmündungsbereich Kronenstraße - Stuttgarter Straße". Bei vier Enthaltungen wurde die Verwaltung beauf-tragt, dass möglichst zeitnah mit den Bauarbeiten begonnen wird, vor allem im Bereich der Stichstraße. Informiert wurde das Gremium in der Sitzung über die Anre-gungen und Bedenken der Bürger und der Träger öffentlicher Belange. Der nunmehr gebilligte Entwurf des Bebauungsplans liegt jetzt für die Dauer eines Monats öffentlich aus.
Rechtsamtsleiter Harald Irion erläuterte das bisherige Verfahren. Der Gemeinderat habe in seiner Sitzung am 22. März beschlossen, im Zusammenhang mit der Sanierung von Kanalleitungen auch den Einmündungsbereich der Kronenstraße in die Stuttgarter Straße umzugestalten und aufzuwerten. Die ausgearbeitete Planung wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) am 24. Mai gebilligt und im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt. Die Planung wurde von den Anwohnern jedoch abgelehnt. Um einerseits Planungssicherheit zu erhalten und andererseits den Bürgern ausreichende Rechtsschutzmöglichkeiten zu eröffnen, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. Juli beschlossen, ein förmliches Bebauungsplanverfahren für die geplante Baumaßnahme einzuleiten.
Irion informierte danach über das Ergebnis der Bürgerversammlung und die Beratung dazu im Ausschuss für Umwelt und Technik dazu. Die Bürger befürch-teten durch die geplante Verschwenkung der Kronenstraße stärkere Belästigungen durch Lärm und Abgase und insgesamt eine Verschlechterung der Wohnqualität. Sie vertrauen den durchgeführten Berechnungen nicht. Nach Auffassung des AUT sind diese Bedenken nicht begründet Durch die seriöse und korrekte schalltechnische Untersuchung des Ing. -Büros für Verkehrswesen Koehler, Leutwein und Partner sowie die lufthygienische Stellungnahme des lng.-Büros Dr. -Ing. Achim Lohmeyer seien die Befürchtungen widerlegt.
Von verschiedenen Bürgern wird die Beseitigung der ehemals vorhandenen Bäume und die Verringerung der Grünfläche gerügt. Es soll der alte Zustand mit Bäumen entlang der Stuttgarter Straße hergestellt werden. Die von einem Bürger für die Herstellung des alten Zustandes angeregte Anpflanzung von Bäumen entlang der Stuttgarter Straße wird unter Berücksichtigung der verkehrstechnisch notwendigen Sichtwinkel auch bei der neuen Planung durch-geführt. Eine intensive Bepflanzung mit Sträuchern ist ebenfalls vorzusehen. Nach Auffassung der Bürger werden die öffentlichen Stellplätze im Kurvenbereich der Kronenstraße nicht angenommen. Das Ein- und Ausparken im Kur-venbereich sei nämlich zu gefährlich. Der AUT hat sich der Meinung des Planungsbüros angeschlossen. Durch die Verschwenkung der Kronenstraße wird eine Geschwindigkeitsreduzierung entstehen. Das Ein- und Ausparken ist deshalb im Rahmen der übrigen Verkehrsbedingungen gegenüber dem früheren Zustand sogar sicherer.
Von verschiedenen Bürgern wird die gesamte Planung als Verschwendung von Steuergeldern angesehen. Nach Auffassung des AUT handelt es sich bei der Verschwenkung der Kronenstraße um eine wichtige Maßnahme, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs im Ortsteil Reichenbach zu gewährleisten. Des Weiteren rügen die Bürger den Zustand und den Betrieb der gegenwärtigen Baustelle.
Von den Trägern öffentlicher Belange kamen Anregungen zur Führung des Fußweges entlang der Kronenstraße, der zum Brunnen hin verschwenkt wird, um Radfahrer und Skater zu zwingen, ihre Geschwindigkeit vor dem Zebrastreifen zu drosseln. Die Immissionsschutzbehörde beim Landratsamt hat aufgrund der schalltechnischen Untersuchungen keine Bedenken.
In der Diskussion versuchte zunächst Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) das Lärmgutachten zu widerlegen, da dort keine Verbesserung für die Anwohner sondern im Gegenteil eine Verschlechterung eintrete. Er habe im Augenblick keine Argumente für einen Vorteil dieser Lösung, es entstünden nur Kosten und Nachteile für die Bürger.
Franz Masino (SPD) sprach sich im Namen seiner Fraktion nach Abwägung aller Belange für die Verschwenkung aus, zumal die schall- und lufthygienischen Stellungnahmen von anerkannten Fachbüros erarbeitet wurden. Er versprach sich von der neuen Trassenführung, dass der Verkehr reibungsloser und sicherer fließe.
Zweigeteilt fiel die Stellungnahme der CDU aus, Während Joachim Lauterbach mit der Mehrheit der Fraktion im Rücken für die Planung argumentierte, da sie eine wesentliche Voraussetzung für den gewünschten Kreisel sei, befand Helmut Völkle, die neue Planung gehe zu Lasten der Bürger, auf die nur erhöhte Belastungen aus Abgasen und Lärm zukommen. Sein Fraktionskollege Roland Bächlein störte sich daran, dass man erst spät im Verfahren die Planung ins Auge fasste. Allerdings sprach er sich dafür aus, die Planung so offen wie bisher weiter zu betreiben und den Stichweg vor dem Sparkassengebäude so bald als möglich fertig zu stellen.