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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


06.03.2000 Fastnacht in Etzenrot


Das Männerballett des TSV Etzenrot bei seinem Baby – Sitter – Boogie.


Etzenroter Vereine feierten Fastnacht:
Gesellschaftshaus erbebte unter närrischem Ansturm
Vierstündiges Programm lockte Narren aus der Reserve



Mit dem Schlachtruf squot;Etzen – Rotsquot; schickten unter der Regie des Musikverein squot;Harmoniesquot; Etzenrot die Pfarrgemeinde, die Freiwillige Feuerwehr und der TSV ihre Fastnachter ins närrische Getümmel. Herauskam schließlich ein Programm, das sich am besten mit dem zum Finale erklingenden Wolfgang Petry Hit squot;Wahnsinnsquot; umschreiben lässt. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze durch das Swingtett des Musikvereins, das mit Schunkelrunden alles im Saal gehörig in Bewegung brachte und zum Ausklang noch zum Tanz aufspielte. Durch den Abend führte mit Schwung, Temperament und souverän Reinhard Müller, der im ausverkauften Saal des Etzenroter Gesellschaftshauses mit Bürgermeister Martin Altenbach auch den Schirmherrn der Waldbronner Fastnacht in Waldbronns kleinstem Ortsteil begrüßen konnte. Doch nun der Reihe nach:
Eröffnet wurde das närrische Spektakel mit dem Gardetanz der Tanzmäuse des Musikverein squot;Lyrasquot; Reichenbach, wobei si9ch hier vor allem das Ende hinzog, bis Reinhard Müllers Adjutant Manfred Bucher alle Orden an die Gardemädchen verliehen und an jede das obligatorische Küsschen verteilt hatte. Feuerwehrmann Gerhard Anderer berichtete von allerlei Verwicklungen bei Einsätzen und den hohen Anforderungen, die an einen Feuerwehrmann gestellt werden. Die elektronische Zugauskunft der Bahn kontaktierte Ralf Wittmann, wobei die Schwierigkeit im Reiseziel lag, weil sein Badner Slang immer wieder zu Missverständnissen in Reiseziel und Reisezeit führte. Der elektronischen Auskunft lieh Martina Scherer ihre Stimme.
Acht kleine Schlümpfe eroberten in der Einstudierung von Sabrina Linder schnell die Herzen der Närrinnen und Narren im Saal. Christiane Schempp, Petra Rabold und Marina Hucker tratschten am Kaffeetisch und zahlten dabei den Reichenbachern manche Stichelei mit fastnachtlicher Münze zurück, so, dass man mit einem Reichenbacher niemals Versteck spielen könne, squot;weil den nämlich niemand suchtsquot;. Nicht mehr eigens hervorgehoben müssen die squot;Froschteichsänger vom Kurparkseesquot; werden, eine Leihgabe des Gesangverein squot;Concordiasquot; Reichenbach an die Etzenroter Fastnacht. Sie veranstalteten nicht nur das erste Etzenroter Rockkonzert, sie brachten auch mit ihren Stimmungsliedern wie der Fastnachtspolka den Saal gehörig in Wallung. Besuch im Pfarrhaus erwartete squot;Pfarrköchinsquot; Rosi Linder. Ihre Freundinnen Petra Rabold, Marina Hucker, Christiane Schempp und Sabrina Linder hatten derweil ein Problem mit den Ingredienzien einer Bowle. Das Gesellschaftshaus schier erbeben ließ die squot;Russeguggesquot; der Fastnachtsgemeinschaft Auerbach mit ihren Trommlern, Bläsern und Rasslern und auch die Narren im Saal ließen sich von der urwüchsigen Darbietung gern mitreißen.
Einen Volltreffer landete das TSV –Ballett, Einstudierung Jutta Müller. Die acht Aktiven legten zunächst einen fulminanten squot;Men Stripsquot; auf die Bühne, um dann windelverpackt mit Latz und Schnuller den squot;Baby-Sitter-Boogiesquot; auf die Bühne zu bringen, eine Nummer, bei der kein Auge trocken blieb. Das Pop – Duo squot;Modern Talkingsquot; parodierten in einer gekonnten Playback – Nummer Christian Müller und Wolfgang Scarfati nebst Body – Guards. Rosi Linder, eine der Aktivsten in der Etzenroter Fastnacht, suchte einen Mann fürs Leben und berichtete von ihren Erlebnissen, nachdem ihre Mutter eine Anzeige in der Etzenroter Postagentur ausgehängt hatte. Einen Volltreffer landete auch der squot;Concordiasquot; –Aktive Achim Waible als Vinzenz, mittlerweile mit seiner Kapp zu einem Markenzeichen der Waldbronner Fastnacht geworden und weit über die Grenzen der Albtalgemeinde hinaus bekannt.
Viel zu erzählen hatten sich die squot;zwei Dorfschlappensquot; Rosi und Sabrina Linder, übrigens Mutter und Tochter. Sie betratschten die Baustelle in der Stuttgarter Straße –squot;Wird dort eine U-Bahn-Linie gebaut?squot;-, erörterten die Frage, ob Bürgermeister Martin Altenbach zum Abschied das Rathaus geschenkt bekomme, squot;weil die schon agfange hawe, des eizupackesquot; und eröffneten auf dem squot;Roten Platzsquot; einen Gemüsestand, aber nicht in Moskau, sondern beim alten Etzenroter Rathaus.
Den beiden Tratschtanten auf dem Fuße folgte nochmals das TSV Ballett mit seinem squot;Carneval in Riosquot; und mit Saalfeuerwerk, ehe zum Finale Helmut Becker gekonnt als Wolfgang Petry Bühne und Publikum eroberte und sich alle Aktiven nochmals zusammenfanden, um den Beifall des närrischen Auditoriums entgegen zu nehmen.

Als Dorfschlappen glossierten Sabrina Linder (links) und Rosi Linder das Ortsgeschehen.