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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


19.04.2000 Aus dem Gemeinderat: Kindergarten erhält Tagesgruppe


Nach den Sommerferien können die "Schwalbennest" - Kinder in ihren neuen Kindergarten an der Oosstraße einziehen, der versteckt hinter hohen Bäumen im Entstehen ist. Gesellschaft werden sie dann von den Waldbronner Kindern erhal-ten, die die Tagesgruppe besuchen.


Kindergarten "Schwalbennest" erhält Tagesgruppe
Benutzungsgebühren festgelegt / Beginn im September

Ab September 2000 wird im kommunalen Kindergarten "Schwalbennest" eine Tagesgruppe eingerichtet. Dies war der wesentliche Grundsatzbeschluss, den der Waldbronner Gemeinderat bei einer Gegenstimme fasste, die sich allerdings auf die Höhe der Gebühren bezog. Sie wurden auf 300 DM pro Monat für das erste und 163 DM für das zweite Kind plus einer Essenpauschale von jeweils 100 DM festgelegt. Für die Kinder in der Regelgruppe wurden die Gebühren auf 125 DM für das erste und auf 68 DM für das zweite Kind leicht angehoben jedes weitere Kind einer Familie, das gleichzeitig den Kindergarten besucht, bleibt von den Gebühren befreit. Hauptamtsleiter Walter Knab erinnerte daran, dass unter allen Waldbronner Eltern mit Kindern im Alter bis 5 Jahre eine Umfrage durchgeführt wurde, um das Interesse an einer Tagesgruppe zu ermitteln. Versandt wurden insgesamt 500 Fragebögen, 220 kamen wieder zurück. Dabei haben 187 Eltern keinen Bedarf angemeldet, während von 32 Eltern oder Erziehungsberechtigten Interesse an einer Tagesgruppe bekundet wurde.
Diese 32 Kinder verteilen sich auf die einzelnen Jahre so, dass die Tagesgruppe zwischen 10 und 15 Kinder besuchen. Hinzu kommen noch die Kinder von Mitarbeitern der Firma Agilent, vormals Hewlett – Packard. Die Öffnungszeit für die Tagesgruppe ist von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr geplant. Die höhere Betreuungszeit bedinge auch die Einstellung einer weiteren Betreuungskraft.
Franz Masino (SPD) sah die Gebühren von 300 DM für die Betreuung und 100 DM als Essenspauschale angebracht. "Die Kosten für die Tagesbetreuung tragen wir mit einem lachenden Auge", erklärte er für die SPD – Fraktion und wies auf den großen Bedarf hin, den die Umfrage ergeben habe. "400 DM sind zuviel", fand Heribert Purreiter (Bündnis 90/Die Grünen). Er regte eine einkom-mensabhängige Staffelung bei den Gebühren an, ähnlich wie bei der Kernzeitenbetreuung. Falls dies keine Mehrheit finde, beantragte er, die Gebühr auf 300 DM einschließlich der Essenspauschale festzusetzen, wobei er diesen Pauschbetrag ausdrücklich als angemessen bezeichnete. Kritik übte Heribert Purreiter auch an den Gebührenerhöhungen um 3 DM bei der Regelgruppe. Darauf solle man in diesem Jahr verzichten und die Gebühren auf der bisherigen Höhe belassen.
Roswitha Bichler (CDU) stellte Organisationsfragen, fand aber auch die leicht angehobenen Gebühren bei dem jetzt neuen Kindergarten durchaus vertretbar. Was geschehe, wenn die Zahl der Kinder unter eine Mindestzahl sinke, fragte Roswitha Bichler anschließend. Roland Bächlein (CDU) regte an, in die Satzung eine Mindestzahl von 10 Kindern aufzunehmen. So könne die Verwaltung jederzeit handeln.
Kämmerer Josef Manz wies darauf hin, dass die Erhöhung auf einer Absprache unter den Kindergartenträgern basieren. Eine Sozialstaffelung gebe es bei keiner anderen Gemeinde, wie eine Umfrage ergeben habe. Heribert Purreiter zog daraufhin seinen Antrag auf eine Sozialstaffelung zurück, hielt aber die 300 DM Gesamtgebühr aufrecht. Hauptamtsleiter Walter Knab ergänzte, dass die Gruppengröße beim Ganztagesbetrieb abweichend bei 20 Kindern liege, ab 10 Kindern könne die Gemeinde einen Zuschuss erhalten. Die ganztags zu be-treuenden Kinder werden, so Kindergartenleiterin Doris Trentl, in gemischte Gruppen betreut. Sie seien also nur während der Mittagspause zusammen.
Keine Mehrheiten fanden bei der Abstimmung die Anträge, auf die vorgesehene Erhöhung ab 1. September zu verzichten und 300 DM Gebühr einschließlich Essenszuschuss zu erheben. Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag, die Zahl der ganztags zu betreuenden Kinder nicht unter 10 sinken zu lassen.