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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


07.03.2000 Fastnachtsumzug in Waldbronn


Waldbronner Fastnachtsumzug 2000:

Politik glossiert und Frohsinn verbreitet
Über 70 Gruppen und Wagen sorgten am Zugweg für Stimmung
Bunter Querschnitt durch die Fastnacht



Petrus meinte es in diesem Jahr wirklich gut mit den Waldbronner Narren. Meist lachte die Sonne vom Himmel, die paar Regentropfen, die in Busenbach vom Himmel kamen, fielen da nicht groß ins Gewicht. Ideale Voraussetzungen also für einen Fastnachtsumzug. Und als hätten es die Narren es geahnt, kamen in diesem Jahr so viele wie schon lange nicht mehr. 75 Gruppen und Wagen mit über 1.000 Mitwirkenden musste Waltraud Anderer von der Gemeinde Waldbronn im Vorfeld in die richtige Reihenfolge bringen, ein nicht ganz einfaches Unterfangen.
Schließlich zogen aber In bunter Vielfalt Wagen, Kapellen, Fußgruppen, Hexen und Garden an den zahlreichen Zuschauern vorüber. Von den Wagen und Gruppen wurde die kommunale, aber auch die hohe Politik glossiert. Zahlreiche Musikkapellen und Guggemusiken gaben dem Umzug auch musikalischen Pfiff und sorgten für Stimmung.
Den Anfang machte wie in den zurückliegenden Jahren der Fanfarenzug des Jugendrotkreuz Busenbach mit schmissigen Trommelwirbeln und schmetternden Fanfarenklängen. Mit gleich vier Gruppen war der Ettlinger Carnevalsverein nach Waldbronn gekommen: der Lauerturmgarde folgten die Musketiere, die Roten Funken und die Dohlenaze. Mit einem Handwagen wanderte der Schwarzwaldverein Waldbronn im Zug mit und wies gleichzeitig auf sein 25 –jähriges Jubiläum hin, das in diesem Jahr gefeiert werden kann. Grimmig blickten die Mälscher Wölf, während die Jugendfeuerwehr Reichenbach sich Reginas Knallerbsenstrauch am Maschendrahtzaun als Motto für ihren Wagen gewählt hatte und forderte: squot;Ein Herz für Reginasquot;. Die Ettlinger Rebhexen mit ihren wunderschönen Masken sind schon gute Bekannte im Waldbronner Umzug. Der Musikverein Busenbach spielte mit seiner Kapelle im Umzug auf und sorgte bei den vorangehenden und nachfolgenden Gruppen für den richtigen Gleichschritt. Als rote Teufel zogen die Kleintierzüchter aus Busenbach dem Musikverein voraus.
Auf die Wassersituation in Etzenrot spielte der MSC Reichenbach mit seinem Wagen an: squot;Mir hen Wasser ohne Kalk aus Marokko dabeisquot; und dahinter dann eine wunderschöne Oase. Eine dekorative Fußgruppe bildeten die Bühlertäler Bohnenstädtler mit ihren Masken und dem spektakulären Peitschenknaller. Gemeinsam einen Wagen hatten das Etzenroter DRK und der Obst- und Gartenbauverein gestaltet und nahmen mit dem Motto squot;Makadam rein, Makadam raus, Steine rein, muss das seinsquot; die neue Kreuzung beim alten Rathaus Etzenrot unter die närrische Lupe. Einer Müttergruppe folgten die Ettlinger Moschdschelle, ebenfalls eine in Waldbronn aus den Vorjahren schon bekannte Gruppe.
Fast ein Umzug für sich waren die Narren der Bergstaaten Bühlertal. Sie waren gekommen mit Berggeistern, Kastenbenglern, ihrer Gelben Garde und der Roten Garde sowie dem Fanfarenzug Bühlertal. Allen folgte dann der Narrenrat auf seinem Prunkwagen. Der FC Busenbach wies mit seinem Wagen auf 40 Jahre Alt – Herren - Fußball in Busenbach hin, ihm folgte die Frauengruppe des Vereins. Für Marsch- und Faschingsmusik im Zug sorgte dann wieder der Musikverein Ittersbach. Der TV Busenbach schickte eine Fußgruppe mit dem Motto squot;Meuterei auf der Bountysquot; ins närrische Rennen. Hübsch anzusehen in ihren Kostümen die squot;Bohnegringelsquot; aus Ettlingenweier. Die Bühler Quetscheteufel hatten nicht nur hübsche Kostüme, sie verschossen von ihrem Wagen auch gewaltige Mengen an Konfetti.
Der ERC Waldbronn mit seinem Wagen forderte in Vorfreude squot;Schlittschuh aus dem Keller rauf, der Eistreff ist bald wieder auf!squot; Mit einer großen Abordnung war auch der Auerbacher Fastnachtsverein nach Waldbronn gekommen. Voraus marschierte die Garde, ihnen folgte mit schmissigen Weisen die squot;Russenguggesquot;. Danach dann der Wagen des Elferrats, ein richtiges Prunkschiff, wie es sich bei zwei mal elf Jahren Fasenacht gehört. Den Bühlertaler Kellergnomen folgte der Wagen der Ettlinger Gaststätte squot;Ins Bettsquot;, ebenfalls ein alter Bekannter beim Waldbronner Umzug. Ihnen folgten die Waldbronner Hexen, die die kleinste Hexe auf einem überdimensionalen Besen mitreiten ließen. Das verpackte Rathaus hatte der Brieftaubenverein Reichenbach auf seinen Wagen gebaut und stellte fest: squot;Dass niemand sieht, was man dort macht, wurde das Rathaus eingepackt!squot;
Danach dann der Musikverein squot;Lyrasquot; Reichenbach mit seiner kompletten fastnachtlichen Besatzung: voraus die Kindertanzgruppe, gefolgt von der Bläserjugend, denen der Elferrat die überdimensionalen Köpfe aus der Prunksitzung spendiert hatte, dann die Jugendgarde und die eifrig aufspielende Blaskapelle. Vor dem Wagen des Elferrats marschierten noch die Tanzmäuse. Mit einem Wagen waren die Weiberbacher Klosterjäger aus Frauenalb mit im Waldbronner Zug, gefolgt von den Schielberger Landfrauen, die die Volksschule Schielberg früherer Jahre darstellten, einschließlich dem gestrengen Fräulein Lehrerin mit Stöckchen. Ebenfalls aus Schielberg kam die Guggemusikgruppe squot;Chaos Moggelsquot;. Eine Tanzformation aus Karlsbad folgte.
Auch die Kleintierzüchter aus Reichenbach hatten das verpackte Rathaus im Visier ihres Wagens und befanden: squot;Nicht nur Berlin hat seinen Christosquot; und fragten mit Blick auf das Ende der Amtszeit von Bürgermeister Martin Altenbach: squot;Wird unter dieser Hülle ein neuer Bürgermeister ausgebrütet? –Für große Tiere große Brutapparatesquot;. Teletubbies und Maschendraht im TV hatte der TSV Reichenbach auf seinen Wagen gepackt, gefolgt wieder von den AH - Hexen, die mit ihren Besen allerlei Unfug unter den Zuschauern am Straßenrand anstellten. squot;Wir haben Lothar erwischt, leider zu spätsquot; war das Motto beim Obst- und Gartenbauverein Reichenbach mit einem umgestürzten Obstbaum auf dem Wagen. Der Musikkapelle squot;Desperadossquot; folgten die Niesatzer Immenstein Hexen.
Dem 125 – jährigen Jubiläum angemessen war die Abordnung des Gesangverein squot;Concordiasquot; Reichenbach beim Umzug. Angeführt von Kinder- und Jugendgarde, den Rot – Grünen – Funken und dem Frauenchor folgte schließlich die gewaltige, Fastnachtsstimmung verbreitende squot;Gaudi – Guggesquot;. Der Elferrat hatte sich einen wahren Prunkwagen gebaut, gemäß dem Motto: squot;Fastnacht 2000 wunderbar – 125 Jahre Concordiasquot;. Politisch kam dann der Wagen des Gesangverein squot;Freundschaftsquot; Busenbach, der die Spenden- und die Flugaffären thematisiert hatte mit dem Spruch: squot;Da sacken Politiker heimlich alles ein, wenns dann rauskommt, wills keiner gewesen sein!squot; Dem Wagen folgte griebenwurstverteilend der Frauenchor der squot;Freundschaftsquot;.
Mit einem Wagen vertreten war der Gesangverein squot;Liederkranzsquot; Wolfartsweier mit dem Motto squot;Schäuble Kohl hen schwarze Kasse, für die Wähler net zu fasse!squot;. Auch der Frauenverein St. Wendelin Reichenbach marschierte wie jedes Jahr im Zug mit. Aus Lingenfeld war eine squot;Badner Schalmeiengruppesquot; gekommen. Mit einer kleinen Gulaschkanone zog das Jugendrotkreuz Reichenbach im Zug dem Wagen des Schützenvereins Waldbronn voraus, der die Ökosteuer glossierte: squot;Wird uns der Sprit zu teuer, holen wir das Fahrrad aus der Scheuer!squot; Stolz stellte der TSV Etzenrot auf seinem fest: squot;Der TSV Etzenrot ist stolz und froh, er hat ein Männerballett mit Weltniveau.squot; squot;Auch mit Beugehaft wohl nicht gelingt, dass der schwarze Riese singtsquot;, befürchtete der Gesangverein Schielberg, der den ehemaligen Kanzler in eine Art überdimensionalen Vogelkäfig gesperrt hatte. Den Schlusspunkt setzte der Wagen der Narrengilde Ettlingen mit dem Prinzenpaar.
Zum Schluss sei noch vermerkt: Sichernd begleitet wurde der Zug von Rotem Kreuz Reichenbach, von Polizei und Freiwilliger Feuerwehr Waldbronn. Vor und nach dem Umzug waren auch die närrischen Straßenfeste rund um die Kinderschule in Busenbach und in Reichenbachs Stuttgarter Straße gut besucht, wo die beteiligten Vereine vom Morgen bis spät in den Abend ihre Gäste bewirteten.