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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


06.04.2000 Rheuma - Liga Waldbronn: Jahreshauptversammlung


Rheuma – Liga Waldbronn:

Rheuma – Liga Waldbronn wächst weiter
Breites Programm für 2000 vorgelegt
Walking – Gruppe soll neu entstehen

Im Foyer des Kurhauses Waldbronn trafen sich die Mitglieder der Rheuma – Liga Waldbronn zu ihrer Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende des Sprecherrats, Helmut Völkle, begrüßte die anwesenden Mitglieder, sowie Bürgermeister und Kurdirektor Martin Altenbach, Monika Deger von der Kurverwaltung und mit Anette Graf als Referentin die Sozialfachfrau vom Landesverband Baden – Württemberg.
Im Schriftführerbericht berichtete Gudrun Knobloch über den stetigen Mitgliederzuwachs von rund 20 Prozent pro Jahr und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten bei der Größe der einzelnen Therapiegruppen. Darum wurden freitags zusätzliche Gruppen eingerichtet. Sie erwähnte ebenso die informativen und die geselligen Veranstaltungen. Auch berichtete die Schriftführerin über zwei Sprengelsitzungen, eine davon in der Seniorentagesstätte Waldbronn. Hauptthema war jeweils der Erfahrungs- und Informationsaustausch zu den Aktivitäten der einzelnen Arbeitsgemeinschaften. Sie gab auch einen Überblick über die Arbeit des Sprecherrates.
Bei der Delegiertenversammlung in Bad Urach zeigte sich, dass andere Arbeitsgemeinschaften mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie Waldbronn, was die ständig wachsende Mitgliederzahl angeht. Verschiedene Möglichkeiten der Schmerztherapie wurden angesprochen und außerdem Ideen und Anregungen erörtert, wir man das diesjährige Jahres-Thema "Das rheumakranke Kind" am 17. Juni präsentieren kann. Des weiteren wurden verschiedene Fortbildungsveranstaltungen wahrgenommen.
Den Kassenbericht verlas Monika Deger, die auch die Verwendung der Zuwendungen des Landesverbandes erläuterte. Anschließend gab sie die Ansatzbeträge für 1999 im Vergleich zum Rechnungsergebnis 1999, sowie die Ansatzbeträge für 2000 bekannt und kam nach Abzug des Jahresanfangsbestandes auf benötigte Mittel für 2000 in Höhe von DM 37.300.- Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr kam durch die zusätzlichen finanziellen Belastungen durch die Einrichtung zusätzlicher Therapiegruppen zustande. Außerdem soll im neuen Jahr die gesamte Buchhaltung auf PC umgestellt werden. Der Betrag wurde beim Landesverband in Bruchsal beantragt.
Der erste Vorsitzende Helmut Völkle hielt Rückschau auf das vergangene Jahr. Auch im neuen Jahr könne man bereits wieder auf einige erfolgreich verlaufene Veranstaltungen zurückblicken. Allerdings bemängelte Helmut Völkle den eher spärlichen Besuch von Veranstaltungen, die sich sachlich mit Rheuma-Themen befassen. Er gab dann einen Überblick über den momentanen Stand der Rheuma-Liga in Zahlen. So stiegen die Mitgliederzahlen im abgelaufenen Jahr von 446 auf 532, zwischenzeitlich habe sich die Zahl bereits weiter 584 erhöht. Grund sei sicher die hervorragende Betreuung der Patienten durch die Therapeuten, aber auch die sehr beliebten Einrichtungen der albtherme. Derzeit bestehen 33 Gruppen für Wassergymnastik, an denen jeweils 12-15 Personen teilnehmen können, und neun Gruppen für Trockengymnastik, bei denen die Teilnehmerzahl nicht begrenzt ist.
In der Aussprache wurde vor allem das Problem der überfüllten Gruppen angesprochen. Neuzugänge, so wurde angeregt, dürften nur noch in die bis jetzt noch nicht ausgelasteten Gruppen. Mehrfach wurde der Wunsch nach mindestens einer Wassergymnastik nach der Trockengymnastik geäußert, da vielen die Trockengymnastik nach der Wassergymnastik zu anstrengend sei. Bürgermeister und Kurdirektor Martin Altenbach dankte der Rheuma – Liga Waldbronn für ihre zielgerichtete Arbeit und äußerte sich lobend über das Angebot der Arbeitsgemeinschaft. Er versprach, die oben erwähnten Probleme auch von seiner Seite aus anzugehen.
Großes Interesse fand der Vortrag von Sozialfachfrau Anette Graf über Probleme rheumakranker Kinder und deren Angehörige. Da das Thema in der Öffentlichkeit wenig bekannt und oft mit Angst oder Unsicherheit verbunden ist, wurde es zum Thema des Jahres 2000 gewählt. Rheuma bei Kindern sei oft schwer zu diagnostizieren und bleibe so oft lange Zeit unerkannt. Dabei wäre eine Früherkennung äußerst wichtig, denn je früher die Therapie einsetzen kann, um so größer seien die Heilungschancen. Es gebe verschiedene Erscheinungsformen des jugendlichen Rheumas und verschiedene Behandlungsmethoden, von medikamentöser und krankengymnastischer Behandlung über Ergotherapie, Hilfsmittelanpassung bis hin zur sozialen Betreuung. In jedem Fall sei die Familie eines rheumakranken Kindes mitbetroffen, denn der Tagesablauf werde von der Krankheit bestimmt.
In Deutschland erkranken etwa 16 000 Kinder und Jugendliche pro Jahr an einer entzündlichen Gelenkserkrankung, wobei diese bei rund 3000 dieser Kinder einen chronischen Verlauf nimmt. Da die Krankheit relativ selten ist, haben die Betroffenen eine schlechte Lobby. Eltern haben sich zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen und arbeiten ehrenamtlich in 17 Arbeitskreisen in Baden-Württemberg. Die Rheuma-Liga unterstütze die Familien rheumakranker Kinder durch spezielle Seminare für die Eltern, Kinderbetreuung, Kinderfreizeiten, sorge für Fortbildung von Krankengymnasten, koordiniere die Arbeit verschiedener Einrichtungen und biete einen Info-Dienst.
Helmut Völkle erläuterte danach das Programm für das Jahr 2000. Geplant sei der Aufbau einer "Walking – Gruppe". Über diese neue Sportart und ihre Vorteile für Rheumakranke informierten Anette Graf und Gudrun Knobloch. Walking sei ein schnelles, zügiges Gehen , wobei die Arme mitbewegt werden. Es könne von jedem leicht erlernt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Veranstaltung am 21. September hingewiesen, bei der Prof. Dr. Bös oder einer seiner Mitarbeiter über "Walking ist eine neue Bewegungsform" sprechen wird. Am Mittwoch, 24. Mai ist eine Maiwanderung geplant. Am 30. Juni ist ein Übungsabend mit dem Pezziball in der Albert-Schweitzer-Schule vorgesehen. Geplant ist eine Radtour in die nähere Umgebung unter der Leitung von Helmut Völkle. Am 31. August findet im Rahmen der "Waldbronner Woche" im Kurhaus ein Arztvortrag zum Thema "Richtige Ernährung bei Osteoporose" statt.
Am 11. Oktober findet der traditionelle Herbstausflug unter der Leitung von Günther Kluge statt. Am 17. November hält Alois Anker vom DRK Reichenbach im "Haus des Kurgastes" einen Vortrag über "Unfälle im Haushalt". Beginn ist 19.30 Uhr. Am Freitag, 8. Dezember treffen sich die Mitglieder letztmals im alten Jahr zur Weihnachts- und Jahresabschlussfeier im Restaurant "Albhöhe".