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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


03.06.2000 Kunst im Kurhaus: Dreiklang


"Dreiklang" ist das Motto einer Ausstellung im Kurhaus Waldbronn, bei der Trudl Czychi, Keramik, Cornelia Fuchs, Quilt, und Marianne Herring, Malerei, ihre Arbeiten präsentieren.


Kunst im Kurhaus:
Harmonischer Dreiklang prägt Ausstellung
Trudl Czychi, Cornelia Fuchs und Marianne Herring stellen gemeinsam aus



"Dreiklang" ist das Motto einer Ausstellung im Kurhaus Waldbronn, in der drei Künstlerinnen aus der Region bis einschließlich 12. Juni einen Querschnitt durch ihr Schaffen zeigen, das Patchwork und Quilts, Keramik und Malerei umfasst. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 11.30 Uhr bis 18.00 Uhr.
Die Keramikerin Trudl Czychi zeigt in dieser Ausstellung Objekte, deren Spannweite vom Traditionellen bis ins Experimentelle reicht. Dabei legt sie großen Wert auf die Oberflächengestaltung, die das Natürliche des Materials erhalten soll. Die Quilts und Patchworkarbeiten von Cornelia Fuchs bewegen sich ebenfalls im experimentellen Bereich zwischen Tradition und Moderne, wobei ihr die Farbe ein wichtiges Gestaltungselement ist. Marianne Herring zeigt in Ölbildern vor allem Blumenmotive, die gegenständlich und naturgetreu gemalt sind, aber auch moderne Impressionen beinhalten. Beeinflusst zeigt sie sich beim Arrangement ihrer Bilder von der japanischen Blumensteckkunst Ikebana.
Eine große Zahl von Interessenten war der Einladung zur Vernissage im Großen Saal des Kurhauses gefolgt. Sie wurde musikalisch umrahmt von Pere Anguera Camos, Klarinette, und Ayako Zemba, Klavier. Bürgermeister Martin Altenbach sah in seinen Eröffnungsworten die Ausstellung als einen "harmonischen Dreiklang" von Quilt, Keramik und Malerei. In die Werke der einzelnen Künstlerinnen führten nacheinander Karl Fuchs, Carina Herring und Pfarrerin Sabine Jestadt ein.
Quilt, so Fuchs in seiner Laudatio auf seine Frau, bedeute das Finden und Verknüpfen von Mustern. Die Technik stelle die kunstvolle Kombination "von Flickenteppich und Steppdecke" dar. Die von Cornelia Fuchs geschaffenen Quilts lebten aus dem Spannungsfeld von Ordnung und Chaos. In den Arbeiten von Marianne Herring, so ihre Tochter Carina Herring, verbinden sich viele Interessen der Künstlerin. Ihre Liebe zu Blumen habe sie zu Ikebana geführt. Die Blumen würden so in den Bildern ihrer Mutter zum Leben erweckt und strahlten "eine leicht surrealistische Tiefe" aus. Mit dem Stoff "Ton" hätten in den Mythologien der Völker Götter gearbeitet, betonte Pfarrerin Sabine Jestadt, eine Nachbarin von Trudl Czychi, bei ihrer Einführung in das keramische Werk von Trudl Czychi. Auch der Mensch sei aus Irdenem geschaffen, ehe ihm Gott Leben einhauchte. Den eingehauchten Lebensatem spiegelten auch die Werke der Keramikerin wider, die seit 1984 an der Volkshochschule Waldbronn Kurse gibt und auch mitgeholfen habe, das Töpferstudio in der Anne - Frank - Schule einzurichten. Anfang der 90er Jahre habe sie zudem für ihre Arbeiten auf der Oberrhein - Messe in Offenburg einen ersten Preis geholt, und das gleich bei der ersten Teilnahme. Heute pflege Trudl Czychi intensiven Austausch mit anderen Keramikern, vor allem auch aus dem Elsass.