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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


12.07.2000 Bebauungsplan für Einmündung Kronenstraße


An der Stelle der Baustraßesoll in Zukunft die Kronenstraße in die Stuttgarter Straße einmünden, wenn die Pläne von Verwaltung und Gemeinderat umgesetzt werden. Dies soll jetzt in einem Bebauungsplan geschehen.


Einmündung Kronenstraße mit Bebauungsplan
Gemeinderat beschloss Einleitung des Verfahrens



Umgestaltet werden soll der Einmündungsbereich der Kronenstraße in die Stuttgarter Straße. Diese Maßnahme biete sich jetzt an, da durch die derzeit laufenden Kanalsanierungsmaßnahmen dort eine Neugestaltung erforderlich wird. Ziel der Maßnahme ist es, den Einmündungsbereich nicht nur verkehrssicherer zu gestalten, sondern auch städtebaulich aufzuwerten. Da mit Einsprüchen von Anliegern zu rechnen ist, soll für die den Bereich jetzt ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Die Planung war vom Gemeinderat und vom Ausschuss für Umwelt und Technik gebilligt worden. Diese Planung wurde im Rahmen einer Bürgeranhörung vorgestellt, fand aber nicht die uneingeschränkte Zustimmung der Anwohner. Bereits in der Bürgerfragestunde kündigte deshalb Norbert Anderer als Vertreter der Eigentümergemein-schaft Ohl - Anderer an, dass man sich je nach Ausgang der Entscheidungen rechtliche Schritte vorbehalte. Dipl. Ing. Helmut Müller vom planenden Ingenieurbüro stellte im Gemeinderat nochmals die Planungsüberlegungen vor. Angedacht sei in diesem Zusammenhang auch ein Kreisverkehr für die Einmündung der Stuttgarter Straße in die Pforzheimer Straße, den so genannten "Reichenbacher Stachus". Um dies aber letztlich verwirklichen zu können müsse die Einmündung der Kronenstraße in die Stuttgarter Straße um einige Meter verschwenkt werden. Entlang der neuen Straßenführung seien vor der Schlecker - Filiale Schrägparkplätze vorgesehen, am Ende dieses Gebäudes schwenke die Straße dann ab zur Stuttgarter Straße. Rechtsamtsleiter Harald Irion erläuterte, dass durch diese Planung eventuell in die Rechte Dritter eingegriffen werde. Deshalb solle ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der entlang der Grundstücksgrenzen verlaufe. Im Rahmen dieses Verfahrens solle dann abgeklärt werden, wo die Rechte Dritter tangiert sein könnten. Danach erfolge eine Anhörung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange. Bis zum Billigungsbeschluss im Gemeinderat nannte Irion eine Zeitspanne bis etwa Oktober 2000. Joachim Lauterbach (CDU) fragte nach der Möglichkeit, Verschwenkung der Kronenstraße und Kreisel in einem Zug zu planen. Dies sei, so Irion, problematisch, da beim Kreisel sowohl das Land als auch der Kreis tangiert seien. Die Kronenstraße direkt an den Kreisel anschließen wollte Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV). Die möglichen Radien, so Dipl. Ing. Helmut Müller, seien dafür nicht ausreichend. Die Kronenstraße sei dann von der Pforzheimer Straße her nicht mehr direkt anfahrbar. Heribert Purreiter (Bündnis 90/Die Grünen) ging auf den Ausgangspunkt zurück. Mit der Kanalsanierung sollte der gesamte Bereich verkehrssicherer gestaltet und städtebaulich aufgewertet werden. Wenn jetzt ein Bebauungsplanverfahren notwendig werde, solle man den Anwohnern aber auch klar machen, dass dies seine Zeitbrauche und die Baustelle bis dahin ruhe. Helmut Völkle (CDU) bemerkte, dass durch das Bebauungsplanverfahren den Anliegern mehr Rechtssicherheit gegeben werde. Er bat darum, nochmals zu überprüfen, ob nicht doch eine Anbindung der Kronenstraße direkt an den Kreisel zu bewerkstelligen sei. Dipl. Ing. Helmut Müller machte deutlich, dass man diese Möglichkeit angesprochen habe, sie aber beim Straßenbauamt auf Ablehnung gestoßen sei. Roland Bächlein (CDU) regte an, den hinteren Bereich ab dem Anwesen Ohl - Anderer vorab herzustellen, da sich dort ja nichts mehr ändere. Dies wurde sowohl von Dipl. Ing. Müller als auch von Rechtsamtsleiter Harald Irion für machbar gehalten. Die SPD sei für den Bebauungsplan, erklärte Franz Masino (SPD). Zur Verschwenkung gebe es keine Alternative, wenn auch die Bedenken der Anwohner durchaus nachvollziehbar seien. Bürgermeister Martin Altenbach fügte abschließend an, dass die Kreisellösung zu einem reibungsloseren Verkehrsfluss an dieser Stelle beitrage. Die jetzt zur Debatte stehende neue Trasse für die Kronenstraße stelle nur ein Viertel der gesamten Maßnahme dar. Schlimm, so der Bürgermeister, wäre es, wenn sich das Verfahren über mehrere Jahre hinziehe und der jetzige Zustand dort unverändert bleibe. Einstimmig billigten die Gemeinderäte anschließend, das Bebauungsplanverfahren "Einmündungsbereich Kronenstraße / Stuttgarter Straße" einzuleiten. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung findet dann durch eine Bürgerversammlung und eine Offenlage für die Dauer von zwei Wochen statt.