Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.525.290



 

Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


24.06.2000 Austellung Martin Matschke im Mühlenkeller


Martin Matschke vor einer seiner Holzplastiken (links)
Pflasterköpfe sind seit den 80er Jahren das beherrschende Motiv in der bildhauerischen Arbeit von Martin Matschke.


Galerie Mühlenkeller:
Träume vom warmen Süden und vom kühlen Norden
Martin Matschke stellt in der Kochmühle Neurod aus



Die Kochmühle im Waldbronner Ortsteil Neurod, gemarkungsmäßig Ettlingen zugehörig, ist das ideale Umfeld für die Arbeiten von Martin Matschke. Der ehemals in Spielberg beheimatete Maler und Bildhauer lebt seit 1997 in einem zum Atelier umgestalteten Weinbauerngehöft im italienischen Piemont. Unter dem Thema "Luce & ombra" stellt er jetzt seine neuesten Arbeiten aus, die im Mühlenkeller der Kochmühle und im Freien noch bis zum 14. Juli 2000 jeweils dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr zu sehen sind. Für Interessenten lassen sich aber auch andere Termine vereinbaren.
Zur Vernissage konnte Anke Fuchs - Keck eine große Zahl von Freunden und Bekannten des Künstlers Martin Matschke begrüßen, der vor drei bereits hier unter dem Thema "Skulptur in Natur" ausgestellt habe. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von den beiden Klarinettisten Wolfgang Weth und Martin Nitschmann mit bekannten italienischen Melodien, die aber in einem durchaus modernen Gewand daherkamen und den Zuhörern genau so viel Spaß bereiteten, wie den beiden Ausführenden selbst.
Die jetzt ausgestellten Arbeiten habe Matschke zum größten Teil in Italien gefertigt, so Anke Fuchs - Keck.. Die Einflüsse von Licht und Schatten seien dort anders als hier in Baden. Schwerpunkt seien wieder die Pflasterköpfe, die das Werk Martin Matschkes durchziehen.
In das Werk Martin Matschkes führte dann Dieter K. Keck ein. Licht und Schatten seien zwar Gegensätze, die sich aber ergänzten und zusammen gehörten. Bei den Holzskulpturen stammten die Materialien aus dem alten Weinbauernhaus oder aus den Weinbergen selbst. Es seien alte Materialien, die schon mehrfach handwerklich bearbeitet wurden, wie auch die Pflastersteine, die Matschkes Schaffen seit den 80er Jahren beeinflussen. In Florenz sei er auf den Zeichenwert dieser Steine gestoßen, die Geschichte vermitteln von vergangenen Menschenschicksalen, deren Bewegungen das Material verformt, abgewetzt, gerundet und geglättet habe.
Diesen bereits handwerklich und durch den Gebrauch geformten Teilen habe Matschke weitere Verformungen und Veränderungen zugefügt, um die Aussagen noch zu steigern. Allerdings entstünden keine wirklichen Pflastersteine, sondern allenfalls deren Abbilder, die zudem im Wechselspiel des Lichts mit ihrer polierten Oberfläche eine unterschiedliche Haut bekommen.
Die ausgestellten Collagen verdeutlichten ebenfalls das Thema von Licht und Schatten. Die Auflösung der Form lasse eine Vielfalt der Interpretationen zu.

Der Mühlenkeller bietet ein stimmungsvollesAmbiente für Ausstellungen, wie hier für die Holzplastiken von Martin Matschke.