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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


03.08.2000 Tour de Ländle kam in Waldbronn an


Rund 2.300 Radler nahmen die zweite Etappe der von SWR4 ausgerichteten "Tour de Ländle" von Landau aus unter die Räder. Ankunft war im Kurpark Waldbronn.


13. "Tour de Ländle":
2.300 Radler steuerten Waldbronn an
Albtalgemeinde zum zweiten Mal Etappenziel der SWR4 Tour
Open Air Programm im Kurpark


Die "Tour de Ländle", zum 13. Mal bereits von SWR4 ausgetragen, hat mit der Tour de France manches gemeinsam: der Name ist an die französische Rundfahrt angelehnt, es geht um Radler, die Organisation ist perfekt und sie wird in Etappe ausgetragen. Damit enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten: die Zahl der aktiven Teilnehmer ist weit größer als beim großen Vorbild, es geht nicht um Sieg oder Platz, Dabeisein und Spaß haben steht im Vordergrund. Schon zum zweiten Mal nach 1996 machte die "Tour de Ländle" jetzt in Waldbronn Station.
Radfahrer aller Arten bevölkerten am Freitag Waldbronn und seinen Kurpark. Gegen 16 Uhr erreichten die ersten das Etappenziel im Waldbronner Kurpark, teilweise ziemlich geschafft, hatten sie doch alle, die einen mehr, die anderen weniger, mit dem 17 prozentigen Anstieg von Malsch nach Völkersbach zu kämpfen. Und das nimmt nicht Wunder: wurden auf dieser Strecke vor einigen Jahren bei der Tour de France Punkte für die Bergwertung vergeben.
Bevor es aber so weit war, herrschte im Waldbronner Kurpark gespannte Erwartung: die Buden waren mit Ess- und Trinkbarem ausstaffiert, die Bewirtschaftung hatte der Kleintierzuchtverein Reichenbach übernommen, und alle äußerten sich lobend über das Angebot, das AOK-Massagezelt für müde Muskeln war aufgebaut, die Gemeinde hatte ihren Informationsstand besetzt, an dem alles Wissenswerte über die Albtalgemeinde zu erfahren war, Wegepläne zu Quartieren und Freizeiteinrichtungen an die Radler ausgegeben wurden, und wo Tanja Barbagallo unermüdlich Auskunft gab und in letzter Minute noch Quartiere besorgte. Radsport - Lange hatte seine mobile Werkstatt installiert, Info - Truck und Bühne waren vom Team des SWR4 in Stellung gebracht, Mitarbeiter der Deutschen Post, die das ganze Unternehmen sponserte, verteilten überall gelbe Luftballons, von denen manch einer in den sommerlich heiteren Himmel stieg.
Die 13. „Tour de Ländle“ führt über rund 700 km von Kaiserslautern bis nach Singen am Hohentwiel, wo die Teilnehmer am 12. August ankommen. Gewählt wurden die beiden Städte, da sie Ausrichter der jeweiligen Landesgartenschauen sind. Der Rheinland - pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck jagte die Radler mit seinem Startschuss gewissermaßen "zum Teufel", denn Baden - Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel wartet am Zielort auf die "Tour de Ländle" Radler.
Nach Waldbronn kamen sie aus dem pfälzischen Landau mit etwas Verspätung, der Anstieg nach Völkersbach hatte seinen Tribut gefordert und viele gestanden ehrlich, so wie MdB Dr. Erwin Vetter, der in Malsch zu den Radlern gestoßen war: "Beim 17 % Schild sind wir abgestiegen und haben unseren Drahtesel geschoben!" Nach der Ankunft und einer ersten Stärkung im Kurpark wurde großteils zunächst einmal das Quartier bezogen.
Manfred Schmitz, Event Manager bei SWR4 und als solcher für die "Tour de Ländle" zuständig, schätzte, dass etwa 2.500 Radler die mit 90 km längste Etappe unter die Räder genommen haben. "Wir vom SWR organisieren für 650 Radler", erklärte Schmitz gegenüber den Gemeindenachrichten. Für sie werden Quartiere beschafft und der Gepäcktransport durchgeführt. Und so wunderten sich manche Waldbronner über die ab 13 Uhr fein säuberlich in Reih und Glied stehenden Gepäckstücke auf dem Kurhausparkplatz. Untergebracht werden von den 650 SWR4 - Radlern rund 400 in "Sporthotels", eine feine Umschreibung für Matratzenlager, in Waldbronn warteten sie in Turnhalle und Albert - Schweitzer - Schule auf müde Radlerkörper.
Die ständige Zahl der Teilnehmer, so Schmitz, liege aber irgendwo zwischen 1.200 und 1.500. Gruppen aus Radsportvereinen und Freizeitradler tummeln sich hier. Sie besorgen sich ihre Quartiere selbst, teils in Hotels, teils in Campingwagen oder in Zelten. Die teilweise wertvollen Drahtesel schlummerten derweil im Kurpark gut bewacht dem nächsten Tag entgegen. Zu den ständigen Teilnehmern kommen dann noch "Eintagesradler", die jeweils nur ein oder zwei Etappen mitfahren.

Unter die Radler gemischt hatte sich auch MdL Dr. Erwin Vetter (Mitte), hier im Gespraäch mit Prof. Mürb (links) und Bürgermeister Martin Altenbach.