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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


06.05.2000 Bäckerei Nußbaumer feierte Einweihung


Auf das gelungene Werk stießen Bürgermeister Martin Altenbach (rechts) und Bäckermeister Richard Nußbaumer an.


Bäckerei Richard Nußbaumer:
Backstube offiziell eingeweiht
Moderne Produktionsstätte auf 2420 qm
Tag der offenen Tür am 21. Mai 2000



Nun auch offiziell eingeweiht wurde die neue Produktionsstätte der Bäckerei Richard Nußbaumer an der Pforzheimer Straße in Reichenbach. Eine große Zahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen war der Einladung gefolgt. Musikalisch wurde diese Einweihungsfeier auch fast familiär gestaltet. Sohn Tobias Nußbaumer trug mit seinem gekonnten Gitarrenspiel ebenso dazu bei wie Meike Trentl, eine Nichte von Richard Nußbaumer am Keyboard und Christiane Martin mit der Querflöte.
Sichtlich erfreut begrüßte Bäckermeister Richard Nußbaumer unter den Gästen Bürgermeister Martin Altenbach und seinen Karlsbader Kollegen Knodel, die Landesinnungsmeister Walter Augenstein von der Bäckerinnung und seinen Kollegen Reinhold Block vom badischen Konditorenhandwerk, Obermeister Heinz Reuss von der Bäckerinnung Ettlingen, die Vertreter der Bäko Mittelbaden mit Direktor Dr. Steigleder, Vorstand Herbert Rapp und Aufsichtsratsvorsitzendem Alfons Maier an der Spitze, schließlich galt sein Gruß noch Monsignore Anton Anderer.
Dank sagte Richard Nußbaumer den Grundstücksbesitzern für ihre Bereitschaft zum Verkauf, ohne die das Objekt nicht zu realisieren gewesen wäre. Ein Dank ging auch an die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Martin Altenbach an der Spitze. "Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir weiter in Waldbronn produzieren dürfen und nicht an einen Alternativstandort in Pfinztal ausweichen mussten". Ein besonderer Dank ging auch an die Nachbarn der bisherigen Backstube in Busenbach. "So gute Nachbarn sind nicht selbstverständlich!", erklärte Richard Nußbaumer.
In einem kurzen, teilweise sympathisch persönlich gehaltenen Abriss skizzierte Nußbaumer dann die Firmengeschichte. Das Unternehmen habe sich aus einem Traditionsbetrieb heraus entwickelt. Bereits im Jahr 1951 habe Vater Hubert mit seiner Frau Margarethe, im damals noch selbständigen Reichenbach, eine Bäckerei gegründet. Diese Bäckerei führe seit 1988 Bruder Herbert weiter. Er selbst und seine Frau Irma haben sich im Mai 1979 in Busenbach selbständig gemacht. Mit vier Mitarbeitern betrieben sie eine Bäckerei und Konditorei mit Cafe. Heute seien es nahezu 100 Mitarbeiter, und man produziere auf rund 2500 qm. Fläche und betreibe insgesamt 14 Verkaufsstellen. Dazu kommen noch zahlreiche Krankenhäuser, Kantinen, Gaststätten und Vereine.
Dass man heute die neuen Räumlichkeiten vorstellen könne, sei erst durch die Schaffenskraft der Firma Harsch möglich geworden, erklärte Nußbaumer zu H. Trautz und Bauleiter Maithert gewandt und schloss in diesen Dank auch alle am Bau beteiligten Firmen mit ein. Besonders hob Richard Nußbaumer das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Betriebsleiter Bruno Rihm an der Spitze hervor. Diese moderne Produktionsstätte sei auch sein Werk.
Bürgermeister Martin Altenbach erinnerte an die Auseinandersetzungen um den Standort und um den Bau selbst. Gerüche und Lärm wurden als Einwände ins Feld geführt, und nichts davon sei eingetroffen. Auch die Auseinandersetzung um die Begrünung des Daches erwähnte der Bürgermeister und fragte: "Was ist wichtiger: gründe Pflanzen oder 100.000 DM mehr Finanzspielraum?" Er habe sich mit einer Mehrheit des Gemeinderats für mehr Finanzspielraum zu Gunsten des Unternehmens entschieden. Altenbach erinnerte aber auch an die Gründung der Bäckerei 1951 durch Vater Hubert, wobei aber von 1906 bis 1933 schon der Urgroßvater eine Bäckerei in Reichenbach betrieb.
Landesinnungsmeister Walter Augenstein überbrachte die Glückwünsche der Innung und hob hervor, dass Richard Nußbaumer bei seiner Meisterprüfung Jahrgangsbester aller Handwerker im Kammerbezirk Karlsruhe war. Sein Engagement gelte aber nicht nur seinem Betrieb, er sei auch stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung Ettlingen und gehöre dem Meisterprüfungs- und Schulausschuss der Kammer an. So habe er auch in den zurückliegenden Jahren immer jungen Menschen einen Ausbildungsplatz angeboten. Obermeister Heinz Reuss von der Bäckerinnung Ettlingen gratulierte gemeinsam mit Vorstandsmitglied Alfred Becker und hob hervor, dass die Bäckerei Nußbaumer der größte Betrieb im Bereich der Ettlinger Innung sei.
Betriebsleiter Bruno Rihm stellte abschließend die neue Produktionsstätte vor. An die Lagerräume im hinteren Bereich mit den 35 t fassenden Mehrsilos schließe sich die Backstube mit den Plätzen für Teigbereitung, Teigaufbereitung und den Backöfen und Backschränken, sowie den Kühlzellen an. Die separaten Räume für die Konditorei seien in eine Kalt und eine Heißkonditorei aufgeteilt. Gerade bei der Konditorei und bei der Teigaufbereitung sei noch viel handwerkliche Handarbeit gefragt, hob Rihm hervor.
Für die Allgemeinheit besteht dann am übernächsten Sonntag, 21. Mai ab 10 Uhr bei einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit, das neue Bäckereigebäude mit seinen modernen Anlagen kennen zu lernen.


Auf eine Familientradition kann die Bäckerei Richard Nußbaumer zurückblicken. Auf unserem Bild (von links) Bäckermeister Richard Nußbaumer, Schwiegermutter Maria Trentl, die Eltern Margarethe und Hubert Nußbaumer, Ehefrau Irma Nußbaumer.