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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


03.09.2000 Kurparkfest 2000


Ein malerisches Bild bot sich vom gegenüberliegenden Ufer des Kurparksees, nachdem am Sonntag auch der Wettergott ein Einsehen mit Waldbronn hatte.


Waldbronner Woche:
Kurparkfest trotzte dem Wetter
40 Stände lockten Besucher in den Kurpark
Feuerwerk war wieder der Höhepunkt



Woran es lag, dass in diesem Jahr die Kommunikation zwischen himmlischer Wetterzentrale und Waldbronner Rathaus nicht so recht zu klappen schien, darüber kann nur gerätselt werden. Jedenfalls war das Wetter am Samstag mehr als durchwachsen, von kräftigen Regenschauern bis Sonne war alles geboten, am Sonntag wurde es dafür am Nachmittag nach einem verregneten Vormittag richtig schön. Die Besucher strömten zwar nicht so zahlreich wie in den vergangenen Jahren in den Kurpark, dennoch konnten alle mehr oder weniger zufrieden sein, zumal der Sonntag durchaus normal verlief. Die Verantwortlichen an vielen Ständen äußerten sich denn auch durchweg zufrieden mit dem Kurparkfest 2000. Günter Anderer, Vorsitzender der Reichenbacher Kleintierzüchter brachte es auf den Punkt: " Wir haben in den vergangenen Jahren immer Glück gehabt, einmal musste das Wetter uns auch erwischen, damit aber können wir leben!"
Eröffnet wurde das Fest traditionell durch den Fassanstich mit anschließender Freibierausgabe, und ebenso traditionell wurde diese Zeremonie durch den Musikverein "Lyra" Reichenbach unter der Leitung von Eugen Endres musikalisch schwungvoll begleitet. Bürgermeister Martin Altenbach begrüßte alle Gäste aus Nah und Fern, und vergaß auch den Hinweis nicht, dass dies sein 13. Fassanstich und auch gleichzeitig der Letzte sei, den er als Bürgermeister von Waldbronn vollziehe. An Prominenz begrüßte er MdB Jörg Tauss, Karlsbads Bürgermeister Rudi Knodel und Vorgänger Alfred Seeger, die Ortsvorsteher Frank (Grünwettersbach) und Nagel (Schöllbronn), Polizeioberrat Wernthaler, frischbestallter Leiter des Polizeireviers Ettlingen, sowie Rektor Peter Hepperle von der Albert - Schweitzer - Schule. Nachdem die ersten Krüge Bier ausgegeben waren, -es gab übrigens auch alkoholfreie Getränke-, trieb ein erster Regenschauer die Besucher in die umliegenden Zelte.
So nach und nach lief dann das Fest aber doch an. An vielen Ständen herrschte Betrieb, wobei die Besucher in der Vielfalt der Angebote gezielt herauswählten. Höhepunkt dieses Kurparkfests ist in jährlich wiederkehrender Folge das Großfeuerwerk am Samstag, das auch in diesem Jahr viele Menschen nach Waldbronn lockte.
Dies nimmt auch nicht Wunder, wenn Auswärtige erzählen, dass sie eigens wegen dieses Spektakels nach Waldbronn kommen. Im Kurpark herrschte jedenfalls reger Betrieb, als von vielen "Ah" und "Oh" und noch mehr Beifall begleitet die bunten Raketen in den nachtdunklen Himmel stiegen.
Bis es aber soweit war, hatten viele Helfer bei Gemeinde und Vereinen alle Hände voll zu tun, dass die Hütten und Zelte aufgebaut, dass Elektrozuleitungen verlegt, dass die einzelnen Stände Wasser hatten, dass die zentralen Spülmaschinen angeschlossen waren, dass im Mittelpunkt des Geschehens die Bühne stand. Darauf wies Bürgermeister Martin Altenbach beim Fassanstich ebenso lobend hin, wie er Herbert Masino und seinem Team für die perfekte Organisation dankte. Danach nahm das Fest seinen schon gewohnten Verlauf. Aus den Ständen und Buden, wo bis zuletzt eingerichtet und letzte Kleinigkeiten eilig beschafft wurden, wehte just zum Fassanstich bereits ein verführerischer Duft von Gegrilltem.
Für Unterhaltung war aber auch abseits des Kulinarischen gesorgt. Auf der Bühne im Kurpark spielten am Samstag die "Night Kings" und lockten mit ihren Melodien zahlreiche Fans an. Das gleiche Bild bot sich am Sonntagabend, als die Band "ABseitz mit ihren Rhythmen die Besucher anlockte. Für musikalische Unterhaltung sorgten auch die Musikvereine aus Busenbach, Etzenrot und Reichenbach, die an ihren Ständen die Besucher unterhielten.
Für die kleinen Besucher drehten sich bei zwei Vereinen Karussells. Bei den Kolpingfamilien und dem Diakonieverein, in schöner Ökumene gemeinsam, vergnügten sich Kinder mit Bauklötzen, während ihre Eltern eine Tasse Kaffee tranken oder sich eine Diakonie-Waffel schmecken ließen.
Die Kleintierzüchter aus Reichenbach lockten mit einer Hüpfburg und ihren nun schon über Waldbronn hinaus bekannten Schwenksteaks an ihren Stand. Beliebt war auch wieder der Dunktank und die Fahrt im Tretboot über den Kursee bei der DLRG Waldbronn. Die Jugendfeuerwehr Waldbronn buk in ihren mobilen Backhäuschen Flammkuchen. Dicht umlagert war auch immer die Schminkstation beim Kleintierzuchtverein Busenbach.
Im hinteren Bereich lockte ein kleiner Vergnügungspark. Mit eigenen Ständen vertreten waren die Partnerschaftsvereine Monmouth und St. Gervais. Der Freundeskreis St. Gervais hatte sich dabei etwas besonderes einfallen lassen. Sie kredenzten den gleichen Rotwein, der auch beim Empfang für den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac von Bundespräsident Johannes Rau kredenzt wurde.
Der Schützenverein Waldbronn hatte einen Schießstand aufgebaut, an die Besucher ihre Treffsicherheit mit dem Luftdruckgewehr erproben konnten. Um große und kleine Wehwehchen kümmerten sich die DRK-Ortsvereine aus Reichenbach und Busenbach, bei letzteren lockte das Jugendrotkreuz mit Tattoo - Malereien jüngere und ältere Besucher an.
Nur das Spielfest am Sonntag fiel leider der unsicheren Witterung zum Opfer. Dafür aber begeisterte auf der Bühne Clown Peppino und die Euro - Maus , beide vom Europa - Park Rust nach Waldbronn gekommen, kleine und große Zuschauer, zumal Peppino immer wieder Kinder zu Spielen auf die Bühne holte, denen fürs Mitmachen zudem noch schöne Preise winkten.
Es ist im Rahmen dieses Berichts unmöglich alle Aktivitäten der beteiligten Vereine aufzuzählen, zumal sich fast alle große Mühe mit dem Angebot an ihren Ständen gemacht hatten. Als Fazit bleibt, dass dank hervorragender Vorarbeit seitens der Gemeinde und dem Mittun aller Beteiligten auch das diesjährige Kurparkfest gelungen ist. Dass auch die Umwelt zu ihrem Recht kam, verzichteten doch alle auf Einweggeschirr und nutzten die von der Gemeinde bereit gestellten Spülmaschinen, sei zum Schluss noch lobend erwähnt.

Beim Fassanstich hatte sich Bürgermeister Martin Altenbach Assistenten an seine Seite geholt: (v.links) Rektor Peter Hepperle (halb verdeckt), Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle, Direktor Kiesel von der Brauerei Höpfner, Bürgermeister Martin Altenbach und ganz rechts stehend Polizeioberrat Wernthaler, der Leiter des Ettlinger Reviers.