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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


15.04.2000 Freiwillige Feuerwehr Waldbronn: Jahreshauptversammlung


Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes Baden Württemberg ausgezeichnet wurden durch Stellvertretenden Kreisbrandmeister Martin Ehrle (rechts) und Waldbronns Ortskommandant Peter Weißenborn (links) Abteilungskommandant Dieter Rädle, Norbert Vogel, Joachim Anderer und Alexander Reiser (von links).


Freiwillige Feuerwehr Waldbronn:
"Lothar" sorgte für Rekordzahl an Einsätzen
Jahreshauptversammlung verlief harmonisch



Nach dem "stürmischen" Jahr 1999 mit Orkan "Lothar" als äußerem Höhepunkt verlief die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn harmonisch und in ruhigen Bahnen. Das zeigte sich auch daran, dass weder nach den Berichten noch unter Punkt "Verschiedenes" Bedarf für eine Aussprache bestand. Zu Beginn konnte Kommandant Peter Weißenborn unter den Wehrmännern Bürgermeister Martin Altenbach und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Martin Ehrle begrüßen.
In seinem Bericht ging Kommandant Peter Weißenborn zunächst auf die Ausbildung ein, da nur durch eine qualifizierte Ausbildung eine erfolgreiche Bewältigung der anstehenden Aufgaben gewährleistet werden könne. In der Waldbronner Wehr seien 1999 dafür 45.000 Stunden für Übungen und Unterricht zusammen gekommen. Nicht enthalten seien dabei die Stunden, die beim Umbau oder der Renovierung der Gerätehäuser geleistet wurden. Weißenborn erwähnte auch die beiden Übungen der Waldbronner Wehr, eine davon auf Unterkreisebene. Besucht wurden auch zahlreiche Lehrgänge auf der Ebene des Unterkreises oder des Landkreises.
Im Berichtsjahr hatten alle drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn 177 Einsätze zu absolvieren. Dabei waren es bis zum Orkan "Lothar" mit 82 Einsätzen schon 16 mehr als im Vorjahr. Bei den Einsätzen galt es elfmal ein Feuer zu bekämpfen, 52 technische Hilfeleistungen und 85 Einsätze infolge Wind und Schnee waren zu bewältigen. Besonders erwähnte der Kommandant den schweren Verkehrsunfall mit letztlich drei Toten, der sich zeitgleich zur Unterkreisübung bei der Albert – Schweitzer – Schule am Ortseingang von Reichenbach ereignete. In diesem Zusammenhang dankte er besonders Pfarrerin Sabine Jestadt, die mit den beteiligten Feuerwehrleuten ein Nachgespräch führte.
An Neuanschaffungen erwähnte Kommandant Weißenborn weitere Einsatzjacken und die Neueinkleidung eines Großteils der Jugendwehr. Durch Spenden von Raiffeisenbank und Sparkasse konnten die Atemschutzträger mit Rettungsmessern ausgerüstet werden. Für die nächsten Jahre stünde die Ersatzbeschaffung für das 25 Jahre alte Tanklöschfahrzeug in Reichenbach an, blickte Weißenborn in die Zukunft.
Positiv sei die Mannschaftsstärke zu bewerten. Zum Ende des Jahres lag sie bei 123 aktiven Feuerwehrleuten. 29 Feuerwehrmänner gehören den Altersabteilungen der einzelnen Wehren an.
Schriftführer Ralf Anderer berichtete über die sieben Verwaltungssitzungen. Auch er betonte, dass die Stimmung in der Gesamtwehr sich seit der letzten Jahreshauptversammlung deutlich verbessert habe. In Angriff genommen und inzwischen in Kraft sei eine neue Ausrückordnung für die Waldbronner Wehren. Im Berichtszeitraum wurden zwei Übungen, darunter eine gemeinsam mit dem Unterkreis abgehalten. Den Finanzbericht legte Kassier Thomas Becker vor.
Von einer erfolgreichen Arbeit konnte auch Jugendwart Markus Reiser berichten. Derzeit gehören den drei Jugendwehren 72 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren an, darunter 13 Mädchen. Drei Jugendfeuerwehrleute konnte in diesem Jahr in die aktive Wehr übernommen werden. Reiser beschloss seinen Bericht mit einem Überblick über die vielfältigen Aktivitäten der Waldbronner Jugendwehr im feuerwehrtechnischen und im Freizeitbereich.
Bürgermeister Martin Altenbach Mit der Schadensbehebung beim Orkan "Lothar" und dem vorangegangenen Schneebruch habe die Waldbronner Wehr "einen Musterstart ins neue Jahrtausend hingelegen müssen, damit die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden konnten, um das Leben der Bürger zu schützen", lobte der Bürgermeister. Auch er hob die zwischenzeitlich wieder eingekehrte Einigkeit unter den Abteilung hervor. Er bat die Wehr, ein Fahrzeugkonzept für die Zukunft zu erstellen.
Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Martin Ehrle lobte die wieder eingekehrte Einigkeit, wobei die Probleme innerhalb der Wehr diskutiert und nicht nach außen getragen wurden. Wichtig sei eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde. Der Ausbildungsstand in Waldbronn sei gut. Wie wichtig gerade eine gründliche Vorbereitung sei, habe das Ende des Jahres 1999 gezeigt.
25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr verrichten Joachim Anderer, Busenbachs Abteilungskommandant Dieter Rädle, Alexander Reiser und Norbert Vogel. Sie erhielten von Ehrle das vom Innenminister Dr. Thomas Schäuble verliehene Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den vorgeschriebenen Lehrgängen wurden Thomas Becker, Oliver Bugge, Thorsten Huck, Klaus Pukowski und Markus Reiser von der Gemeinde zu Löschmeistern ernannt.