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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


14.05.2000 Gesangverein "Concordia" Reichenbach: Jubiläumskonzert


Der Gemischte Chor unter der Leitung von Hans Jürgen Isele sang begleitet von einem Blechbläserquintett der Badischen Staatskapelle Georg Friedrich Händels "Preis und Dank erschalle laut" zur Eröffnung des Konzerts.


125 Jahre Gesangverein "Concordia" Reichenbach:
Bunter Melodienstrauß zum Jubiläum
Konzert mit abwechslungsreichem musikalischem Programm



Die ganze musikalische Bandbreite des Chorgesangs stellte der Gesangverein "Concordia" Reichenbach unter der Gesamtleitung von Hans Jürgen Isele in seinem Jubiläumskonzert vor. Vom Choral Georg Friedrich Händels bis zu modernen Musical- und Filmmelodien war fast alles vertreten, was heute den Chorgesang ausmacht, und die einzelnen Chorgruppen der "Concordia" meisterten die nicht ganz leichte Aufgabe und überzeugten die Zuhörer im voll besetzten Saal des Kurhauses Waldbronn. Durch das Programm des Konzerts führte Edelbert Schuster.
Vorsitzender Franz Becker begrüßte die Zuhörer, unter ihnen die Ehrenbürger Pfarrer i.R. Ernst Kneis und Bürgermeister i.R. Alfred Ohl, die Pfarrer Sabine Jestadt und Joachim Greulich, Rektor Peter Hepperle von der Reichenbacher Albert - Schweitzer - Schule, Armin Bittelwolf, Leiter der Musikschule Waldbronn, und von den Sängerorganisationen die Vorsitzenden Reiner Heinold, Sängerkreis Karlsruhe und Norbert Schöpe, Sängergruppe Albtal. Für die Gemeinde Waldbronn hieß der Vorsitzende in Vertretung von Bürgermeister Martin Altenbach Stellvertreter Helmut Völkle willkommen, der als aktiver Sänger der "Concordia" aber auf der Bühne Aufstellung genommen hatte. Ein besonderer Gruß von Franz Becker galt allen Müttern, fand das Konzert doch just am Muttertag statt. Deshalb schwärmten am Schluss des Programms auch zahlreicher Verwaltungsmitglieder aus, und überreichten jeder Frau im Saal eine Rose.
Musikalisch getragen wurde der Abend in erster Linie von den Chorgruppen des Gesangverein "Concordia" Reichenbach, der dazu beim letzten Programmpunkt die rund 160 Aktiven fast jeden Alters auf der Bühne versammelte. Sie brachten das nicht ganz einfache Programm unter der sicheren Leitung von Hans Jürgen Isele, Frauen-, Männer- und Gemischter Chor, sowie Julia Isele, Kinder- und Jugendchor, dynamisch und rhythmisch gut akzentuiert ihren Zuhörern im Saal näher. Das fast dreistündige Programm forderte von den Sängerinnen und Sängern in den einzelnen Chorgruppen vollen Einsatz und höchste Konzentration, ein nicht ganz einfaches Unterfangen bei den fast schon tropischen Temperaturen, die an diesem Abend im Kurhaus herrschten.
Ein Blechbläserquintett mit Mitgliedern der Badischen Staatskapelle Karlsruhe bereicherte nicht nur das Programm, sondern sorgte auch beim einleitenden "Preis und Dank erschalle laut" von Georg Friedrich Händel für die stimmige Begleitung des gemischten Chores. Im Lauf des Konzerts brachten sie die zweisätzige "Music Hall Suite" von Joseph Horowitz, bei der die fünf Musiker vor allem im zweiten Satz durch ihre Virtuosität überzeugten. Gut gelangen ihnen später auch die "Humoreske" von Anton Dvorak und die gleichnamige Titelmusik zu dem Film "The Entertainer" von Scott Joplin.
Als weitere Solistin des Abends trat Julia Isele auf, die mit sicherem Sopran in italienisch "Caro mio ben" von Tommaso Giordani interpretierte, im zweiten Teil dann im Duett mit dem Männerchor aus der Oper "Der schwarze Peter" von Norbert Schultze das bekannte "Ach, ich hab in meinem Herzen da drinnen" gefühlvoll sang und zum Schluss auch in der Filmmusik zu "Der Prinz von Ägypten" von Stephen Schwartz den Solopart ausfüllte. Sympathisch, wie Teil des Kinderchores bei den Soloauftritten ihrer Leiterin am Bühnenrand hingen. Die Begleitung der Chorgruppen am Flügel hatte Hedy Bischoff übernommen, die mit ihrer Schülerin Sabine Müller auch "Zwei spanische Tänze" für Klavier zu vier Händen von Moritz Moszkowski interpretierte. Gitarrenklänge, vor allem beim Kinder- und Jugendchor steuerte Kurt Bechtel bei.
Nach dem einleitenden Händel - Choral und dem italienisch gesungenen "Caro mio ben" lieferte dann der gemischte Chor das gleiche Werk gleichsam in deutscher Übersetzung hinterher. Den nächsten Programmblock gestaltete dann der Männerchor, immer wieder ein beachtlicher Klangkörper, mit "Bergsee" von Franz Josef Siegel, "An die Berge der Heimat" von Friedrich Silcher und "Wenn der Tag zu Ende geht" des Ötigheimers Rudi Kühn.
Der Kinderchor, Leitung Julia Isele, brachte als erstes aus dem Peter Maffay Musical "Tabaluga" das Lied "Solang dein Feuer brennt" und danach den Schlager von Emilia und Yogi "Big Big World". Den Schluss des ersten Programmteils setzten die Sängerinnen und Sänger des gemischten Chors mit "Die Rose" von Amanda McBroom und "Ein Traum vom Glück" von Albrecht Rosenstengel.
Der Frauenchor eröffnete nach der Pause das Programm mit dem Operettenlied von Will Meisel "Wir wollen Freunde sein fürs ganze Leben". "Rapa Nui" von Arnold Kempkens interpretierte der gemischte Chor stimmungsvoll a capella, ehe er seinen Zuhörer auf eine schwungvolle "Spanienreise" einlud, zu der Willy Trapp die Melodien geschrieben hatte.
Der Jugendchor sang unter Julia Iseles Leitung mit "Lied des Mondes" ebenfalls zunächst ein Lied aus "Tabaluga" und interpretierte danach den von Frank Sinatra zu Weltruhm gebrachten Paul Anka - Song "My Way". Mit "Es werden Wunder wahr" vereinigten sich außer den Blechbläsern alle Aktiven des Konzerts zu gemeinsamen Singen und Musizieren auf der Bühne. Vorsitzender Franz Becker bedankte sich bei allen Ausführenden für den gelungenen Abend, der sich würdig in die 125 - jährigen Annalen der "Concordia" einreiht, und bei den Zuhörern, die sich mit so lebhaftem Beifall für4 die Darbietungen bedankten, dass die Akteure um eine Zugabe nicht herum kamen.


"Solang dein Feuer brennt" von Peter Maffay sang der Kinderchor unter der Leitung von Julia Isele. Mit ihrem Engagement bewiesen die jungen Sänger, dass bei ihnen noch das Sangesfeuer brennt. (oberes Bild)
Alle vier Chorgruppen der "Concordia" vereinten sich unter der Leitung von Hans Jürgen Isele zum Schluss des Konzerts. (unteres Bild)